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KunstgrafikerIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur / Grafik, Druck, Papier und Fotografie
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: nicht bekannt Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend

Tätigkeitsmerkmale

KunstgrafikerInnen gestalten Grafiken, welche sie entweder als künstlerische Werke erstellen. Das können Unikate wie etwa Handzeichnungen, Radierungen sein, ansonsten Druckgrafiken.

Handzeichnungen stellen sie auf verschiedenen Papiersorten mit unterschiedlichen Werkzeugen wie Bleistift oder Feder und Materialien wie z.B. Kreide, Tusche und Kohle her.

Bei der Herstellung von Druckgrafiken wenden sie verschiedene Techniken an. Gängige Techniken sind Hochdruck-, Tiefdruck-, Flachdruck- und Durchdruckverfahren. Bei allen Druckverfahren stellen sie zunächst eine Druckform her. Dabei wird der Entwurf oder die Skizze mit entsprechenden Werkzeugen und Materialien, z.B. ätzende Säuren bei Tiefdruckverfahren, auf die Druckplatten übertragen.

Sie übernehmen das Grafik-Design, das ist die visuelle Gestaltung der in grafischen Elementen enthaltenen schriftlichen und bildlichen Nachrichten. Dazu bestimmen sie den Zeichenstil, das Format und die Auflösung für den Druck oder das Web sowie die einzusetzenden Farben.

Sie zeichnen Skizzen für den Grobentwurf (Scribble). Dann konzipieren sie das Layout, das ist die Anordnung von Text und Bildelementen für die Druckaufbereitung. Je nach KundInnenwunsch erstellen sie Kalligrafien, figürliche Signets (visuelle bewegte Zeichen), Logos für Textildrucke oder Illustrationen.

Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es unter anderem in den Bereichen Vektor-Illustration, Verpackungsgestaltung, Werbegrafik und elektronische Medien.

Siehe den Kernberuf GrafikerIn sowie RestauratorIn und KonservatorIn.

Kreativität, künstlerisches Talent, Blick für Details, Kommunikations- und Teamfähigkeit, je nach angestrebter Tätigkeit: Interesse an Kunst, Kultur und Design, Offenheit für Trends und Zeitgeist, gute Allgemeinbildung.

Bildende KünstlerInnen sind vorwiegend selbstsändig tätig. Ganz allgemein hält in den künstlerisch orientierten Berufen der Trend weg von Angestelltenverhältnissen zu projektbezogener bzw. freiberuflicher Tätigkeit weiter an.

Als AuftraggeberInnen für KünstlerInnen treten vor allem öffentliche Institutionen auf, zum Teil auch Stiftungen großer Bankinstitute und Privatpersonen. Galerien, Ausstellungslokale und Museen bieten Verkaufsmöglichkeiten für Objekte im Rahmen von Ausstellungen und Vernissagen. In der angewandten Kunst werden auch Tätigkeiten wie Buchillustrationen, Restaurierungsarbeiten oder Requisitenbau ausgeübt.

Werbegrafik-Design gehört in Österreich zu den sog. Freien Gewerbe (siehe Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe beim Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort: BMDW.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich in Lehre an Universitäten, Akademien und Fachhochschulen) und in Erwachsenenbildungseinrichtungen, im Kulturmanagement und Kunstjournalismus.

Zur Sicherung der wirtschaftlichen Basis künstlerischen Schaffens kommt dem gesamten Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und dem Kunstmanagement größte Bedeutung zu. Der Verkauf von Bildern und Skulpturen erfolgt zum überwiegenden Teil über Galerien, welche meist in Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen Ausstellungen arrangieren, zum Teil Kunstmessen beschicken und Kontakte ins Ausland vermitteln.

Eine weitere Möglichkeit, die Kunstwerke einem größeren InteressentInnenkreis bekannt zu machen, ist die Teilnahmen an Wettbewerben und Symposien sowie die Erstellung von Katalogen und Werkschauen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KunstmalerIn", dem der Beruf "KunstgrafikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von GrafikerInnen, welche im Bereich Gebrauchsgrafik (Werbegrafik, Informationsgrafik, Industriegrafik etc.) tätig sind, wird üblicherweise eine Ausbildung mit Schwerpunkt auf Grafikdesign oder Mediengestaltung erwartet.

Uni: z.B. Bildende Kunst -Grafik, Design - Grafik Design, Design - Grafik und Werbung, Grafik Design, Grafik-Design und Fotografie,

Privatuni: z.B. Grafikdesign & Mediale Gestaltung, Grafik- & Informationsdesign.

FH: z.B. Medientechnik, Mediendesign, MultiMediaArt, Digital Arts, InterMedia

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Teilnahme an Symposien, der Besuch von Ausstellungen sowie die Absolvierung von Kursen oder Fachhochschul- oder Universtätslehrgängen können der Fort- und Weiterbildung dienen, z.B. Grafikdesign, Produktdesign, Projektmanagement, Vertriebsmanagement, Marketing.

Der Bereich der audiovisuellen Medien (Fernsehen, Internet) erfordert den professionellen Umgang mit 3D-Programmen. Videoschnitt- und Kompositingprogrammen gehört ebenfalls zu den Anwendungsgebieten des Grafikdesigns. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind ebenfalls wichtig.

Je nach angestrebter Spezialisierung bieten sich z.B. die Bereiche Modegrafik, Kunstgrafik, Werbegrafik, Informationsgrafik und Industriegrafik an.

Das Studium Industrial Design ist neben dem künstlerischen Anteil durch vorwiegend technisch-wissenschaftlichen Inhalte bestimmt, Infos im Berufslexikon.

Werbegrafik-Design gehört in Österreich zum Freien Gewerbe. Siehe die Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe beim Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, URL: https://bmdw.gv.at.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kunst (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Angewandte Grafik und visuelle Mediengestaltung
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