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Altsemitischer Philologe/Philologin

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.780,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Altorientalische Philologie und Archäologie ist eine anthropologische und kulturhistorische Disziplin. Anthropologie bedeutet Menschenkunde.

Fachleute aus dem Bereich Altsemitische Philologie verfügen über ein Verständnis für gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Prozesse. Sie beschäftigen sich wissenschaftlich mit der Sprache, Kunst und Architektur, Kultur, Archäologie und Geschichte sowie Religion der altvorderasiatischen Kulturen.

Philologen und Philologinnen befassen sich hier zum Beispiel mit der Architektur und Kleinkunst Altvorderasiens und der Vergangenheit und Gegenwart von Südarabien. Sie verfügen über semitische Sprachkenntnisse wie etwa Syrisch, Akkadisch oder Altsüdarabisch. Sie erforschen altorientalische Kulturen aufgrund von Primärquellen. Dazu gehören Fundstücke aus der entsprechenden Zeit (z.B. Schriftstücke, Bauwerke, Gegenstände, Knochen), die erhalten geblieben sind. Dazu sammeln, kategorisieren und analysieren sie die Fundstücke.

Archäologie ist eine historische Wissenschaft. Der Begriff "Archäologie"´stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie die „Lehre vom Alten“. Archäologie arbeitet mit ähnlichen Fragestellungen wie die Geschichte. ArchäologInnen nutzen aber die Methode, Fragen vorwiegend mithilfe materieller Spuren und Funde, also Hinterlassenschaften zu beantworten.

Fachleute aus diesem Bereich arbeiten im Auftrag von Museen, Akademien, Forschungs- bzw. Lehrinstitutionen. Allerdings befinden sich die Schwerpunktgebiete der OrientalistInnen in den Krisengebieten des Nahen Ostens. Forschungsvorhaben - wie etwa Grabungsarbeiten vor Ort - sind daher oft nur eingeschränkt möglich.

Siehe auch die Kernberufe Archäologie und Philologie.

Siehe auch:
  • Analytisches Denkvermögen
  • Forschergeist
  • Feinmotorisches Geschick, Fingerspitzengefühl
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Gute Allgemeinbildung
  • Geduld und körperliche Ausdauer für Tätigkeiten in Freien, auch bei Kälte und Hitze
  • Genauigkeit und Sorgfalt

Im Kunsthandel und Versicherungswesen sind ExpertInnen mit archäologischem Know-How gefragt. Sie bestimmen den Wert von Kunstgegenständen, überprüfen deren Echtheit und beraten kulturelle Einrichtungen bei fachbezogenen Fragen.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen etwa als MitarbeiterIn in Unternehmen, die mit dem jeweiligen Kulturraum Verbindungen unterhalten, weiters in

  • österreichischen Institutionen der Sozial- und Integrationsarbeit
  • Organisationen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind
  • Planung und Organisation von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen
  • Medienarbeit (Verlage, Nachrichtenagenturen, Journalismus)
  • Tourismus
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung
  • Wissenschaft, Lehre und Forschung (Hochschulen, Bibliotheken, Archive, Museen)
  • Unterricht an Institutionen der Erwachsenenbildung
  • u.v.a.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Philologe/Philologin", dem der Beruf "Altsemitischer Philologe/Philologin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Universität Wien bietet das Studium "Altorientalische Philologie und Orientalische Archäologie" und weist darauf hin, dass es als anthropologische und (kultur)historische Disziplin anzusehen ist. Dieses Studium vermittelt ein Verständnis für gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Prozesse. Der Studienplan enthält auch die Fächer: Akkadistisch, Altsüdarabisch, Architektur Altvorderasiens, Kleinkunst Altvorderasiens, Semitistik, Sumerologie und Syrisch.

Es gibt auch die Studiengänge:

  • Alte Geschichte und Altertumskunde: UNI Wien
  • Altertumswissenschaften: UNI Salzburg
  • Alte Geschichte und Altertumskunde: UNI Salzburg
  • Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft: UNI Wien
  • Klassische Archäologie: UNI Wien
  • Archäologien: UNI Innsbruck
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterführende Ausbildungen bestehen in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen, z.B. in den Bereichen

  • Fremdsprachen
  • Kulturmanagement
  • Orientalistik
  • Altertumswissenschaften
  • Philosophien und Religionen Asiens
  • Angewandte Kulturwissenschaft
  • Sprachwissenschaft
  • Lehrgang Kultur und Organisation

 

Die MedUni Wien bietet das Masterprogramm Forensische Wissenschaften (Master of Forensic Science). Zielgruppe sind unter anderem ArchäologInnen, NaturwissenschafterInnen, MedizinerInnen und Sachverständige.

Auslandsaufenthalte sollten bereits während des Studiums stattfinden! Feldstudien sowie die Teilnahme an Fachkongressen bieten ebenso die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und sich über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

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