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Ökotrophologe/Ökotrophologin

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.120,- bis € 3.180,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Ökotrophologie umfasst die Teildisziplinen Ernährungs- und Haushaltswissenschaft. ÖkotrophologInnen befassen sich mit sämtlichen Prozessen und Zusammenhängen, die die Ernährungs- und Haushaltswissenschaften betreffen.

Im Gegensatz zur Ernährungswissenschaft befasst sich die Ökotrophologie neben den naturwissenschaftlich-medizinischen Aspekten der Ernährung zusätzlich mit psycho-soziologischen und ökonomischen Faktoren des Essens und der Ernährung.

Fachleute bearbeiten verschiedene Problemstellungen, die sich aus der Beziehung des Menschen zur Nahrung ergeben. Sie erarbeiten die Grundlagen für eine bedarfsgerechte, ausgewogene Ernährung und für die Zubereitung von Nahrungsmitteln (Bromatologie).

Forschungsschwerpunkte bilden die Einflüsse von Nahrungsinhaltsstoffen auf den menschlichen Organismus, die Entstehung und Prävention ernährungsabhängiger Krankheiten sowie der alters- und lebensstilbedingte Nährstoffbedarf des Menschen.

Tätigkeitsbereiche sind z.B. Entwicklung, Fertigung und Forschung sowie Qualitätskontrolle in der Nahrungsmittelindustrie; Ernährungsfragen im Sport, Ernährungsberatung, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verbraucherinformation oder im Produktmanagement und -marketing.

ÖkotrophologInnen kennen gesetzliche Bestimmungen zur Herstellung von Nahrung z.B. für Kleinkinder und SportlerInnen. Zudem verfügen sie über Kenntnisse zu Verordnungen, Richtlinien und Standards (z.B. HACCP).

Siehe auch unter LebensmittelchemikerIn, DiätologIn und LebensmitteltechnikerIn.

Für die Ausbildung ist naturwissenschaftliches Interesse nötig. Im Beruf ist oft interkulturelle Kompetenz erforderlich (Arbeit mit Personen aus anderen Kulturkreisen) sowie

  • Forschergeist
  • Sprach- und Kommunikationskompetenz: Vermittlung ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse und Vorschläge an KlientInnen oder an die breitere Öffentlichkeit
  • Organisationsgeschick
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Praxisorientiertes Denken und Mobilitätsbereitschaft (Vorträge)

ArbeitgeberInnen sind beispielsweise Verbraucherorganisationen oder der Öffentliche Dienst (z.B. Gesundheitsämter).

Zur Diätbehandlung kranker Personen sind Diätologen/Diätologin berechtigt.

Aufgabenbereiche bestehen auch in der Forschung, im Produktmanagement und Marketing, in der Wirtschaftsberatung und Marktforschung sowie Nahrungs- und Diätberatung (auch als freiberufliche Tätigkeit).

Zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten bietet der Lebensmittel- und Pharmabereich, die Haushaltsgeräteindustrie, Großküchen öffentlicher und privater Einrichtungen (z.B. Spitäler und Pflegeanstalten, Werksküchen in Großbetrieben), Fachreferate von Ministerien und nachgeordneten Dienststellen sowie Krankenkassen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ErnährungswissenschafterIn", dem der Beruf "Ökotrophologe/Ökotrophologin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Ökotrophologie ist ein interdisziplinäres Studienfach, Es setzt sich aus den Teildisziplinen Ernährungs- und der Haushaltswissenschaft zusammen.

Das Studium der Ökotrophologie kann in Deutschland sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen absolviert werden. In Österreich ist ein Studium derzeit nur an Universitäten möglich (Stand: 2019). Siehe unten bei Ausbildungskompass.

Die Ernährungswissenschaften gehören zum Themenfeld der Medizin und Biochemie. Es geht um die Zusammensetzung und Wirkung von Ernährung vor allen Dingen im medizinischen Kontext. Dabei steht der naturwissenschaftliche Aspekt im Mittelpunkt des Studiums. Chemie und Biologie sind neben den technischen Fertigkeiten die zentralen Bestandteile der Ernährungswissenschaften (vgl. Website studieren.at).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Als Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich Bereiche wie Medizin, Therapie, Sozialwirtschaft oder Sozialmanagement an. Aufbauende und weiterbildende Masterstudien sind z.B. Angewandte Ernährungsmedizin - Applied Nutrition Medicine, Angewandte Bioanalytik (diverse Schwerpunkte) oder Lebensmitteltechnologie & Ernährung (BSc, MSc).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Ernährungswissenschaften
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