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Zoologe/Zoologin

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.120,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Zoologie ist ein Teilbereich der Biologie. ZoologInnen erforschen und untersuchen das Reich der Tiere, von den tierischen Einzellern bis hin zu großen Säugetieren.

Neben der Aktualisierung und Erweiterung der Systematik* aller Tierarten, untersuchen ZoologInnen die Morphologie, das ist das äußere Erscheinungsbild, die Anatomie und die Physiologie*, das sind die Funktionsweisen des tierischen Organismus.

Zoologen/Zoologinnen kooperieren auch mit anderen Disziplinen der Biologie. Im Bereich der Paläontologie wird die Evolution der Tierwelt rekonstruiert. Ökologische Aspekte werden bei der Untersuchung von Wechselbeziehungen zwischen Tieren und ihrer Umwelt berücksichtigt.

Im Rahmen der Verhaltensbiologie beobachten sie Tiere, um deren Verhalten zu beschreiben und die Entstehung bestimmter Verhaltensweisen zu erklären. Die Entwicklungsbiologie soll dazu beitragen die Evolution und Entfaltung im Tierreich zu erklären. Die tiergeografische Forschung beschäftigt sich mit der Verbreitung und Häufigkeit bestimmter Tierarten in unterschiedlichen Regionen.

 

*Systematik: Einteilung in Kategorien und Klassen, Benennung und Aufzählung
*Morphologie (griech. morphé Gestalt, Form): Lehre von der Struktur und Form der Organismen.
*Physiologie: Lehre von den physikalischen und biochemischen Vorgängen in den Zellen bzw. Lebewesen.

Siehe auch:

Die Arbeit als BiologIn erfordert eine interdisziplinäre Vorgangsweise sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • Fitness und Ausdauer: Langfristig angelegte Beobachtungs- und Versuchsprogramme in freier Natur
  • Gute Wahrnehmung und Beobachtungsgabe
  • Technisches Verständnis: Apparateeinsatz
  • Manchmal ist eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Substanzen(Labortätigkeit) nötig
  • Englischkenntnisse: Literatur, Forschung

 

Es gibt Überschneidungen zu anderen Wissenschaften, wie Chemie, Pharmazie, Physik und Medizin.

Biologie überschneidet sich mit anderen Wissenschaften, wie Chemie, Pharmazie, Physik und Medizin. In der Forschung können ZoologInnen bzw. BiologInnen einerseits auf der Universität arbeiten, anderseits in einem privatwirtschaftlichen Labor der Biomedizin und der Pharma- oder Kosmetikindustrie.

Im Bereich Kommunikation und Information bietet der Wissenschaftsjournalismus, die Wissenschaftskommunikation und die Politikberatung weitere Beschäftigungsmöglichkeiten.

Manche ZoologInnen arbeiten in der Natur wie zum Beispiel in Reservaten, Nationalparks und Tiergärten. Im öffentlichen Dienst sind BiologInnen an Museen, Bundes- und Landeseinrichtungen (z.B. Forstwirtschaftliche Bundesanstalt) tätig.

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld im Bereich Biologie ist auch die Bioinformatik. Damit sind neue Technologien wie Internet of Things, Artificial Intelligence und Data Science (Analyse von Daten) verbunden. Fachleute aus der Biologie können sich in diesen Bereichen engagieren um die beruflichen Chancen zu verbessern.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BiowissenschafterIn", dem der Beruf "Zoologe/Zoologin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

BiologInnen konkurrieren oft mit AbsolventInnen anderer (technischer, medizinischer) Studienrichtungen und sollten sich daher bereits während des Studiums entsprechend spezialisieren.

  • Biologie mit Schwerpunkt Zoologie (verschiedene Anbieter)
  • Zoologie (MSc, Uni Innsbruck und Uni Wien)

 

Verwandte/Interdisziplinäre Studiengänge:

  • Mensch-Tier-Beziehung - Human-Animal Interactions: VetMeduni Wien
  • Pferdewissenschaften: VetMeduni Wien
  • Biomedizin und Biotechnologie: Vetmeduni Wien
  • European Master in Comparative Morphology-Wirbeltiere: VetMeduni Wien
  • Wildtierökologie und Wildtiermanagement: VetMeduni Wien
  • Nutztierwissenschaften: BOKU-Wien
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im wissenschaftlichen Bereich bestehen vor allem durch postgraduale Lehrgänge und Seminare. Ebenso wichtig ist das Studium von Literatur und Fachzeitschriften sowie der Besuch von (internationalen) Symposien und Fachtagungen.

Arbeitsmarktrelevante Zusatzqualifikationen bieten postgraduale Angebote: Z.B. in den Bereichen Management, Technologie und Verfahren, IT-Tools (Analyse, Datenauswertung, Biomonitoring), Massenspektrometrie und molekulare Analytik, Hundepsychologie, TierverhaltensberaterIn, TierenergetikerIn für Kleintiere, Tierkinesiologie, Tier- ErnährungsberaterIn (zum Teil an der Gesundheitsakademie Wien sowie an Universitäten und Fachhochschulen).

Die FH Kufstein bietet den (kostenpflichtigen) Masterlehrgang „Bio Inspired Engineering".

Mit entsprechender beruflicher Erfahrung kann eine Position in der Planung, Organisation und Durchführung interdisziplinärer Forschungsprojekte angestrebt werden.

Voraussetzungen für eine entsprechende Karriere ist meistens eine mehrjährige Berufserfahrung sowie Managementkenntnisse. Auch sehr gute Englischkenntnisse sind sowohl aufgrund der fachlichen Kommunikation, aber auch der starken internationalen Ausrichtung dieses Bereiches unumgänglich.

Die Biologie bietet eine Vielfalt an Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B. Mikrobiologie, Zellbiologie, Humanbiologie oder auch in der biomedizinischen Analytik.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des reglementierten Gewerbes der Handwerke in Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen), oder in Laboratorien. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

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