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BioverfahrenstechnikerIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.420,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Die klassische Verfahrenstechnik bezeichnet die Stoffumwandlung, Stofftrennung sowie die Vereinigung von Stoffen. Die Bioverfahrenstechnik spielt eine wichtige Rolle in der Lebensmittelproduktion und bei der Konservierung (Zusatz-, Farb- und Aromastoffe).

Tätigkeitsmerkmale

BioverfahrenstechnikerInnen befassen sich mit der Verarbeitung, Aufbereitung und Veredelung von pflanzlichen und tierischen Rohstoffen zu Produkten.

In der Bioverfahrenstechnik stehen verfahrenstechnische Prozesse zur Herstellung von Produkten durch den Einsatz von Mikroorganismen wie etwa Hefe und Milchsäurebakterien im Fokus. BioverfahrenstechnikerInnen mischen und erzeugen Substanzen und Produkte für die Ernährung und für pharmazeutische Anwendungen.

BioverfahrenstechnikerInnen befassen sich auch mit der Verfahrensentwicklung im Rahmen der Produktion von Enzymen. Das umfasst auch den Einsatz, die Bedienung und Pflege der Produktionsanlagen und Geräte. Beispiele sind Gefriertrocknungsanlagen, Fermentationsanlagen, Säulenmischer, Zentrifugen, Medientanks, Dosenabfüllstationen und die dazugehörenden Systeme zur Prozessüberwachung.

Forschungs- und Anwendungsbereiche sind z.B.

  • Bioprozesstechnik
  • Ernährungswissenschaften
  • Probiotika in der Tierernährung
  • Biomedizin und Biopharmazie
  • Zellulosechemie der Papier- und Zellstoffindustrie
  • Betrieb von Kläranlagen und Biogasanlagen
  • Wirbelschichtverfahren um Milchsäurebakterien zu konservieren
Siehe auch:
  • Analytisches Denkvermögen
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Belastung durch Lärm, Hitze, Dämpfe
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Laufstegen an Großanlagen
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten: In Produktionsstätten herrscht meist Schichtbetrieb
  • Körperliche Belastbarkeit: Montage schwerer Gegenstände
  • Umgang mit Softwaretools: Für Analysen und Simulationen

 

BioverfahrenstechnikerInnen arbeiten in unterschiedlichsten Unternehmen, z.B. in der Entwicklung und Produktion von Nahrungsmittel, Futtermittel sowie:

  • Pharmaindustrie: Biopharmazie
  • Umwelttechnik: biologische Abwasserbehandlung
  • Öffentlicher Dienst: Genehmigungs- und Kontrollbehörden
  • Behörden: Technische Überwachung und Abnahme
  • Hochschulen: Lehre und Forschung
  • Biomedizin
  • Papier- und Zellstoffindustrie: Zellulosechemie
  • Betrieb von Kläranlagen und Biogasanlagen

Die Bereiche Umwelttechnik und Sicherheitstechnik gelten als Wachstumsbranchen, ebenso die computergesteuerte Prozessautomation (Industrie 4.0 und Smart Manufacturing), bei der die Produktionsabläufe durch intelligente Maschinen gesteuert sind.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "VerfahrenstechnikerIn", dem der Beruf "BioverfahrenstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die technischen Universitäten (TU Graz, TU Wien) bieten jeweils einschlägige Studiengänge im Bereich Verfahrenstechnik. Einige Studiengänge bieten Module zur Vertiefung (z.B. Papier- und Zellstofftechnik) oder die Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet, z.B:

  • Verfahrenstechnik
  • Bioverfahrenstechnik
  • Biotechnische Verfahren
  • Verfahrenstechnische Produktion
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

In der Verfahrenstechnik bestehen unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen:

  • Paper & Pulp Technology
  • Safety in the Food Chain
  • Innovationsmanagement
  • Umwelt- & Energierecht
  • Technik und Recht
  • Supply-Chain Management

Je nach Größe und Struktur des Unternehmens besteht der Aufstieg in eine leitende Position oder Funktion, etwa als WerkmeisterIn, AbteilungsleiterIn oder in der Entwicklung innovativer Produkte, ansonsten in der Projektplanung oder als Requirement Engineer.

Requirement Engineering (Anforderungsmanagement) umfasst die Ermittlung, Analyse, Dokumentation, Validierung und Verwaltung von Anforderungen sowie die Ermittlung und Abklärung von Aufwandsabschätzungen und Machbarkeitsstudien.

AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen können eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn anstreben.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung, etwa im Rahmen des reglementierten Gewerbes der Handwerke in Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen), Unternehmensberatung. Nähere Infos bietet z.B. die Wirtschaftskammer Österreich.

Tagesaktuelle Fassung der Gewerbeordnung im österr. Rechtsinformationssystem: RIS.

Infos über Befähigungsnachweise bei der Wirtschaftskammer Österr: WKO.

Liste der reglementierten und freien Gewerbe: Bundesministerium: BMDW.

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