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HumangeografIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.590,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Humangeografie (Anthropogeographie) beschäftigt sich mit den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Erde, insbesondere mit der vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft. Es geht um räumliche Ordnungen und Mustern gesellschaftlichen Handelns.

Forschungsprojekte bestehen unter anderem in der geographischen Stadtforschung, in Kulturgeographie und die politische Geographie, Gesellschafts-Umweltforschung sowie Geographie humanitärer Hilfe.

Fachleute der Humangeographie stellen lokale, regionale, nationale, kontinentale und globale Raumstrukturen und Raumprozesse dar. Das erfolgt auf verschiedenen Maßstabsebenen, also geographischen Dimensionen. Sie analysieren diese Strukturen und bilden sie als Flächen, Punkte oder Linien ab. Beispiele: Nationalstaaten als Flächenelemente, Siedlungen als spezifisches Punktmuster, BerufspendlerInnen als Linienmuster oder Netzwerke.

Forschungs- und Arbeitsgegenstände sind unter anderem: Bevölkerungs- und Sozialgeografie, städtischer und ländlicher Lebensraum, Wirtschaftsgeografie und politische Geografie.

Methodisch arbeiten HumangeografInnen mit zum Teil hochkomplexen formalen, meist mathematischen Modellen, unter Einbeziehung einer großen Anzahl von Theorien und Theorieansätzen aus den Nachbarwissenschaften (z.B. Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsgeografie).

GeografInnen erstellen – differenziert nach Forschungsschwerpunkten – konkrete, regionale Untersuchungen zu Themen wie Migrationsforschung, Fremdenverkehr und Freizeitverhalten (Sozial- und Bevölkerungsgeografie), Slumbildung, Verstädterungstendenzen in der sog. Dritten Welt, also den Entwicklungsländern (Stadtgeografie), regionale Disparitäten oder regionale Arbeitslosigkeit (Wirtschaftsgeografie).

Siehe die Berufe GeografIn (Landschafts-, Regional- und Stadtmanagement) und GeologIn.

Analytisches Denkvermögen, mathematische Begabung, Genauigkeit, grafische Kenntnisse, räumliches Vorstellungsvermögen, Kontakt- und Teamfähigkeit, Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit, gute Englischkenntnisse.

GeografInnen finden in unterschiedlichen Bereichen Beschäftigung: Im öffentlichen Dienst in der Regional-, Stadt-, Orts-, Standort-, Vertriebs-, Verkehrs- und Tourismusplanung. In kartografischen Anstalten und Verlagen. Im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen. In Institutionen/Dienststellen der Landesplanung und des Städtebaus, im Rahmen statistischer Dienste und Militärgeographie

In Unternehmen: Im Bauwesen, Melde- und Ordnungswesen, Windparks und Solaranlagen, Rettungswesen sowie im gesamten Dienstleistungssektor.

Auch Institutionen und Organisationen im internationalen und EU-Bereich bieten Aufgabenfelder, etwa in sozialwissenschaftlichen Bereichen wie Demoskopie, Demografie und Marktforschung.

In Lehre und Forschung an Universitäten; Fachberatung in Medien sowie im Fachjournalismus), Umwelt- und Naturschutz, Entsorgungswirtschaft, Stadt- und Kommunalmarketing, Regionalentwicklung - auch in oder für Entwicklungsländer.

Der Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen (VGDH) bietet Infos über Universitäten, die Institute für Geographie, Raumforschung und Regionalforschung führen, URL: http://vgdh.geographie.

Humangeographie ist eine Raumwissenschaft (Wissenschaft vom Raum)

Wie alle Geographen, teilen auch Humangeographen die Welt nach Kategorien wie Raum und Ort (engl. space and place), Region und Territorium, Staaten und Kontinente ein. Ausgenommen der Weltraum und räumliche Strukturen von Zellen oder Atomen. Es geht um räumliche Ordnungen und Mustern gesellschaftlichen Handelns. Entsprechend bestehen berufliche Aussichten in vielfältigen Bereichen und angrenzenden Disziplinen.

Forschungsprojekte bestehen unter anderem in der geographischen Stadtforschung, in Kulturgeographie und die politische Geographie, Gesellschafts-Umweltforschung sowie Geographie humanitärer Hilfe.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GeowissenschafterIn", dem der Beruf "HumangeografIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Geographie (BSc, MSc), Beispiele für Uni-Masterstudien:

Urban Studies: Das englischsprachige Joint-Studium bermittelt Kenntnisse zur Analyse städtischer Gesellschaften und urbaner Räume in Europa mit Hilfe einschlägiger und fortgeschrittener Methoden.

Raumforschung und Raumordnung: Interdisziplinär ausgerichtetes Studium (Geographie, Soziologie, Ökonomie, Architektur, Städtebau, Verkehrswissenschaften und andere). Problemadäquate Analyse der räumlichen Planung. Dazu gehört die Politik und Planung von Staat und Kommunen zur leitbildgerechten Entwicklung und rdnung der Lebensräume.

Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung: Das Masterstudium vermittelt Kenntnisse im Bereich Tourismusgeographie und die der Anwendung geographischer Technologien (geographische Informationssysteme, Fernerkundung, Kartographie, Geostatistik).

Umweltsystemwissenschaften – Geographie: Masterstudium zur Spezialisierung in Gebirgs- und Klimageographie oder Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.

Kartographie und Geoinformation: Das Studium vermittelt Kompetenzen der Kartographie und der raumbezogenen Informationsverarbeitung: Z.B. Visualisierung von Geodaten, Datenverarbeitung für unterschiedliche Medien, Nutzung graphischer Hard- und Softwarekomponenten.

Gebirgs- und Klimageographie: Masterstudium mit Spezialisierung der Schwerpunkte Klimatologie und Klimageographie, Hydrologie und Hydrogeographie sowie Geomorphologie und Naturgefahrenforschung mit räumlichem Fokus auf (Hoch-)Gebirge und methodischem Fokus auf Geographische Technologie.

Geographie und Regionalforschung: Das Masterstudium beschäftigt sich mit Prozessen in der Stadt- und Regionalentwicklung und Veränderungen der natürlichen Umwelt. sowie Ansätze der Natur- und Sozialwissenschaften zur Anwendung auf geographische Fragestellungen.

Geografie, Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit: An der Schnittstellen zwischen Gesellschaft und Umwelt vermittelt das Masterstudium unter anderem Aspekte der Mensch-Umwelt-Beziehung, Theorien und Strategien räumlicher Entwicklung, Geographische Arbeitsmethoden.

Geosciences: Masterstudium zur Erweiterung und Vertiefung in Geologie, Paläontologie und Stratigraphie, Petrologie und Geochemie, Mineralogie und Hydrochemie, Hydrogeologie und Ingenieurgeologie.

Computational Geosciences: Das Studium vermittelt Kenntnisse zur Prozessmodellierung und Simulation als unverzichtbare Werkzeuge erdwissenschaftlicher Forschung.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, auch im Rahmen von Kursen und Schulungen der großen Berufsbildungsinstitute.

Relevante Themen sind unter anderem: Regionaler Strukturwandel und Regionalentwicklung, Innovations- und Regionalpolitik, Gebietsschutzpolitik und Flächenmanagement, periphere ländliche Regionen, Politische Geographie.

Universitätslehrgänge gibt es in unterschiedlichen Bereichen, z.B. Softwaredesign, Qualitätsmanagement, Data Science, Business-Intelligence, Business Process Management.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen der Ingenieursvereinigungen und ähnlicher Berufsvertretungen.

Forschungs- und Entwicklungsbereiche sind z.B. Ökosystemwissenschaften, Umweltplanung, Fernerkundung, Satellitengeodäsie, Bohr- und Sprengtechnik, Kartografie, Gebäude und Landesvermessung, Data Science sowie Qualitätsmanagement.

Sehr gute Englischkenntnisse sind sowohl aufgrund der fachlichen Kommunikation sowie der starken internationalen Ausrichtung dieses Bereiches unumgänglich.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Geografie
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