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KybernetikerIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.360,- bis € 3.170,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Kybernetik ist die Wissenschaft von den Wirkungsgefügen. Ein Wirkungsgefüge ist ein System (z.B. Auto), dessen Elemente (Karosserie, Motor, Bremse, Reifen) durch unmittelbare gegenseitige Einwirkung miteinander verbunden sind.

In der Kybernetik geht es um die Kunst, nicht-steuerbare Systeme zu steuern. Also chaotische, nicht kontrollierbare natürliche Dynamiken zu kontrollieren indem man sie steuert, dass sie „automatisch“ von selbst und spontan einen vorher eingestellten Wert (Sollwert) anstreben und einhalten. Ein klassisches Beispiel ist die Dampfmaschine; Ein anderes Beispiel ist der Arzt, der einen Patienten während einer Operation mithilfe eines Beatmungsgerätes automatisch und nach individuellem Bedarf (Gewicht, Größe) künstlich versorgt, falls die Eigenatmung plötzlich aussetzt.

KybernetikerInnen befassen sich wissenschaftlich mit Steuer- und Regelungsvorgängen in offenen und geschlossenen Systemen (z.B. Maschinen, Menschen, Organisationen). Sie befassen sich mit der Modellierung, Simulation und Regelung von Systemen unter Einbeziehung systemtheoretischer** Erkenntnismodelle.

KybernetikerInnen handeln nach der Idee der sogenannten kybernetischen Ordnungen. Diese werden oft als Ebenen dargestellt. Die erste Ordnung (erste Ebene) befasst sich mit der Betrachtung eines Elementes des zu untersuchenden Systems oder mit einem Subsystem (Z.B. Bremse, Navi). In der zweiten Ordnung, also der zweiten Ebene erfolgt die Betrachtung „über das System hinaus" (FahrerIn). Danach wird schließlich die Systemebene - die dritte Ebene - dazu gehören andere VerkehrsteilnehmerInnen betrachtet. KybernetikerInnen versuchen auf den verschiedenen Ebenen Lösungsansätze zu finden.

Forschungen erfolgen unter anderem auch in den Bereichen Managementkybernetik, Biokybernetik, Sozialkybernetik: Katastrophen- und Chaostheorie (z.B. Wetter/Klima), Supply-Chain* Management.

Kybernetik-Anwendungen finden sich u.a. in der Robotik, Automatisierungstechnik, Verkehrstelematik, MedizintechnikEnergietechnik. Siehe auch den Lehrberuf Luftfahrzeugtechnik.

 

*Supply-Chain: Material- und Informationsflüsse, die zur Herstellung eines Produktes dienen.

**Die Systemtheorie bezieht auch die Dynamik von Systemen mit ein, die ansonsten nur statisch gesehen werden. Es kann sich dabei um technische, biologische oder soziale Systeme handeln.

Kybernetik ist die Wissenschaft von den Wirkungsgefügen. Ein Wirkungsgefüge ist ein System (z.B. Auto), dessen Elemente (Karosserie, Motor, Bremse, Reifen) durch unmittelbare gegenseitige Einwirkung miteinander verbunden sind.

In der Kybernetik geht es um die Kunst, nicht-steuerbare Systeme zu steuern. Also chaotische, nicht kontrollierbare natürliche Dynamiken zu kontrollieren indem man sie steuert, dass sie „automatisch“ von selbst und spontan einen vorher eingestellten Wert (Sollwert) anstreben und einhalten. Ein klassisches Beispiel ist die Dampfmaschine; Ein anderes Beispiel ist der Arzt, der einen Patienten während einer Operation mithilfe eines Beatmungsgerätes automatisch und nach individuellem Bedarf (Gewicht, Größe) künstlich versorgt, falls die Eigenatmung plötzlich aussetzt.

KybernetikerInnen befassen sich wissenschaftlich mit Steuer- und Regelungsvorgängen in offenen und geschlossenen Systemen (z.B. Maschinen, Menschen, Organisationen). Sie befassen sich mit der Modellierung, Simulation und Regelung von Systemen unter Einbeziehung systemtheoretischer** Erkenntnismodelle.

KybernetikerInnen handeln nach der Idee der sogenannten kybernetischen Ordnungen. Diese werden oft als Ebenen dargestellt. Die erste Ordnung (erste Ebene) befasst sich mit der Betrachtung eines Elementes des zu untersuchenden Systems oder mit einem Subsystem (Z.B. Bremse, Navi). In der zweiten Ordnung, also der zweiten Ebene erfolgt die Betrachtung „über das System hinaus" (FahrerIn). Danach wird schließlich die Systemebene - die dritte Ebene - dazu gehören andere VerkehrsteilnehmerInnen betrachtet. KybernetikerInnen versuchen auf den verschiedenen Ebenen Lösungsansätze zu finden.

Forschungen erfolgen unter anderem auch in den Bereichen Managementkybernetik, Biokybernetik, Sozialkybernetik: Katastrophen- und Chaostheorie (z.B. Wetter/Klima), Supply-Chain* Management.

Kybernetik-Anwendungen finden sich u.a. in der Robotik, Automatisierungstechnik, Verkehrstelematik, MedizintechnikEnergietec ...

Interesse für regelungstechnische Themenstellungen, analytisches Denkvermögen, mathematische Begabung, wissenschaftliche Neugier, grundsätzliches naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, bereichsübergreifendes (interdisziplinäres) Denken, Kontakt- und Teamfähigkeit, Weiterbildungsbereitschaft.

Von Vorteil sind gute Englischkenntnisse (Lesen von Literatur). Im Beruf ist der Umgang mit IT-Tools (Statistiksoftware, Data Mining, Excel) nötig.

Beschäftigungsfelder in diesem Bereich bestehen bei wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsstellen und bei Anwendungen in der Automatisierungs- und Regelungstechnik, Informatik, Wirtschaftsmathematik und andere mehr hat, stehen – vorausgesetzt einer Spezialisierung auf diese Bereiche – auch andere Berufsfelder offen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "InformatikerIn", dem der Beruf "KybernetikerIn " zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es gibt keinen eindeutig geregelten Ausbildungsweg in diesem Wissenschaftsbereich. Interdisziplinäre Fachgebiete und Studiengänge:

Uni: Z.B. Technische Kybernetik, Regelungs- und Automatisierungstechnik, Maschinenbau oder Technische Physik, (Angewandte oder Technische) Informatik, Biologie, Umweltsystemwissenschaften (verschiedene Schwerpunkte), Wirtschaftsmathematik, Elektrotechnik, Mechatronik, Elektrotechnik - Energie- und Automatisierungstechnik, Maschinenbau - Produktionstechnik), Technische Informatik (verschiedene Schwerpunkte).

FH: Z.B. Automatisierungstechnik, Automatisierungstechnik – Wirtschaft, Mechatronik/ Robotik, Systems Design, Surface Engineering and Tribology (Tribologie ist Reibungslehre).

Weiters: Elektronik und Computer Engineering, Produktionstechnik und Organisation, Produktion und Management.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Mathematik, Computational Sciences (CS)
Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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