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DomotronikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: ab € 2.570,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Domotronik ist ein Kunstwort aus Domus (lat.: Haus) und Elektronik.

DomotronikerInnen befassen sich mit der intelligenten Vernetzung der Haus-, Energie- und Kommunikationstechnik unter Einbeziehung moderner Technologien, wie Informationssysteme sowie Sicherheits- und Assistenzsysteme. Ziel ist es, Gebäude mit Anlagen wie z.B. Beleuchtung, Stromversorgung, Wasserver- und -entsorgung, Klima-, Heizungstechnik auszustatten.

DomotronikerInnen arbeiten auch an der Planung, Konstruktion und Realisation der Infrastruktur von komplexen Gebäuden. Komplexe Gebäude sind z.B. Parkhäuser, Einkaufszentren und Krankenhäuser. Diese Gebäude verfügen über unterschiedlichste gebäudetechnische Anlagen, die von unterschiedlichsten NutzerInnen (medizinisches Personal, HaustechnikerInnen, Reinigungspersonal) benötigt werden.

DomotronikerInnen führen hier die notwendigen Berechnungen, Dimensionierungen, Ausschreibungen und Baubegleitungen durch. Sie erarbeiten Gebäudetechnikkonzepte und beraten AuftraggeberInnen bezüglich Gebäudetechnik.

Außerdem verhandeln sie mit Behörden, PlanerInnen, ArchitektInnen sowie Installations- und Dienstleistungsfirmen. Je nach Projekt arbeiten sie fachübergreifend mit Medizin-TechnikerInnen (Krankenhausbau) oder BaubiologInnen zusammen.

 

 

Der Beruf erfordert Wissen über Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Gestaltung von Schaltanlagen, Automatisierungstechnik und Kommunikation (Bussysteme). Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis sowie

  • Interesse an Elektrotechnik
  • Handgeschicklichkeit
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Bereitschaftsdienst (auch Abends und am Wochenende)
  • Verlässlichkeit: Einhaltung von Serviceterminen
  • Kenntnis der facheinschlägigen Vorschriften
  • Umgang mit Softwaretools: Ausschreibungsprogramme, CAD
  • Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu erfassen und diese verständlich zu kommunizieren

 

Aufgrund der häufig erforderlichen interdisziplinären Zusammenarbeit mit SpezialistInnen aus unterschiedlichsten Fach- und Wissenschaftsbereichen auch ein Maß an Kontakt- und Teamkompetenz nötig.

TechnikerInnen im Außendienst sind meist österreichweit tätig, was Mobilität erfordert sowie die Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten (Rufbereitschaft in Notfällen, Schichtdienst).

DomotronikerInnen arbeiten in Unternehmen des Baugewerbes, Architekturbüros, Ingenieurbüros und weiteren Ziviltechnikbüros, in Hoch- und Tiefbaubetrieben, in Konstruktionsbüros bei Planungsgesellschaften, in Planungsbüros der Industrie oder in Bauämtern der Öffentlichen Bauträger.

In Herstellerfirmen befassen sich BauingenieurInnen für Gebäudetechnik mit der Entwicklung von Komponenten der Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderen das Abklären von Marktbedürfnissen oder die Durchführung von Laborversuchen.

Als ZiviltechnikerInnen befassen sich TechnikerInnen unter anderem mit Begutachtungsverfahren, wasserrechtlichen Fragen.

Viele ExpertInnen sind sich einig, dass durch die Digitalisierung das Betreiben von Bauwerken und Anlagen verbessert, energieeffizienter und kostengünstiger wird.

Fächerübergreifende Kompetenzen sind bedeutsam im netzgebundenen Leben - vom vernetzten Rauchmelder über die selbststeuernde Heizung bis hin zur intelligenten Kaffeemaschine.

Ein aktuelles Thema ist auch die Energieberatung. Ein Haus erergetisch zu sanieren, ist tlw. ein sehr komplexes Problem. ExpertInnen beraten ihre KundInnen über Methoden und Materialien (z.B. Dämmkonzept in Bezug auf bauphysikalische Gegebenheiten), deren Wirksamkeit, Kosten, Nutzen und Fördermöglichkeiten.

Innovationen wie etwa 3D-Drucker werden zunehmend in fast jeder Branche eingesetzt, sei es im Bauwesen, im Werkzeugbau oder in der Medizintechnik. Zur digitalen Transformation gehört auch das Building-Information-Modeling (BIM). BIM ist die digitale Darstellung eines Bauwerkes und seiner Funktionen auf der Basis fortlaufend aktualisierter Daten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BautechnikerIn", dem der Beruf "DomotronikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Fachhochschule Burgenland (Pinkafeld) bietet den Studiengang Gebäudetechnik und Gebäudeautomation.

Die Uni Innsbruck führt den Studiengang Bau- und Umweltingenieurwissenschaften. Das Studium Mechatronik wird mit unterschiedlichen Vertiefungsrichtungen angeboten (z.B. System- und Regelungstechnik, Automatisierungstechnik, oder Energietechnik)

Es gibt verschiedene Masterstudien: Z.B. Infrastrukturwirtschaft/Urban Technologies, Green Building, Smart Building - Energieeffiziente Gebäudetechnik und Nachhaltiges Bauen; Smart Buildings in Smart Cities, Urbane Erneuerbare Energietechnologien und Clinical Engineering.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Universitätslehrgänge gibt es in den Bereichen Solararchitektur, Klimatechnik, Sanierungsmanagement, nachhaltige Entwicklung im Städtebau oder Facility Management, International Construction Law, Life Cycle Management-Bau, Building Science, Urban Strategies, Nachhaltiges Bauen, Future Building Solutions.

Darüber hinaus bieten die technischen Universitäten sowie die Ingenieursvereinigungen Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch Fachmessen und Fachzeitschriften informieren über aktuelle Trends und Entwicklungen.

Die Gebäude der Zukunft sind Wohn- und Lebensräume sowie Arbeitsräume mit gesteigerter Funktionalität und effizienter Energie- und Kostennutzung. Dieser Umstand bietet entsprechende Karrieremöglichkeiten für qualifizierte Fachleute.

Ein komplexes Problem, das sehr viele Gebäude (vor allem Wohnhäuser) betrifft ist der Schimmelpilzbefall. Schimmel stellt eine schnell wachsende Gefahr für Gebäude und deren Werterhaltung und vor allem für die Gesundheit der BewohnerInnen dar. Hier können Fachleute eine Spezialisierungsmöglichkeit anstreben. Sie analysieren Ursachen, informieren über die Wirkungen und schlagen nachhaltig wirksame Maßnahmen vor.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwesen
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