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Individual-Coaches

Berufsbereiche: Reise, Freizeit und Sport
Ausbildungsform: Schule
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Das Berufsbild von Individual-Coaches entstammt dem aktuellen Gesundheits-, Fitness- und Wellness-Boom in Verbindung mit dem Trend zu neuen Dienstleistungsberufen.

Individual-Coaches sind Sport- oder GesundheitstrainerInnen, die für Klienten nach einer eingehenden Diagnose des Gesundheitszustandes (in Zusammenarbeit mit SportmedizinerInnen) ein individuelles Trainings- und Freizeitprogramm erstellen und die Klienten bei der Ausübung dieser Tätigkeiten begleiten bzw. während der Ausübung anleiten.

Foto Individual-Coaches
© AMS/Chloe Potter
Foto Individual-Coaches
© AMS/Chloe Potter
Foto Individual-Coaches
© AMS/Chloe Potter

Die Berufe dieses Berufsbereiches erfordern folgende Fähigkeiten/Eigenschaften: Freude am Umgang mit Menschen, gepflegtes Äußeres, Farbsinn und gestalterische Kreativität, körperliche Belastbarkeit (häufiges Arbeiten im Stehen oder im Sitzen in gebeugter Körperhaltung), Unempfindlichkeit gegenüber den verwendeten Stoffen (Reinigungsmittel, Kosmetika usw.), Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, Eingehen auf individuelle Kundenwünsche.

Berufliche Voraussetzungen für Tätigkeiten im Sport- und Trainingsbereich sind physische Gesundheit, Freude und Motivation an Bewegung, Fähigkeit zur Motivation Anderer, Sprachfertigkeit, Offenheit, Kreativität, Freude am Umgang mit Menschen u.ä.m. Berufe in diesem Bereich erfordern darüber hinaus - neben den nötigen Fachkenntnissen - ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Empathie, Geduld, psychische und physische Stabilität und Ausdauer sowie ein hohes Maß an sprachlicher und nicht-sprachlicher sozialer Kompetenz. Weitere berufliche Voraussetzungen sind vor allem Freude und Befähigung zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen und ein hohes Maß an beruflicher Motivation.

Fachkräfte im Bereich Schönheit und Körperpflege sind meist in kleinen Gewerbebetrieben beschäftigt. Einige Berufe, z.B. VisagistInnen, arbeiten häufig selbstständig (über gewerberechtliche Vorschriften informiert die Wirtschaftskammer des zuständigen Bundeslandes). Die Arbeitsmarktsituation im Bereich Schönheit und Körperpflege ist je nach Beruf unterschiedlich. So müssen z.B. KosmetikerInnen eher mit Problemen am Arbeitsmarkt rechnen, während die Arbeitsmarktsituation für FriseurInnen günstiger ist. In den klassischen gewerblichen Beschäftigungsbetrieben, wie z.B. Frisiersalons, Kosmetik- oder Nagelstudios ist in den nächsten Jahren keine höhere Arbeitskräftenachfrage zu erwarten. Allerdings bauen viele Tourismusbetriebe ihren Wellnessbereich aus und suchen neben Fitness-, WellnesstrainerInnen und MasseurInnen auch „Beauty“- und „Styling“-Fachkräfte, so dass hier mit gewissen Zuwächsen gerechnet werden kann.

Animateur(e)innen, TrainerInnen u.ä. finden - neben Tätigkeiten im Breiten- und Spitzensport (vor allem Unterricht, Training) - vor allem in den Bereichen Tourismus und Freizeitwirtschaft, Sportartikelindustrie und -handel, Gesundheit und Therapie sowie Management, Veranstaltungswesen und Journalismus Beschäftigung. Arbeitsmöglichkeiten bestehen in Form freiberuflicher SportlehrerInnentätigkeit bzw. nach Ablegung der entsprechenden Prüfung als LeibeserzieherInnen an Hauptschulen, Berufsschulen sowie Polytechnischen Lehrgängen, nach Absolvierung des Studienzweiges Leibeserziehung auch an höherbildenden Schulen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FitnessbetreuerIn", dem der Beruf "Individual-Coaches" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Für Tätigkeiten in diesem Bereich ist das Erreichen eines Mindestalters (16 Jahre) sowie eine entsprechende Ausbildung Voraussetzung. Eine Ausbildungsmöglichkeit für freiberufliche SportlehrerInnen ist die SportlehrerInnenausbildung in 1150 Wien, Bundesanstalt für Leibeserziehung: Sportlehrerausbildung (Dauer: 2 Jahre; Voraussetzungen: Mindestalter von 16 Jahren; Standort: 1150 Wien). Zielsetzung: Ausbildung zum freiberuflichen Sportlehrer (Tätigkeit in Vereinen, Bädern, Gymnastikschulen usw.); bei Ablegung der entsprechenden Prüfung auch als Leibeserzieher an Hauptschulen, Berufsschulen, und Polytechnischen Lehrgängen. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten von Seiten der Berufsbildungsinstitute sowie sonstiger Schulungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weitereführende Ausbildungsinformationen

Berufsgruppe: "Sport, Freizeit, Wellness"

Fachschulen

 

  • Fachschule für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Ernährung und Wellness (Dauer: 3 Jahre; Standort: Wiener Neustadt).
  • Fachschule für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Ernährung, Wellness und Sport (Dauer: 3 Jahre; Standort: Tulln).
  • Fachschule für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Wellness - Gesunde Ernährung und Bewegung (Dauer: 3 Jahre; Standort: Hallein).
  • Fachschule für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungszweig Gesundheit-Mode-Sport (Dauer: 3 Jahre; Standort: Deutschlandsberg).

 

 

Berufsbildende höhere Schulen

 

  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Ernährung - Betriebswirtschaft - Wellness (Dauer: 5 Jahre; Standort: Wolfsberg).
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit - Soziales - Wellness (Dauer: 5 Jahre; Standort: Hermagor).
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit - Wellness - Soziales (Dauer: 5 Jahre; Standort: Güssing).
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit und Wellness (Dauer: 5 Jahre; Standort: Rohrbach).
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit, Tourismus und Wellness (Dauer: 5 Jahre; Standort: Reutte).
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Gesundheitsmanagement und Wellness (Dauer: 5 Jahre; Standort: Bad Ischl).
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Wellness - Gesunde Ernährung und Bewegung (Dauer: 5 Jahre; Standort: Hallein).
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Wellness und Ernährung (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Hollabrunn; Ried im Innkreis).

 

Kollegs

 

  • Aufbaulehrgang für Tourismus, Ausbildungsschwerpunkt Regionales und grenzüberschreitendes Tourismusmanagement (Dauer: 3 Jahre; Standort: Retz).
  • Aufbaulehrgang für Tourismus, Ausbildungsschwerpunkt Sportmanagement und Gesundheitstourismus (Dauer: 3 Jahre; Standort: Bad Ischl).
  • Aufbaulehrgang für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit - Wellness - Freizeitmanagement (Dauer: 3 Jahre; Standort: Gmünd).

 

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten z.B. Aufbaulehrgänge, Studienberechtigungsprüfungen, Meister- und Werkmeisterprüfungen. Darüber hinaus besteht - je nach Bildungsabschluss die Möglichkeit für Berufstätige - einer Höhere Lehranstalt für Berufstätige oder ein Kolleg für Berufstätige zu besuchen. Für FachschulabsolventInnen sowie sonstige Personen, die auf Grund ihres Bildungsabschlusses über keine Studienberechtigung verfügen, besteht die Möglichkeit eine Studienberechtigungs- oder Berufsreifeprüfung abzulegen. Die Berufsreifeprüfung berechtigt zum Besuch aller Ausbildungsmöglichkeiten, die ab Maturaniveau angeboten werden, die Studienberechtigungsprüfung führt zu eingeschränkten Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb eines bestimmten Faches oder Bereichs: Ab Maturaniveau stehen prinzipiell alle Bachelorstudien und Diplomstudien, die an öffentlichen Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen angeboten werden offen (für einige Studienrichtungen sind allerdings Aufnahmeverfahren zu absolvieren). Zum Besuch von Fachhochschul-Studiengängen sind grundsätzlich auch für Personen mit abgeschlossener Fachschul- oder Lehrberufsausbildung berechtigt (allerdings ist in der Regel ein erweitertes Aufnahmeverfahren zu absolvieren). Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten von Seiten der Berufsbildungsinstitute sowie sonstiger Schulungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen. Ergänzend ist auch auf Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Fernschulen und Fernuniversitäten hinzuweisen.

Beschäftigungsmöglichkeiten für qualifiziertes Personal bestehen darüber hinaus bei Großbetrieben (vor allem Sporthotels, Trainingseinrichtungen sowie Sport- und Freizeitanlagen) sowie bei Sport- und Gesundheitsverbänden. In Zusammenhang mit Sport-, Gesundheits- und Kreativangeboten bestehen Arbeitsmöglichkeiten auch in großen Kur- und Rehabilitationseinrichtungen. Weitere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie Aufstiegschancen in diesem Berufsfeld bestehen z.B. im Bereich des Sportartikelhandels und der Sportartikelindustrie, im Veranstaltungsmanagement, im Gesundheits- und Therapiebereich, im Fremdenverkehr und im Spezialjournalismus (Sport, Freizeit, Gesundheit). Vor allem erfolgreichen SportlerInnen stehen auch Entwicklungsmöglichkeiten in Hinsicht auf politische oder ähnliche repräsentative Funktionen in zunehmendem Maße offen. Aber auch im Bereich des Consulting und Management-Training wird immer stärker auf SportlerInnen zurückgegriffen: Diese sollen vor allem ihre Erfahrungen in Hinsicht auf Training, Motivation und Einsatz, zum Teil auch in Hinsicht auf Umgang mit Öffentlichkeit vermitteln.

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