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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HolztechnikerInnen übernehmen vielfältige Aufgaben in der holzbe- und -verarbeitenden Industrie und sind häufig in leitenden Funktionen tätig. Sie planen und steuern Produktionsprozesse, entwickeln neue Verarbeitungsmethoden und sind für die Qualitätssicherung verantwortlich. Dazu erstellen sie Arbeits- und Fertigungspläne, koordinieren den Personaleinsatz und kalkulieren Kosten sowie Zeitabläufe. In der Produktion überwachen sie moderne, oft automatisierte Anlagen und sorgen dafür, dass Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsstandards eingehalten werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Planung und Konstruktion von Holzprodukten und Bauwerken, etwa Möbeln, Holzhäusern oder Bauwerken des Ingenieurholzbaus. Mithilfe von CAD-Programmen erstellen sie technische Zeichnungen und Fertigungsunterlagen und führen Berechnungen – beispielsweise zur Materialoptimierung – durch. Dabei arbeiten sie mit CNC-gesteuerten Maschinen und digitalen Fertigungssystemen. HolztechnikerInnen begleiten die Projekte von der Idee bis zur Umsetzung.

Darüber hinaus können sie in der Forschung und Entwicklung sowie in betriebswirtschaftlichen Bereichen tätig sein. In Labors analysieren sie Holzarten und Werkstoffeigenschaften mithilfe chemischer und physikalischer Prüfverfahren, entwickeln neue Produkte oder optimieren bestehende Verfahren. Auch Aufgaben in der Arbeitsvorbereitung, im Einkauf, Vertrieb oder in der Kundenberatung können Teil ihres Tätigkeitsfelds sein. Dabei arbeiten sie eng mit Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen sowie mit Holzhandelsbetrieben oder Bauunternehmen zusammen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Produktionsprozesse planen und steuern
  • Neue Verarbeitungsmethoden entwickeln
  • Arbeits- und Fertigungspläne erstellen
  • Kosten und Zeitabläufe kalkulieren
  • Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsstandards beachten
  • Holzprodukte und Bauwerke mit CAD-Programmen planen und konstruieren 
  • Holzarten und Werkstoffeigenschaften analysieren
  • Neue Holzprodukte entwickeln
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse für Bau
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Holzbauunternehmen
  • Sägewerke
  • Betriebe der Holzplattenherstellung
  • Unternehmen der Rohstoffindustrie
  • Unternehmen der Möbelherstellung
  • Unternehmen der Fenster-, Türen- und Parkettproduktion
  • Bauunternehmen
  • Forschungseinrichtungen
  • Behörden

Das Berufsfeld Holz erlebt einen Aufschwung, da Holz als nachwachsender und nachhaltiger Rohstoff immer beliebter wird. Der Bereich profitiert vom Trend zum ökologischen Bauen und der steigenden Nachfrage nach klimafreundlichen Alternativen zu Beton und Stahl. Insbesondere im mehrgeschossigen Wohnbau und bei der thermischen Sanierung gewinnt die holzbasierte Bauweise an Bedeutung, was zu einer hohen Auslastung in der technischen Planung und der betrieblichen Umsetzung führt.

Gleichzeitig verschmelzen durch moderne Fertigungsverfahren und digitale Designmethoden traditionelles Handwerk und industrielle Präzision. Ob in der spezialisierten Nischenfertigung oder der effizienten Serienproduktion – die Verbindung aus ökologischem Image und technologischer Innovation sorgt für eine stabile Entwicklung und macht dieses Berufsfeld zu einem vielversprechenden Bereich der heimischen Wirtschaft.

In der Holz- und Sägetechnik sind der Einsatz von CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control) zur Bearbeitung des Holzes sowie das Erstellen von Konstruktionsplänen mit Hilfe der CAD-Software (Computer Aided Design) weit verbreitet. Daher sind fundierte Kenntnisse und Qualifikationen in diesem Bereich, insbesondere auch im Programmieren und in der Wartung von Maschinen, vorteilhaft. Zudem können Kompetenzen in verschiedenen Oberflächenbehandlungs- und Veredelungstechniken sowie im Bereich Logistik, z.B. hinsichtlich der fachgerechten Holzlagerhaltung, oder Logistikmanagement die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "HolztechnikerIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen im Bereich Holztechnologie. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien im Bereich Holztechnologie vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte wie Mathematik, Physik, Holzkunde, Holzphysik, Werkstofflehre, Mechanik, Ökologie, CAD und Statik. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Nachhaltiges Bauen, Ingenieurholzbau, Building Innovation und Bauökologie.

Zudem bieten die BAUAkademien Seminare beispielsweise zu nachhaltigen Baustoffen, wärmedämmenden und energiesparenden Materialien, Holztechnik und Glastechnik an.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Projektmanagement oder Technisches Qualitätsmanagement.

HolztechnikerInnen können in leitende Funktionen aufsteigen, z.B. im Projektmanagement, in der Produktionsleitung oder in der Abteilungsleitung.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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