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BaustatikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: ab € 2.570,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

BaustatikerInnen prüfen Konstruktionen auf ihre Belastungsfähigkeit und berechnen das Tragverhalten von Bauwerken und Tragwerken. Dazu gehören Decken, Balken, Stützen, Wände, Fundamente.

BaustatikerInnen befassen sich mit statischen Berechnungsverfahren, indem sie verschiedene Messungen durchführen. Dabei geht es oft um Auswirkung von Kräften, Spannungen und Verformungen. Sie unterscheiden dabei sogenannte angreifende werkstoffabhängige Einflussfaktoren. Äußere Einflussfaktoren sind z.B. Schneelast, Verkehrslast, Windlast und Erdbeben. Zu den inneren Einflussfaktoren gehört unter anderem die Dehnung von Materialien.

Auf Basis der durch Messung gewonnenen Daten entwickeln sie mit ihrem Expertenteam gebrauchstaugliche und sichere Konstruktionsvorschläge. Weiters kontrollieren sie Schalungs- und Bewehrungspläne. Sie bilden eine Schnittstellenfunktion zu ArchitektInnen, BautechnikerInnen und BauherrInnen und sorgen so für einen reibungslosen Ablauf der Projekte.

BaustatikerInnen arbeiten mit SpezialistInnen aus verschiedenen Fachgebieten, wie z.B. VermessungstechnikerInnen, HydrotechnikerInnen, GeochemikerInnen zusammen.

Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie

  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Mathematisches Verständnis: Statische Berechnungen, Windlast usw.
  • Interesse an Physik: Thermik, Thermodynamik, Mechanik, Schall usw.
  • Problemlösungsfähigkeit und Kreativität: Individuelle Lösungen finden, abwiegen zwischen Kosten und Nutzen
  • Verhandlungskompetenz

 

Dieser Beruf erfordert üblicherweise Führungs- und Durchsetzungskompetenz.

 

BaustatikerInnen finden in Unternehmen des Baugewerbes, Architekturbüros, Ingenieurbüros und weiteren Ziviltechnikbüros, in Hoch- und Tiefbaubetrieben, in Konstruktionsbüros bei Planungsgesellschaften, in Planungsbüros der Industrie, in Bauämtern der Öffentlichen Bauträger, sowie als Selbstständige Beschäftigung.

Der Einfluss der Bauökologie/Baubiologie erstreckt sich über das Bedürfnis der Menschen hinaus bis zur tlw. gesetzlich verankerten Nachweisführung (Vorschriften, Grenzwerte sowie weitere vorgegebenen Richtlinien).

Zur digitalen Transformation gehören auch Innovationen wie etwa der 3D-Druck. 3D-Drucker werden in fast jeder Branche eingesetzt, sei es in der Architektur, Luftfahrt oder in der Zahnmedizin. Baugruppen zur Gewichtsreduzierung, Fertigungsprozesse für komplexe Geometrien, sogar Metallgebilde für Designobjekte und Türgriffe sind möglich.

Karrieremöglichkeiten bestehen daher auch in den Bereichen industrielle Forschung und Entwicklung im Gebäudebereich, in akademischen und nicht-akademischen Forschungsinstitutionen, im Öffentlichkeitsdienst und in Consulting Unternehmen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BautechnikerIn", dem der Beruf "BaustatikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von BaustatikerInnen wird das Grundstudium im Bereich Architektur oder Bauingenieurwesen erwartet -mit der Spezialisierung auf dem Gebiet Baustatik.

BauingenieurInnen spezialisieren sich oft erst sich im Laufe ihres Berufslebens auf eine Bausparte (Hochbau, Tiefbau) oder bestimmte Aufgabenbereiche, wie Statik, Baudynamik (Erdbebensicherheit, Baurevitalisierung) usw.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Möglichkeiten zur akademischen Weiterbildung bieten beispielsweise die Universitätslehrgänge in den Bereichen Solararchitektur, Klimatechnik, Sanierungsmanagement, nachhaltige Entwicklung im Städtebau oder Facility Management, International Construction Law, Life Cycle Management-Bau, Building Science, Urban Strategies, MEng Nachhaltiges Bauen, Future Building Solutions.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen etwa in Funktionen wie Projektleitung, Abteilungsleitung, leitendeR KonstruktionstechnikerIn und - je nach Qualifikation - als VerkaufsleiterIn oder QualitätsmanagerIn.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Tagesaktuelle Fassung der Gewerbeordnung im österr. Rechtsinformationssystem: RIS.

Infos über Befähigungsnachweise bei der Wirtschaftskammer Österr: WKO.

Liste der reglementierten Gewerbe: BMDW.

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