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ErgonomIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.090,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Ergonomie ist ein Teilbereich der Arbeitswissenschaften. Der Begriff Ergonomie stammt aus dem griechischen ergon (Werk, Arbeit) und nomos (Gesetz, die Lehre).

Ergonomie ist daher die Lehre von der menschengerechten Gestaltung der Arbeit, wobei der Mensch als Komponente des Gesamtsystems „Arbeitsplatz“ betrachtet wird. ErgonomInnen erforschen die biologischen, psychologischen und sozialen Voraussetzungen von Arbeit, um die Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden. Es geht dabei um Fragen der Anpassung von Menschen an Arbeitsmittel bzw. umgekehrt um die Anpassung von Maschinen und der gesamten Arbeitsumwelt an den Menschen.

Anpassungsmöglichkeiten der Arbeitswelt liegen vor allem in

  • der körpergerechten Gestaltung der Arbeitsplätze (Arbeitsgestaltung)
  • der richtigen Beleuchtung und am Bildschirmarbeitsplatz
  • der Beschränkung der Beanspruchung durch die Arbeit auf ein zulässiges Maß
  • der Gestaltung der Umwelteinflüsse
  • dem wirtschaftlichen Einsatz bzw. Nutzung der persönlichen Fähigkeiten

 

ErgonomInnen berücksichtigen medizinische, auch psychologische und Umweltfaktoren. Dabei arbeiten sie in spannenden Projekten mit Fachleuten aus den Bereichen Bionik, Ergotherapie, Arbeitswissenschaften und Gesundheitsmanagement zusammen.

Siehe auch dieBerufsbilder im Bereich Sportwissenschaften.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Lösungsorientiertheit
  • Gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen
  • Argumentative Überzeugungsfähigkeit
  • Kontaktfreude

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in größeren Unternehmen, insbesondere in der Industrie (z.B. in Personalabteilungen, Produktion, Logistik, bis hin zu zentralen Managementpositionen).

ErgonomInnen sind vor allem in den Bereichen Betriebsberatung und Betriebsorganisation tätig. Weitere Arbeitsgebiete liegen in der Arbeitsmedizin, der Lern- und Schulpsychologie sowie der Betriebspädagogik

 

Im Bereich ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Prävention oder Arbeitsmedizin, Gesundheitsförderung und Psychomotorik herrscht grundsätzlich Bedarf an Fachleuten mit entsprechender (Zusatz)Qualifikation.

Es wir seitens der Unternehmen zunehmend als wichtig betrachtet, für optimale menschengerechte Arbeitsumgebungen und Arbeitsabläufe, zu sorgen - vor allem um die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden zu erhalten.

Durch Bildschirmarbeit, viel Sitzen oder falsche Bewegungsmuster steigt der Bedarf gesundheitlichen Schäden präventiv vorzubeugen. Hier können Fachleute mit entsprechender Zusatzqualifikation eine Tätigkeit anstreben: Gleichgewichtsanalysen, Wirbelsäulenscreening, Erlebnispädagogik & Teambuilding.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialwissenschafterIn", dem der Beruf "ErgonomIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Zugang zu diesem Beruf können unterschiedliche Ausbildungen führen, denn es gibt derzeit keine gesetzlich geregelte Ausbildung. Traditionell ist das Kernthema der Ergonomie die Schnittstelle Mensch - Technik.

Das Thema Ergonomie ist üblicherweise Gegenstand von technischen oder ingenieurwissenschaftlichen Studienrichtungen, Informatik/Softwaredesign, Produktdesign, Medizin (Arbeitsmedizin, Medizinische Leistungsphysiologie), Ergotherapie oder Sportwissenschaften.

Ergonomie und die ergonomische Gestaltung von Geräten, Maschinen und Werkzeugen ist oft Thema von spezifischen Weiterbildungsprogrammen.

Die Fachhochschulen bieten verschiedene Studiengänge: Ergotherapie, Physiotherapie, Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die AGAKAR (Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische Rehabilitation) bietet eine Zusatzausbildung für ÜbungsleiterInnen und SportwissenschafterInnen in der ambulanten Herz-Kreislauf-Rehabilitation (www.agakar.at).

Zertifikate können erworben werden: Nordic Walking Basic Instructor, Projektmanagement und Wirtschafts- und Computerführerschein (EBDL und ECDL).

Oft werden die für die Berufe nötigen Kenntnisse und Qualifikationen erst nach einem Studienabschluss und/oder berufsbegleitend erworben. Ein Beispiel dafür ist die REFA-Ausbildung: REFA umfasst ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, wobei jeder Qualifikationsschritt mit einer international anerkannten und standardisierten Urkunde (REFA-Schein) bestätigt wird. Infos auf https://refa-consulting.at.

Aufstiegschancen bestehen in Leitungsfunktionen und, je nach Qualifikation, auch im Gesundheitsmanagement.

Es werden verschiedene Sonderausbildungskurse für die Ausübung von Spezialaufgaben, Lehraufgaben und Führungsaufgaben angeboten. Die Physio Austria bietet Vorträge und Workshops, auch zum Thema selbstständige Berufsausübung, Steuer, Versicherung, Finanzplanung, URL: www.physioaustria.at

Die selbstständige Ausübung des Berufs im Bereich Unternehmensberatung bzw. Unternehmensorganisation gehört zum sogenannten reglementierten Gewerbe und ist an gesetzlich geregelte Voraussetzungen gebunden. Siehe die aktuelle Unternehmensberatungs-Verordnung, URL: www.ris.bka.gv.at

Grundsätzlich ist die selbstständige Tätigkeit in der Sport- und Fitnessbranche möglich (je nach Qualifikation). Ein Beispiel ist die Gründung einer Praxis zur Gesundheitsvorsorge, gemeinsam mit einem/einer SportmedizinerIn bzw. SportwissenschaftlerIn.

Die Durchführung von Trainingstherapie ist in Österreich den Ärzten/ÄrztInnen und Physiotherapeuten/PhysiotherapeutInnen vorbehalten. Tagesaktuelle Infos stehen im im österreichischen Rechtsinformationssystem:

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