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Energie-VerfahrenstechnikerIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.500,- bis € 3.190,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Energieverfahrenstechnik eine Teildisziplin der Verfahrenstechnik. Im Mittelpunkt steht hier die nachhaltige Nutzung von Energieressourcen sowie die Umwandlung, Speicherung und Verteilung von Energie.

Energie-VerfahrenstechnikerInnen arbeiten an den thermischen und chemischen Prozessen zur Gewinnung und Umwandlung von Rohstoffen (z.B. Erdöl, Gas, Holz).

Sie setzen verfahrenstechnische Prozesse ein, z.B. für die Nutzung von Abfallholz als Biomasse zur Erzeugung von Wärme und Strom. Sie erzeugen Wasserstoff als Energieträger aus natürlichen Ressourcen. Weiters befassen sie sich mit der Umwandlung von Pflanzenresten in flüssigen Kraftstoff. Außerdem wandeln sie Strom in speicherbare oder mechanische Energie um. Sie setzen verschiedene Technologien wie z.B. Power-to-Gas und Wasserstofftechnologien ein.

Energie-VerfahrenstechnikerInnen entwickeln und betreiben auch einzelne Komponenten wie katalytische Reaktoren (z.B. Brennstoffzellen) oder vollständig automatisierte Systeme auf Basis von reaktionstechnischen Untersuchungen und modellbasierten System- und Regelungsentwürfen. 

Siehe auch die Berufe VerfahrenstechnikerIn -Technischer Umweltschutz, UmwelttechnikerIn und UmweltchemikerIn.

Interesse an Physik und Chemie, Forschergeist. Kenntnisse in Mathematik und Messtechnik sind bereits vor der Ausbildung von Vorteil. Eine gute Sinneswahrnehmung (Sehvermögen, Geruchssinn) ist ebenfalls von Vorteil.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Belastung durch Lärm, Hitze, Dämpfe
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Laufstegen an Großanlagen
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten: Z.B. Schichtbetrieb
  • Körperliche Belastbarkeit: Heben schwerer Gegenstände
  • Umgang mit Softwaretools: Simulationen, Statistik

 

In Jobausschreibungen wird meist ein gewisses Maß an Durchsetzungsvermögen verlangt (auch für das Einhalten von Sicherheitsvorschriften!).

VerfahrenstechnikerInnen finden vor allem in Betrieben der gewerblichen und industriellen Wirtschaft (z.B. Forschung und Entwicklung, Innovationsmanagement, Produktion, Betriebstechnik und technisches Management) Beschäftigung, auch im öffentlichen Dienst (z.B. Genehmigungs- und Kontrollbehörden, in der technischen Überwachung und Abnahme).

Zu den fachspezifischen Kompetenzen der Umweltverfahrenstechnik gehört die Abfall- und Recyclingtechnik, die Abwasseraufbereitung sowie die Begrenzung und Kontrolle Emissionen.

Der Bedarf an VerfahrenstechnikerInnen hat grundsätzlich zugenommen. Aufgrund der breit gefächerten und sich neu eröffnenden Einsatzgebiete sind die Berufsaussichten bislang gut, wobei insbesondere Umwelt- und Sicherheitstechnik als Wachstumsbranchen gelten.

Der Bereich Elektrotechnik ist stark von Trendentwicklungen geprägt, etwa im Bereich Energieeffizienz, Klimawandel und Smart Cities: Einen Schlüsselmarkt stellen hier vor allem die Elektromobilität und Embedded Systems wie z.B. Smart Grids (Intelligente Stromnetze) dar.

Industrie 4.0 bzw. Smart Manufacturing
Der Begriff Industrie 4.0 bzw. Smart Manufacturing umfasst die computergesteuerte Prozessautomation, anders gesagt: Maschinen "kommunizieren" untereinander und mit einer gemeinsamen Steuereinheit.

Das hergestellte Produkt selbst hat oft nichts mit "Smart" oder "Hightech" zu tun, jedoch der Produktionsablauf. Der Grundgedanke der Verzahnung von Verfahren zur Fertigung und der Logistik mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik ist die Digitalisierung sämtlicher Objekte und Prozesse sowie die Verfügbarkeit, Transparenz und Durchgängigkeit sämtlicher, damit verbundener Daten.

Alle Informationen, die mit einem Projekt, Rohstoff oder Produkt zusammenhängen, werden in einem Datenmodell gesammelt und stehen jedem weiteren Prozessschritt zur Verfügung, ohne neu eingegeben werden zu müssen. MitarbeiterInnen erhalten in Echtzeit, die Daten, die sie für ihre Arbeit benötigen, sehen den Nutzungsgrad oder die Störminuten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "VerfahrenstechnikerIn", dem der Beruf "Energie-VerfahrenstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Energieverfahrenstechnik gehört zu den grundlegenden Produktionstechniken. Prozesse und Anlagen der Energieumwandlung bzw. Energiegewinnung sind hier im Fokus. Als moderne Produktionstechnik ist die Energieverfahrenstechnik auch eng verzahnt mit Chemie- und Umwelttechnik.

Beispiele für Studiengänge:

  • Verfahrenstechnik
  • Industrielle Energietechnik
  • Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik
  • Verfahrenstechnische Produktion
  • Öko-Energietechnik

 

Elektrotechnik Dual (Wahlfach Energietechnik), BSc Studium mit einer praktischen Berufsausbildung in einem Unternehmen.

Energy Informatics, MSc (IT-Lösungen für Smart Grids, Smart City Infrastrukturen und die Energieversorgung realisieren, FH OÖ).

Interdisziplinäre Studienrichtungen:
Energie- und Umweltmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen – Energie- und Umwelttechnik.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

In der Verfahrenstechnik bestehen unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen. Beispiele: Umweltmanagement oder Projektmanagement, Umwelt- & Energierecht, Technik und Recht, Supply-Chain Management, Big Data und Smart Data, "Smart Engineering of Production Technologies and Processes" (Entwicklung und Umsetzung von Technologien und Prozessen innerhalb der Industrie 4.0).

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitenden Positionen wie etwa PrüfingenieurIn, LeitendeR KonstrukteurIn, Data Analyst, Research Analyst, QualitätsmanagerIn oder Requirement Engineer. Requirement Engineering (Anforderungsmanagement) umfasst die Ermittlung, Analyse, Dokumentation, Validierung und Verwaltung von Anforderungen sowie die Ermittlung und Abklärung von Aufwandsabschätzungen und Machbarkeitsstudien für Projekte.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn. Infos zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Tagesaktuelle Fassung der Gewerbeordnung im österr. Rechtsinformationssystem: RIS.

Infos über Befähigungsnachweise bei der Wirtschaftskammer Österr: WKO.

Liste der reglementierten und Freien Gewerbe: Bundesministerium BMDW.

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