Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.
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BaustofftechnikerInnen beschäftigen sich mit der Entwicklung, Herstellung und Verbesserung von Materialien, die im Bauwesen eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Beton, Zement, Gips, Stahl, Aluminium oder Naturstein, aber auch moderne Bauprodukte wie Dämmstoffe, Isoliermaterialien oder Glasfasern. Ziel ihrer Arbeit ist es, neue und bestehende Baustoffe so zu entwickeln bzw. zu optimieren, dass sie den technischen Anforderungen von Bauprojekten entsprechen und gleichzeitig wirtschaftlich und langlebig sind.
Ein wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit ist die Untersuchung der Eigenschaften von Baustoffen. Mithilfe chemischer und physikalischer Prüfverfahren analysieren sie beispielsweise die Härte oder Festigkeit von Materialien und testen deren Verhalten unter verschiedenen Belastungen. Dabei werden etwa Einwirkungen durch Hitze, Kälte, Druck oder Feuchtigkeit simuliert. Die Untersuchungen finden meist in Labors statt, wo BaustofftechnikerInnen Messgeräte oder Mikroskope einsetzen und Versuchsreihen durchführen. Die Ergebnisse werden sorgfältig dokumentiert und dienen unter anderem der Qualitätskontrolle sowie der Weiterentwicklung der Materialien.
Darüber hinaus gewinnt die Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Baustoffe zunehmend an Bedeutung. BaustofftechnikerInnen befassen sich daher verstärkt mit Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Bambus, Stroh oder anderen Naturfasern. Neben der technischen Leistungsfähigkeit prüfen sie auch die Umweltverträglichkeit und Recyclingfähigkeit der Baustoffe. Bei ihrer Arbeit stehen sie häufig in engem Austausch mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen des Bauwesens, etwa mit BaustatikerInnen, BauingenieurInnen oder ChemikerInnen, um geeignete Materialien für konkrete Bauprojekte zu entwickeln und einzusetzen.
Typische Tätigkeiten sind z.B.:
Auf dem Bild ist ein Kunststofftechniker zu sehen, der in einer Werkstatt an einem großen Bauteil arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioDer Kunststofftechniker auf dem Bild arbeitet in einer Werkstattumgebung an der Montage eines großen Bauteils.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt zwei KunststofftechnikerInnen in einem industriellen Umfeld, die mit Schutzkleidung an der Herstellung von Verbundwerkstoffen arbeiten.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild arbeiten zwei KunststofftechnikerInnen in Schutzkleidung an der Fertigung eines faserverstärkten Kunststoffteils.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Kunststofftechniker zu sehen, der in einer Werkstatt an einem großen gebogenen Verbundmaterial arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.
Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:
Das Planungswesen übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des ökologischen und digitalen Wandels. Der Bereich entwickelt sich weg von der rein baulichen Gestaltung hin zu einer ganzheitlichen, datenbasierten Modellierung von Lebensräumen. Angesichts knapper werdender Flächen und strenger Klimaschutzvorgaben stehen komplexe Konzepte für die Stadt- und Raumplanung sowie eine effiziente Wasser- und Infrastrukturbewirtschaftung im Vordergrund. Die Planung von Projekten findet dabei immer häufiger in einem digitalen Zwilling statt, was die gesamte Prozesskette von der ersten Vermessung bis zum fertigen Bauentwurf präziser und ressourcenschonender macht. Da fundierte Planungsleistungen das Fundament für jedes nachhaltige Bauvorhaben bilden, bleibt dieser Bereich krisenresistent und bietet gute Aussichten für Fachkräfte.
BaustofftechnikerInnen verfügen über umfassende Kenntnisse verschiedener Baustoffe. Im Hochbau kommen beispielsweise immer häufiger umweltfreundliche Materialien zum Einsatz, wobei insbesondere die Nachfrage nach organischen Baumaterialien zunimmt. Neben umweltfreundlichen und schadstoffarmen Baustoffen sind vor allem Lösungen, die die Energieeffizienz erhöhen, z.B. durch Isolierungs- und Dämmungsmaterialien, von großer Bedeutung. Vertiefte Kenntnisse in diesen Bereichen können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich verbessern.
Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "WerkstofftechnikerIn", dem der Beruf "BaustofftechnikerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:
Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):
Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.
Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen im Bereich Werkstofftechnik. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.
Das Bachelorstudium "Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie" an der Montanuniversität Leoben umfasst beispielsweise Ausbildungsinhalte wie Mathematik, Chemie, Physik, Technische Mechanik, Statistik, Werkstofftechnik, Responsible Engineering und Circular Engineering. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien im Bereich Materialwissenschaften, wie z.B. "Building Materials and Ceramics", werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert.
Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.
Dieser Beruf kann auch auf schulischem Niveau erlernt werden, siehe BaustofftechnikerIn (Mittlere/Höhere Schulen).
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:| Fachhochschulstudium Bauingenieurwesen - Entwurf und Konstruktion (MSc) (öffnen) Masterstudium (FH) |
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FH Kärnten - Campus Spittal an der Drau (öffnen) 9800 Spittal an der Drau, Villacher Straße 1 Tel.: +43 (0)5 90 500 -5101, https://www.fh-kaernten.at |
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| Fachhochschulstudium Bauplanung und Bauwirtschaft (BSc) (öffnen) Bachelorstudium (FH) |
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FH Joanneum - Standort Graz (öffnen) 8020 Graz, Alte Poststraße 147, Weitere Adressen: Alte Poststraße 147, 149, 152 + 154; Eggenberger Allee 11 + 13; Eckertstraße 30i Tel.: +43 (0)316 / 54 53-8200, Fax: +43 (0)316 / 54 53-8201, https://www.fh-joanneum.at |
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| Universitätsstudium Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie (BSc) (öffnen) Bachelorstudium (UNI) |
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Montanuniversität Leoben (öffnen) 8700 Leoben, Franz Josef-Straße 18 Tel.: +43 (0)3842 / 402 -0, Fax: +43 (0)3842 / 402 -7702, http://www.unileoben.ac.at/ |
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| Universitätsstudium Bauingenieurwesen - Konstruktiver Ingenieursbau (DI) (öffnen) Masterstudium (UNI) |
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Technische Universität Graz (öffnen) 8010 Graz, Rechbauerstraße 12 Tel.: +43 (0)316 / 873 -0, Fax: +43 (0)316 / 873 -6125, https://www.tugraz.at/ |
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| Universitätsstudium Bauingenieurwesen - Umwelt und Verkehr (DI) (öffnen) Masterstudium (UNI) |
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Technische Universität Graz (öffnen) 8010 Graz, Rechbauerstraße 12 Tel.: +43 (0)316 / 873 -0, Fax: +43 (0)316 / 873 -6125, https://www.tugraz.at/ |
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| Universitätsstudium Building Materials and Ceramics (MSc) (öffnen) Masterstudium (UNI) |
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Montanuniversität Leoben (öffnen) 8700 Leoben, Franz Josef-Straße 18 Tel.: +43 (0)3842 / 402 -0, Fax: +43 (0)3842 / 402 -7702, http://www.unileoben.ac.at/ |
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| Fachhochschulstudium Bauingenieurwesen - Baumanagement (MSc) (öffnen) Bachelorstudium (FH) |
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Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW) (öffnen) 1100 Wien, Favoritenstraße 232 Tel.: +43 (0)1 / 606 68 77 -6600, https://www.hcw.ac.at/ |
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Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Nachhaltiges Bauen, Ingenieurholzbau, Building Innovation und Kreislaufwirtschaft im Hochbau.
Zudem bieten die BAUAkademien Seminare zu nachhaltigen Baustoffen, wärmedämmenden und energiesparenden Materialien, Holztechnik und Glastechnik an.
Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Projektmanagement oder Technisches Qualitätsmanagement.
Mehr Infos zu Weiterbildungen in der Weiterbildungsdatenbank
BaustofftechnikerInnen können in leitende Funktionen aufsteigen, z.B. im Projektmanagement, in der Abteilungsleitung oder in höheren Managementpositionen.
Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.
Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.
Auf dem Bild ist ein Kunststofftechniker zu sehen, der in einer Werkstatt an einem großen Bauteil arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioDer Kunststofftechniker auf dem Bild arbeitet in einer Werkstattumgebung an der Montage eines großen Bauteils.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt zwei KunststofftechnikerInnen in einem industriellen Umfeld, die mit Schutzkleidung an der Herstellung von Verbundwerkstoffen arbeiten.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild arbeiten zwei KunststofftechnikerInnen in Schutzkleidung an der Fertigung eines faserverstärkten Kunststoffteils.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Kunststofftechniker zu sehen, der in einer Werkstatt an einem großen gebogenen Verbundmaterial arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.