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Paläontologe/Paläontologin

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.120,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Paläontologie ist die Wissenschaft von der Organismenwelt der Erdgeschichte und verknüpft die Bereiche der Bio- und Geowissenschaften.

Paläo bedeutet altertümlich, ur oder alt. Paläontologie ist im Grenzbereich von Biologie und Geologie angesiedelt und gliedert sich in die Teilbereiche Paläobotanik und Paläozoologie. Die Paläobiologie dagegen befasst sich mit der Erforschung von Organismen.

Die Aufgabe von PaläontologInnen ist es, Fossilienfunde mit der Dynamik ihrer Paläoumwelt und den Paläoklimaten der Erdgeschichte zu verknüpfen (vgl. Website Paläontologische Gesellschaft). Die Kenntnis fossiler Pflanzen, Pflanzengesellschaften und Lebensräume ist dabei von großer Bedeutung für aktuelle Fragestellungen (z.B. Aussterben, Klimaänderungen, Biodiversität). Forschungsbereiche sind

  • Paläobotanik: fossile Pflanzen, Pollen, Sporen
  • Paläozoologie: fossile Lebewesen und Tierreste
  • Palichnologie: Spuren fossiler Lebewesen
  • Paläontologische Evolutionsforschung
  • Paläobiogeografie: Verbreitungsgebiete fossiler Organismen
  • Fossile aquatische Ökosysteme oder Archäobiologie
  • Datierung: zeitliche Einstufung der Fundschichten der Fossilien,
    Bildungsräume der Fundschichten
  • Sedimentologie
  • u.v.a.

 

Siehe auch die Berufe Meteorologe/Meteorologin, GeophysikerIn und AtmosphärenwissenschaftlerIn.

Die Arbeit in der Paläontologie erfordert eine interdisziplinäre Vorgangsweise sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • Fitness und Ausdauer: Langfristig angelegte Beobachtungs- und Versuchsprogramme in freier Natur
  • Gute Wahrnehmung und Beobachtungsgabe
  • Technisches Verständnis: Apparateeinsatz
  • Unempfindlichkeit gegenüber Substanzen: Labortätigkeit, Analysetätigkeiten
  • Englischkenntnisse: Literatur und Expertenaustausch

 

Es gibt Überschneidungen zu anderen Wissenschaften, wie etwa Biologie und Chemie.

Fachleute sind oft in Forschung und Lehre tätig z.B. an Universitäten sowie in Erwachsenenbildungseinrichtungen, weiters im Fossilienhandel und in Museen. 

Im Bereich Kommunikation und Information bietet der Wissenschaftsjournalismus, die Wissenschaftskommunikation und Politikberatung weitere Beschäftigungsmöglichkeiten. Weitere Möglichkeiten bieten unter anderem die Umweltanalytik und Gefahrenbewertung,  humanbiologische Untersuchungsstellen.

 

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld in allen Bereichen der Wissenschaft ist auch die Informatik. Dazu gehören Programmiersprachen und neue Technologien wie Data Intelligence. Es geht oft um die Auswertung großer Datenmengen, z.B. zur Entscheidungsunterstützung oder um bisher noch nicht erkannte Zusammenhänge zu identifizieren.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BiowissenschafterIn", dem der Beruf "Paläontologe/Paläontologin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Paläontologie war früher eine Hilfswissenschaft der Geologie und ist heute eine eigenständige Wissenschaft.

Das Studienfach Paläontologie ist im Rahmen geowissenschaftlicher Studiengänge geführt. Die klassische Paläontologie erfährt inzwischen eine bedeutende Erweiterung in der Geobiologie.

Beispiele für Masterprogramme:

  • Pflanzenwissenschaften
  • Atmoshärenwissenschaften mit Spezialisierung Paläoklimatologie
  • Erdwissenschaften (beinhaltet die Module Biologie und Paläontologie)
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im wissenschaftlichen Bereich sind hauptsächlich durch das Studium von Literatur und Fachzeitschriften sowie durch den Besuch von Symposien und Fachtagungen gegeben. Dazu existieren verschiedene (FH)Studiengänge, wie etwa Data Science und Engineering.

Voraussetzungen für eine entsprechende Karriere ist meistens eine mehrjährige Berufserfahrung sowie Managementkenntnisse. Auch sehr gute Englischkenntnisse sind sowohl aufgrund der fachlichen Kommunikation, aber auch der starken internationalen Ausrichtung dieses Bereiches unumgänglich.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Biologie
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