Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | DenkmalpflegerIn

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

DenkmalpflegerInnen beschäftigen sich mit dem Schutz, der Erhaltung und der Pflege von historischen Bauwerken, Kunstdenkmälern und anderen kulturellen Gütern. Neben typischen Einsatzorten wie Kirchen oder Schlössern arbeiten sie auch mit archäologischen Funden und Kulturlandschaften. Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist die Untersuchung des Zustands von Denkmälern sowie die Planung geeigneter Maßnahmen zur Konservierung und Restaurierung. Dabei wenden sie wissenschaftliche Methoden an und berücksichtigen gleichzeitig gesetzliche Vorgaben des Denkmalschutzes. In der Praxis arbeiten sie eng mit ArchitektInnen, RestauratorInnen, HistorikerInnen und ArchäologInnen zusammen.

Sie führen Vor-Ort-Begehungen durch, analysieren Schäden mithilfe moderner Mess- und Prüfverfahren und bewerten den Erhaltungszustand von Objekten. Zunehmend kommen dabei auch digitale Tools wie 3D-Scans, Drohnenaufnahmen oder spezielle Dokumentationssoftware zum Einsatz. DenkmalpflegerInnen planen und kalkulieren die Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen, koordinieren deren Umsetzung und überwachen die Bauausführung, um sicherzustellen, dass die historische Substanz nicht verloren geht. Darüber hinaus übernehmen sie Archiv- und Recherchearbeiten, dokumentieren historische Baupläne und Fotografien und führen wissenschaftliche Literaturrecherchen durch.

DenkmalpflegerInnen sind außerdem in beratender Funktion sowie als GutachterInnen tätig. Sie erstellen Studien und Fachartikel und sind daran beteiligt, Gebäude oder Objekte unter Denkmalschutz zu stellen. Zudem informieren und beraten sie EigentümerInnen, Behörden und die Öffentlichkeit im Umgang mit Denkmalschutz und tragen so zur Bewusstseinsbildung bei. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Zustand von Denkmälern untersuchen
  • Maßnahmen zur Konservierung und Restaurierung planen
  • Wissenschaftliche Methoden anwenden
  • Gesetzliche Vorgaben berücksichtigen
  • Begehungen vor Ort durchführen
  • Schäden analysieren
  • Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen kalkulieren
  • Bauausführung überwachen
  • Archiv- und Recherchearbeiten durchführen
Siehe auch:
  • Bereitschaft, an unterschiedlichen Orten zu arbeiten
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Gutes Sehvermögen
  • Interesse für Bau
  • Interesse für Kunst und Kultur
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Denkmalschutzbehörden
  • Schlösser- und Museumsverwaltungen
  • Denkmalämter
  • Unternehmen für Altbausanierung
  • Forschungseinrichtungen
  • Universitäten

DenkmalpflegerInnen sind in unterschiedlichen Bereichen tätig und übernehmen häufig verantwortungsvolle Aufgaben in der Planung, Forschung und Projektkoordination. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Schutzes historischer Bausubstanz sowie nachhaltiger Bau- und Nutzungskonzepte ist die Denkmalpflege ein zukunftsreiches Arbeitsfeld. Bei der Erfassung, Analyse und Dokumentation von Denkmälern kommen zunehmend digitale Technologien zum Einsatz, etwa CAD-Programme (Computer Aided Design), GIS-Systeme (Geografische Informationssysteme) oder 3D-Laserscanning und digitale Bauwerksmodelle. Kenntnisse in diesen Bereichen sind daher besonders gefragt.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "RestauratorIn und KonservatorIn", dem der Beruf "DenkmalpflegerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen – abhängig vom angestrebten Einsatzfeld – z.B. in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Konservierung und Restaurierung, Kunstgeschichte oder Archäologie. Je nach Schwerpunkt müssen gegebenenfalls zusätzliche Aus- und Weiterbildungen absolviert werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien im Bereich Architektur vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte in den Bereichen Gestaltungslehre, Stadtentwicklung, Gebäudelehre, Hochbau, Tragwerkslehre, Materialkunde und Baumanagement. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Gebäudesanierung, Bauökologie, Nachhaltiges Bauen und Kulturgüterschutz.

Zudem bietet das IWZ Baudenkmalpflege – Kartause Mauerbach Seminare zu historischen Techniken und Baumaterialien an.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. im Bereich Projektmanagement.

DenkmalpflegerInnen können in leitende Funktionen aufsteigen, z.B. im Projektmanagement oder in der Abteilungsleitung einer Institution. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen in der Spezialisierung auf bestimmte Materialien bzw. Epochen sowie – bei entsprechender Befugnis – in der Tätigkeit als GutachterIn.

Eine selbstständige Berufsausübung ist – je nach Ausbildung, Qualifikation und Spezialisierung – z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "TischlerIn; ModellbauerIn; BootbauerIn; BinderIn; DrechslerIn; BildhauerIn (verbundenes Handwerk)" oder "SteinmetzmeisterIn einschließlich Kunststeinerzeugung und TerrazzomacherIn" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

 

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...

Uber weitere Berufsvorschläge
Weitere Berufe aus den Bereichen "Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik" und "Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk" anzeigen
Suche
AMS
Suchportal