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Computer-Animations-DesignerIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.090,- bis € 2.390,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Computeranimation bezeichnet die computergestützte Erzeugung von Animationen. Computeranimationen bieten gegenüber gefilmten Shots viele Vorteile, lassen sich leicht weiterbearbeiten und sind kostengünstiger.

Animations DesignerInnen arbeiten im Bereich Multimedia-Design oder in der Filmproduktion (Trickfilme, Werbefilme, Industriefilme). Sie übernehmen z.B. die Nachbearbeitung von Filmszenen, indem sie dreidimensionale Objekte im virtuellen Raum erzeugen. Sie setzen Foto-, Film- und Videotechnik sowie Sounddesign ein - diese werden am Computer meist auch kombiniert (Mixed Media).

Zu den Aufgaben kann auch die Inszenierung von Spezialeffekten oder das Zusammenfügen von realen Filmsequenzen mit 3D-Elementen gehören. Die 3D-Technik kommt vor allem bei Computerspielen zum Einsatz. Animations-DesignerInnen arbeiten in erster Linie mit CAD-Software und speziellen Animationstools.

Spezialisierungen können in verschiedenen Bereichen stattfinden, z.B. Charakter-Design und Storyboard. Beim Charakter-Design geht es darum, die Charaktere, Hintergründe und Handlungsorte trickfilmtauglich zu entwickeln. Im Storyboard wird der Ablauf der Animation zeichnerisch skizziert. Dazu gehört auch das Festlegen erster Kameraeinstellungen.

Ein starker Trend besteht in der Entwicklung und Nutzung sog. Serious Games; hier werden die Lerninhalte mit Spieleelementen angereichert um SchülerInnen oder MitarbeiterInnen entsprechend zu motivieren.

AnimationsdesignerInnen müssen über Kenntnisse im Bereich Medienrecht und Urheberrecht verfügen. Siehe auch den Beruf MedieninformatikerIn.

Kreativität und künstlerisches Begabung, Offenheit für Trends und Zeitgeist, Kontakt- und Teamfähigkeit, gutes Sehvermögen, Beratungskompetenz, mathematische Kenntnisse (Angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Entscheidungskompetenz (auch für die Budgetkalkulation).

Notwendig sind gute Englischkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen, z.B. für internationale Webauftritte.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich in Werbebüros, Multimedia-Agenturen, Grafikstudios, Filmstudios und Fernsehanstalten. Game-DesignerInnen arbeiten meist für oder in Softwarehäusern, die sich auf die Produktion von Computerspielen spezialisiert haben. Thematisch verwandte Aufgabenbereiche, wie z.B. anspuchvolles Web-Design, bieten weitere berufliche Möglichkeiten.

Die Games Branche hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Die Computerspielindustrie setzt vermehrt auf Online-Spiele und Applikationen. Vor allem die Segmente „Online-und Mobile-Gaming“ verzeichneten in den letzten Jahren einen positiven Trend [Stand: 2018].

Zu verzeichnen ist der zunehmende Einsatz von sogenannten Gamification Techniken z.B. Nutzung von Spielcharakteristiken wie Skalenvergleiche und Belohnungssysteme.

Serious Games werden inzwischen auch für ältere und kranke Personen im Rahmen digitaler Behandlungskonzepte zur Verbesserung der Motorik, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschulung entwickelt oder zur Therapie z.B. von Arachnophobie (Spinnenangst).

In der Expertenbefragung „MMB Learning Delphi 2012“ sind es aktuell rund ein Viertel der ExpertInnen, die dem betrieblichen Lernen mit Serious Games für die nächsten Jahre eine größere Relevanz voraussagen, Infos bietet das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung unter www.mmb-institut.de.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Multimedia-DesignerIn", dem der Beruf "Computer-Animations-DesignerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Medieninformatik, Visuelle Mediengestaltung, Bildende Kunst, Computergrafik & Digitale Bildverarbeitung, Software & Information Engineering, Digital Art – Compositing, Medienkunst (Studienzweige Digitale Kunst oder Transmediale Kunst).

Privatuni: Z.B. Interactive Media Management.

FH: Z.B. Medieninformatik, Medientechnik und -design, Game Engineering und Simulation, Digitale Medien, Informationsdesign, InterMedia, Mediengestaltung, MultiMediaArt, MultiMediaTechnology, Multimediatechnik, Digital Arts.

Im Bereich Industriedesign gibt es die Studienrichtung Industrial Design (Kunstuni oder FH).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Berufsbereich sind unter anderem Multimedia, Web Publisher oder Illustration und Printmedien, Certified Program: Visuelle Kompetenzen und TV- & Film-Produktion. Spezialisierungen in Kameraführung, Bühnenbild oder Regie sind für Animations-DesignerInnen geeignet, ebenso Kurse in neuen Software-Programmen.

Weiterbildung erfolgt aber auch im informellen Rahmen, z.B. auf internationalen Messen, Ausstellungen und Symposien, wo man durch den Kontakt mit FachkollegInnen neue Entwicklungen und Trends am Kunst- und Designsektor verfolgen kann.

Die berufliche Praxis, praktisches Experimentieren und die Lektüre fachspezifischer Literatur sind weitere wichtige Impulsgeber.

Mit mehrjähriger beruflicher Erfahrung, Reisebereitschaft und Belastbarkeit ist der Aufstieg zur/zum ProjektleiterIn, Senior Developer, Game Designer, Level Designer oder Art Designer (w/m) möglich. Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Technologiemanagement oder Industrial Engineering.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes (freie oder reglementierte Gewerbe). Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe: Bundesministerium BMDW.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 78-101), Seite 82
Medien, Kultur, Unterhaltung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 50-63), Seite 59
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