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EntsorgungstechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Umwelt
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.830,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Entsorgungstechnik zielt auf die Abtragung bzw. den Abtransport von Abfällen ab - während sich die Recyclingtechnik mit der Rückgewinnung von Stoffen und Abfällen befasst. Beide Bereiche verschmelzen zunehmend miteinander.

Tätigkeitsmerkmale

EntsorgungstechnikerInnen sind UmwelttechnikerInnen, die auf Abtransport und möglichst umweltschonende Beseitigung, Behandlung oder Deponierung (Lagerung) von Abfällen spezialisiert sind.

Zusammen mit VerfahrenstechnikerInnen planen und bauen sie z.B. Anlagen zur Abwasserreinigung, zur Müllverbrennung und zur Entsorgung von Sondermüll oder legen Deponien an. In Produktionsbetrieben arbeiten sie an der Konstruktion von Entstickungsanlagen und versuchen den Schadstoffgehalt von Abgasen durch Staub- und Schadstofffilter zu verringern.

Forschungs- und Entwicklungsbereiche sind z.B. die untersuchung von Vorgängen bei Verbrennungsprozessen, der Betrieb und die Kontrolle von Müllverbrennungsanlagen und Mülldeponien, Rauchgasentstickungsanlagen, Staub- und andere Schadstofffilter.

Siehe auch die Berufe UmwelttechnikerIn (Recyclingtechnik), UmweltchemikerIn und VerfahrenstechnikerIn (Technischer Umweltschutz).

Für die Ausbildung ist ein Interesse an Chemie und Biologie und Physik (z.B. Thermodynamik, Toxikologie) nötig. Der Beruf erfordert die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen fachlichen Prozessen sowie

  • Technisches Verständnis: Maschinentechnik, Messtechnik
  • Kreativität und Problemlösungsfähigkeit
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen
  • Gutes Auftreten und Kommunikationsgeschick
  • Beratungskompetenz und Organisatorisches Geschick: Innerbetriebliche Infoveranstaltungen
  • Verhandlungskompetenz und Argumentationsfähigkeit
  • Umgang mit Softwaretools: Simulationen, Statistik, Modelle

 

In Jobausschreibungen werden oft folgende Anforderungen formuliert:

  • Fähigkeit zur Erfassung und verständlichen Darstellung und Vermittlung komplexer Sachverhalte und Zusammenhänge
  • Kenntnis berufsspezifischer Rechtsgrundlagen
  • Umgang mit geobasierten Umweltinformationssystemen

Entsorgungs- und UmwelttechnikerInnen sind in fast allen technisch-industriellen Betrieben gefragt, insbesondere aber im Anlagebau. Aufgrund des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes ist es erforderlich, dass jeder Betrieb (ab 100 MitarbeiterInnen) den Behörden eineN betrieblicheN AbfallbeauftragteN bekannt gibt.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Beratungsberufe mit ökologischem Background gibt es vor allem bei Gemeinden und gemeinnützigen Vereinen, Interessengemeinschaften und Interessenvertretungen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Abwasser- und AbfallwirtschaftstechnikerIn", dem der Beruf "EntsorgungstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildungen in den Bereichen Umwelttechnik, Umweltmanagement, Recyclingtechnik,  Verfahrenstechnik o.Ä. bieten gute Voraussetzungen für dieses Berufsfeld.

Umwelttechnik beinhaltet verschiedene berufliche Facetten, Aspekte kostengünstiger Produktion sind davon ebenso berührt wie etwa Fragen der Werbewirksamkeit umweltfreundlicher Produktion.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Viele der notwendigen Kenntnisse und Befähigungen (z.B. Öko-Auditing) werden berufsbegleitend erworben. Lehrgänge wie Umweltmanagement, Management und Umwelt oder Projektmanagement bieten Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Gebiet an.

Spezielle Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Bautechnik, Chemie oder Wirtschaftstechnik mit Schwerpunkten in den Bereichen Umwelttechnik Umweltschutzmanagemen und Umweltmeßtechnik.

Studiengänge: Z.B. Bio- und Umwelttechnik, Energie- und Umweltmanagement sowie Studiengang Verfahrens- und Umwelttechnik. Beispiele sind die Bachelorstudien Umwelt- und Bio-Ressourcenmanagement, Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling sowie Umweltsystemwissenschaften.

Fachprüfungen und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es darüber hinaus für UmweltbetriebsprüferIn - UmweltgutachterIn, Bauökologie, Umwelt- und Energieberatung, Ökologische Beratungsberufe, Umwelt- und Energieberatung u.a.m. Darüber hinaus werden u.a. Universitätslehrgänge für Umweltmanagement, Umweltprüfung und Umweltgutachten von verschiedenen Veranstaltern angeboten.

Arbeitsmöglichkeiten gibt es auch in Form selbständiger Beratungstätigkeit.

 

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