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ArchitektIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.240,- bis € 2.280,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Zum umfassenden Tätigkeitsbereich der ArchitektInnen gehören der gesamte Hochbau, die Gestaltung von Innenräumen sowie der Städtebau und Teilbereiche der Raumplanung.

Architekten und Architektinnen befassen sich mit dem gesamten Lebenszyklus von Gebäuden bzw. Objekten - von der (General)Planung, Baukoordination, Inbetriebnahme, Wartung über die Sanierung bis zum Rückbau. Der Aufgabenbereich umfasst unterschiedlichste Typen von Bauwerken bzw. Objekten. Dazu gehören z.B. Wohnhäuser, Bürogebäude, Industriebauten, Verwaltungsgebäude, Bahnhöfe, Flughäfen, Krankenhäuser, Brücken, Verkehrsanlagen und temporäre Einrichtungen wie Ausstellungen und Messestände.

Architekten und Architektinnen berücksichtigen bei der Gestaltung das Zusammenspiel von Technik, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Sie finden innovative und kreative Antworten auf immer neue Herausforderungen: z.B. die Planung von Gebäuden mit nachhaltigen Baustoffen. Ein Thema ist Smart Building, also die Planung von Gebäuden mit einer gesteigerten Funktionalität durch intelligente Haustechnik. Zudem kommt die Digitalisierung der architektonischen Planung hinzu.

Wichtige Aufgabenfelder sind die Erhaltung und Optimierung der bestehenden Bausubstanz. Das umfasst unter anderem Adaptierungs- und Sanierungsarbeiten, administrative und bauliche Maßnahmen des Denkmalschutzes, Raum- und Verkehrsplanung, Städtebau, Denkmalschutz sowie den Rückbau. Rückbau beinhaltet den Abriss, Abbruch eines Objektes und schließt auch das Entsorgen bzw. das Recycling mit ein.

Siehe auch unter ZiviltechnikerIn.

  • Spezialkenntnisse je nach Sparte
  • Kreativität und Innovationsfähigkeit
  • Freude an Physik (Mechanik, Thermik, Thermodynamik)
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und grafische Kenntnisse
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Durchsetzungs- und Verhandlungskompetenz
  • Interdisziplinäres Denken (über verschiedene Fachbereiche hinweg)

 

Für internationale Projekte sind gute Englischkenntnisse nötig.

Für Architekten und Architektinnen (mit Ziviltechnikerberechtigung) ist eine selbständige Berufsausübung möglich. AbsolventInnen arbeiten entweder im Angestelltenverhältnis oder (mit Ziviltechnikerberechtigung) im eigenen Architekturbüro oder einem ArchitektInnenkollektiv.

Für die selbstständige Berufsausübung als Architekt/Architektin ist nach dem entsprechenden Studium, die vorgesehenen Praxiszeit und die Ablegung der Ziviltechnikprüfung bei der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen erforderlich.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Planungsgesellschaften, in Planungsbüros der Industrie, Architektur- und Bau- und Generalunternehmen, staatlichen und kommunalen Verwaltungen, Industrie- und Handelsunternehmen, in Unternehmen der Wohnungswirtschaft, in Unternehmen des Umweltbereichs sowie in Unternehmen der Kreativwirtschaft und bei den Bauämtern der öffentlichen Bauträger tätig werden.

Architekten/Architektinnen konkurrieren am Arbeitsmarkt oft mit den BauingenieurInnen. BauingenieurInnen sind für die konstruktiv planende Seite zuständig (jedoch kaum für den künstlerischen Teil).

Architekten/Architektinnen treten bei der Suche nach einem Arbeitsplatz teilweise in Konkurrenz mit UniversitätsabsolventInnen der Fachrichtung Bauingenieurwesen oder mit WirtschaftsingenieurInnen aus dem Bereich Bauwesen.

Die Pläne einer Architektin/eines Architekten genießen urheberrechtlichen Schutz nach § 3 und § 8 UrhG. (Infos im österr. Rechtsinformationssystem- RIS).

Karrieremöglichkeiten bestehen unter anderem in den Bereichen industrielle Forschung und Entwicklung im Gebäudebereich, in akademischen und nicht-akademischen Forschungsinstitutionen, als GutachterIn im Öffentlichkeitsdienst und in Consulting Unternehmen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ArchitektIn", dem der Beruf "ArchitektIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Der Begriff „Architekt" ist in Österreich geschützt. Die Berufsbezeichnung Architekt bzw. Architektin darf nur von Mitgliedern der Architektenkammern - nach der Ziviltechnikerprüfung und anschließender Vereidigung - getragen werden.

Zulassungsvoraussetzungen für die Ziviltechnikerprüfung:
Die Prüfung kann für ein Fachgebiet abgelegt werden, die Gegenstand eines Magister-, Master- oder Diplomstudiums einer technischen, naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen, montanistischen oder einer Studienrichtung der Bodenkultur waren. Tagesaktuelle Infos bitte beim Österreichischen Rechtsinformationssystem - RIS einholen!

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen z.B. im Bereich Baurecht und Bauökologie, auch hinsichtlich der Bauobjekte bzw. Spezialisierung auf Industriebauten, Veranstaltungs-, Kultur- oder Sportbauten. Insbesondere gewinnen die Bereiche „Green Building“ und „Smart Building“ (nachhaltiges Bauen und intelligente Gebäudeautomation) zunehmend an Bedeutung.

Neben Kenntnissen in Betriebswirtschaft und Projektmanagement gewinnen rechtliche Belange, kombiniert mit Beratungskompetenz und Verhandlungsgeschick sowie soziale und interkulturelle Kompetenzen (internationale Projekte) verstärkt an Bedeutung.

Möglichkeiten zur akademischen Fort- und Weiterbildung bieten beispielsweise die Universitätslehrgänge Solararchitektur, Tageslicht Architektur, Lichtgestaltung und International Construction Law.

Je nach Tätigkeitsfeld bestehen für ZiviltechnikerInnen im Bereich Architektur zahlreiche Fort- und Weiterbildungsangebote auch zur weiteren Spezialisierung, insbesondere in technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.

ArchitektInnen sind üblicherweise selbststängig tätig. Ansonsten bestehen Aufstiegsmöglichkeiten in Form einer Funktion, z.B. als ProjektleiterIn für Sanierungen oder Denkmalschutz, als ProjektmanagerIn für Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Abnahmeprüfungen oder als AbteilungsleiterIn für Vergabe oder Controlling. Ein beruflicher Aufstieg in einer Angestelltenposition ist durch die kleinteilige Struktur und Organisationsform der österreichischen Architekturbüros nicht immer möglich.

Es gibt das reglementierte Gewerbe (Beratende IngenieurIn) und das Rechtskraftgewerbe (BaumeisterIn). Im Falle der selbstständigen Berufsausübung ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Tagesaktuelle Fassung der Gewerbeordnung im österr. Rechtsinformationssystem: RIS.

Infos über Befähigungsnachweise bei der Wirtschaftskammer Österr: WKO.

Liste der reglementierten Gewerbe: Bundesministerium BMDW.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Architektur
Kunst (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Architektur
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