Ausbildungsform auswählen

AfrikanistIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.780,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

AfrikanistInnen beschäftigen sich wissenschaftlich mit der Erforschung und Beschreibung afrikanischer Gesellschaften, insbesondere deren Geschichte, Sprachen und Literatur.

AfrikanistInnen verstehen sich darüber hinaus als MittlerInnen zwischen den Kulturen bzw. organisieren die Schnittstellen zwischen Kultur und Wirtschaft. Zudem finden sich Tätigkeitsfelder im Bereich Kulturwissenschaften, etwa in der Kulturförderung, Vermittlung von Kunst und Kultur in Kulturverwaltungen, Non-Profit Organisationen, Museen und Sponsoring-Abteilungen.

AfrikanistInnen können in Import- und Exportabteilungen, als GerichtsdolmetscherIn oder im internationalen Marketing tätig sein.

Siehe auch:
  • Freude an der Sprache und Kultur
  • Grundlegende interkulturelle Kompetenz
  • Gutes Hörvermögen und Sprechvermögen
  • Gute Allgemeinbildung
  • Analytisches Denkvermögen
  • Mobilitätsbereitschaft

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen etwa als MitarbeiterIn in Unternehmen, die mit dem jeweiligen Kulturraum Verbindungen unterhalten. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten sind z.B:

  • Österreichische Institutionen der Sozial- und Integrationsarbeit
  • Nationale und internationale Organisationen, z.B. Entwicklungszusammenarbeit
  • diplomatischen Dienst
  • Planung und Organisation von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen
  • Medienarbeit: Verlage, Nachrichtenagenturen, Journalismus
  • Tourismus
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung
  • Hochschulen, Bibliotheken, Archive, Museen
  • Institutionen der Erwachsenenbildung
  • u.v.a.

Zum Teil können AfrikanistInnen im Rahmen von internationalen politischen Veranstaltungen und Konferenzen tätig sein, auch als ÜbersetzerIn für Fachtexte, Gebrauchsanweisungen oder Arzneimittel-Beipackzettel. Als DolmetscherIn können sie vor Gericht, bei Behörden, politischen Organisationen oder Radio und TV-Anstalten mitarbeiten. Um in diesen Bereichen besser Fuß fassen zu können, empfehlen sich einschlägige Zertifikate und Abschlüsse.

Workshops und detaillierte Informationen bietet auch die UNIVERSITAS Austria - Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, URL: https://www.universitas.org.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Philologe/Philologin", dem der Beruf "AfrikanistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Universität Wien bietet verschiedene Studiengänge, z.B. Afrikawissenschaften mit Schwerpunkt Afrikanische Sprachwissenschaft, Afrikanische Literaturwissenschaft oder Geschichte und Gesellschaften Afrikas.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterführende Ausbildungen bestehen in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen, z.B. Orientalistik, Kulturmanagement, Altertumswissenschaften, Classica et Orientalia, Angewandte Kulturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Lehrgang Kultur und Organisation.

Für Tätigkeiten bei Forschungsprojekten sind z.B. häufig Zusatzkenntnisse im Projektmanagement nötig. Auslandsaufenthalte sollten bereits während des Studiums stattfinden! Feldstudien sowie die Teilnahme an Fachkongressen bieten ebenso die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und sich über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Je nach Interesse und Qualifikation kann eine leitende Position angestrebt werden, etwa in Übersetzungs- und Dolmetscherbüros, in der Technischen Redaktion, in der Medienauswertung, im Tourismus, bei Verlagen im Lektorat, in der Dokumentation oder in der Lexikografie.

Gefragt sind AfrikanistInnen immer wieder in Projekten der Computerlinguistik und Datenverarbeitung, z.B. Human-Centered Computing (FH OÖ) oder Data Science (FH Kufstein, FH St. Pölten).

Berufliche Entwicklungschancen bestehen zum Teil in der automatischen Aufbereitung und Erschließung großer Datenmengen sprachlich vorliegender Informationen, z.B. Data Science. Hier geht es häufig darum, in einer „Masse" (Big Data) „wertvolle Inhalte" (Smart Data) und statistische Zusammenhänge herauszufinden.

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Wissenschaft, Forschung und Entwicklung" anzeigen