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Agrarbiolog(e)in

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

AgrarbiologInnen beschäftigen sich mit den biologischen Grundlagen für die Erzeugung von Nahrungsmitteln für Mensch und Tier.

Sie befassen sich mit Themen der Umweltsicherung und den Erhalt natürlicher Ressourcen. Sie erforschen genetische und physiologische Grundlagen von Nutztieren und Pflanzen. Somit versuchen sie zur Erzeugung von verbrauchergerechten Lebensmittel, zur Tiergesundheit, der Ressourceneffizienz bei der Zucht sowie zur tier- und umweltgerechten Haltung beizutragen.

AgrarbiologInnen können auch in der Pflanzenproduktion arbeiten, z.B. in der Züchtungsforschung, in der Erforschung der Interaktion zwischen Krankheiten und Standortfaktoren in Projekten zu Resistenzzüchtungen* von Nutzpflanzen u.v.a.

Siehe auch die Berufe BiologIn und GenetikerIn.

 

*Resistenz: Widerstandskraft gegen Schädlinge und Krankheiten wie etwa Blattläuse, Mehltau, Feuerbrand oder Winterfrost.

Die beruflichen Anforderungen an AgrarbiologInnen bzw. AgraringenieurInnen für Agrarbiologie hängen in hohem Maße von der spezifischen beruflichen Tätigkeit ab. Voraussetzungen sind vor allem:

Naturwissenschaftliches Grundverständnis, kommunikative Fähigkeiten (Beratungstätigkeit, Schulungen, politische Willensbildung, gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit).

Weitere berufliche Anforderungen können körperliche Unempfindlichkeit (Umgang mit Chemikalien u.Ä.) sowie Bereitschaft zur Mobilität (Reisetätigkeit zu landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch zu internationalen Gremien) und zur Weiterbildung (neue Produkte, Produktionsverfahren und Tierhaltungsmethoden etc.) sein.

Neben der Tätigkeit im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb (Produktion, Vermarktung) arbeiten AgrarbiologInnen bzw. AgraringenieurInnen in der Genussmittelindustrie. Es besteht zudem die Möglichkeit im Bereich Unterricht und Forschung zu arbeiten (Universitäten, Landwirtschaftsschulen, Bildungseinrichtungen, Industrie).

AgrarbiologInnen können auch als BeraterIn für landwirtschaftliche Betriebe tätig sein oder verschiedene Funktionen in Bereichen der politischen Planung und Verwaltung sowie bei Interessenvertretungen (Genossenschaften, Kammern sowie Einrichtungen der Bundes- und Landesverwaltung) erfüllen, etwa als GutachterIn oder als SachverständigeR.

Managementfunktionen in landwirtschaftlichen Großunternehmen sowie der landwirtschaftlichen Zulieferindustrie (z.B. Saat-, Futter-, Düngemittelindustrie, Landmaschinenindustrie, Holz verarbeitende Industrie) zählen ebenso zum Tätigkeitsspektrum.

AgrarbiologInnen, die im Bereich des Umweltschutzes tätig sind, bewerten und beurteilen z.B. die Auswirkungen von Immissionen (Einwirkungen) auf die Landwirtschaft (Wasser- und Bodenverunreinigungen, Überdüngung etc.). Sie kontrollieren zudem die Emissionen (Auswirkungen) landwirtschaftlicher Betriebe, z.B. Geruch, Lärm, Abwässer und Abfälle.

Weitere typische Aufgabengebiete in diesem Bereich sind die Ausarbeitung und Planung von Natur- und Landschaftsschutzauflagen sowie die Renaturierung von geschädigten Gebieten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "AgrarwissenschafterIn", dem der Beruf "Agrarbiolog(e)in" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Agrarbiologie (BOKU Wien).

Beispiele für Masterstudien:
Agrar- und Ernährungswirtschaft, Lebensmittelwissenschaften und -technologie, Phytomedizin, Nutztierwissenschaften, Nutzpflanzenwissenschaften; Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft; Safety in the Food Chain; Wildtierökologie und Wildtiermanagement; Horticultural Sciences (alle BOKU Wien).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich u.a. im Rahmen von Universitätslehrgängen, aufbauenden und weiterführenden Masterprogrammen, z.B. Agrarmarketing, Umwelt und Bioressourcenmanagement, Regionalmanagement, Biotechnologie, Forstwissenschaften, Agrar- und Umweltpädagogik-Lehramt (Hochschule für Agrar- und Umweltpäd. Wien).

Darüber hinaus gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten in Bereichen Management, Recht, Internationale Studien u.Ä.

Für AbsolventInnen einer Studienrichtung der Bodenkultur besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bodenkultur (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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