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LackiertechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): LackiererIn

Tätigkeitsmerkmale

LackiertechnikerInnen beschichten alle möglichen Arten von Produkten mit Schutzanstrichen und farbigen oder farblosen Lacken. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind Fahrzeugkarosserien, Maschinenteile, sonstige Metallgegenstände (Gehäuse, Behälter, Blechteile), Holz- und Kunststoffprodukte (Möbel, Spielzeug, Ski) uä. LackiertechnikerInnen behandeln und sanieren zunächst die Oberflächen dieser Produkte durch Schleifen, Ausspachteln und Füllen von Unebenheiten/Rissen und Grundieren mit Schutzanstrichen (Korrosionsschutz bzw. Rostschutz, Hitzeschutz, Schutz gegen Feuchtigkeit). Dann bringen sie die eigentliche Lackschicht auf, wobei verschiedene Techniken angewendet werden, vor allem das Streichen (mit Pinseln), das Spritzen (mit Spritz- oder Sprühpistole, Sprühdosen) oder das Tauchen und Fluten (einbringen der Werkstücke in ein Lackbad oder übergießen/besprühen mit Lack). Wichtige Aufgaben der LackiertechnikerInnen sind weiters das Anfertigen von Schablonen und Masken (zur Herstellung von Lackierungen in Form bestimmter Figuren und Ornamente) und das Gestalten und Designen von Sonderlackierungen (z.B. in Airbrushtechnik; ein Airbrush oder "Luftpinsel" ist eine besonders feine Farbsprühpistole, mit der sogar künstlerische Darstellungen gemalt werden können). LackiertechnikerInnen führen auch die KundInnen-Betreuung und -Beratung sowie die Qualitätskontrolle durch. Selten geworden ist das früher übliche Anmischen und Nuancieren der Lacke, da heute meist Fertiglacke verwendet werden.

Beim Neu-Lackieren gebrauchter Gegenstände befreien die LackiertechnikerInnen zunächst die zu behandelnde Oberfläche von Schmutz sowie alten Lackschichten und schleifen, kitten und grundieren sie. Bei der Vorbehandlung von Metalloberflächen (z.B. von Autoteilen) entfernen sie zuerst den Rost, entweder mechanisch mit Drahtbürsten und Schereisen oder chemisch durch Auftragen eines Rostumwandlers. Anschließend schleifen sie alte Lackreste händisch mit Schleifpapier oder maschinell mit einer Rundschleifmaschine ab. Durch das Schleifen wird die Oberfläche aufgeraut, damit die nachfolgend angebrachten Schichten besser haften. Anschließend tragen die LackiertechnikerInnen mit einer Spritzpistole die Rostschutzgrundierung auf und überziehen nach einem neuerlichen Schleifgang die Oberfläche mit einer Kittschicht, die sie mit einer Spachtel auftragen. Die Arbeitsgänge Kitten und Schleifen werden abwechselnd so lange wiederholt, bis ein völlig ebener Untergrund für die folgende Lackierung erreicht ist.

Die eigentlichen Lackierarbeiten führen die LackiertechnikerInnen in einer eigenen Spritzkabine durch, wo sie den Lack mit einer Spritzpistole gleichmäßig auf die Grundierung auftragen. Der anschließende Trockenvorgang in der sogenannten Trockenkabine dauert bei Temperaturen von 60°C bis 70°C ca. eine halbe Stunde. Bei kleineren oder schwer zugänglichen Flächen arbeiten LackiertechnikerInnen nicht mit der Spritzpistole, sondern mit verschiedenen Pinseln oder mit der Technik des "Flutens". Dabei stellen sie das zu bearbeitende Werkstück (z.B. einen Heizkörper) in eine Wanne und besprühen es mit einem Spritzgerät, das zahlreiche kleine Düsen hat. Der überschüssige Lack, der sich in der Wanne sammelt, ist weiter verwendbar und wird dem Kreislauf automatisch wieder zugeführt.

Kleinere Gegenstände bearbeiten die LackiertechnikerInnen auch durch Eintauchen in ein Lackbad. Ein spezielles Tauchverfahren, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Elektrophorese. Das Lackbad und das Werkstück werden elektrisch aufgeladen, wobei sich der Lack am Werkstück ablagert. Mit diesem Verfahren ist ein gleichmäßiges Aufbringen der Lackschicht auch an besonders schwer zugänglichen Stellen möglich.

LackiertechnikerInnen beschichten alle möglichen Arten von Produkten mit Schutzanstrichen und farbigen oder farblosen Lacken. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind Fahrzeugkarosserien, Maschinenteile, sonstige Metallgegenstände (Gehäuse, Behälter, Blechteile), Holz- und Kunststoffprodukte (Möbel, Spielzeug, Ski) uä. LackiertechnikerInnen behandeln und sanieren zunächst die Oberflächen dieser Produkte durch Schleifen, Ausspachteln und Füllen von Unebenheiten/Rissen und Grundieren mit Schutzanstrichen (Korrosionsschutz bzw. Rostschutz, Hitzeschutz, Schutz gegen Feuchtigkeit). Dann bringen sie die eigentliche Lackschicht auf, wobei verschiedene Techniken angewendet werden, vor allem das Streichen (mit Pinseln), das Spritzen (mit Spritz- oder Sprühpistole, Sprühdosen) oder das Tauchen und Fluten (einbringen der Werkstücke in ein Lackbad oder übergießen/besprühen mit Lack). Wichtige Aufgaben der LackiertechnikerInnen sind weiters das Anfertigen von Schablonen und Masken (zur Herstellung von Lackierungen in Form bestimmter Figuren und Ornamente) und das Gestalten und Designen von Sonderlackierungen (z.B. in Airbrushtechnik; ein Airbrush oder "Luftpinsel" ist eine besonders feine Farbsprühpistole, mit der sogar künstlerische Darstellungen gemalt werden können). LackiertechnikerInnen führen auch die KundInnen-Betreuung und -Beratung sowie die Qualitätskontrolle durch. Selten geworden ist das früher übliche Anmischen und Nuancieren der Lacke, da heute meist Fertiglacke verwendet werden.

Beim Neu-Lackieren gebrauchter Gegenstände befreien die LackiertechnikerInnen zunächst die zu behandelnde Oberfläche von Schmutz sowie alten Lackschichten und schleifen, kitten und grundieren sie. Bei der Vorbehandlung von Metalloberflächen (z.B. von Autoteilen) entfernen sie zuerst den Rost, entweder mechanisch mit Drahtbürsten und Schereisen oder chemisch durch Auftragen eines Rostumwandlers. Anschließend schleifen sie alte Lackreste händisch mit Schleifpapier oder maschinell mit einer ...

 

  • Physische Ausdauer: langandauernde Schleifarbeiten in gebückter Stellung
  • Handgeschicklichkeit: Arbeiten mit Pinseln, Schablonen, Airbrush
  • Tastsinn: Erkennen von Unebenheiten bei der Vorbehandlung der Oberflächen
  • Sehvermögen: Auffinden kleiner Roststellen, Erkennen geringer Farbunterschiede
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Chemikalien, Farben usw.
  • gestalterische Fähigkeit: Entwerfen und Anbringen von Dekormotiven in der Karosseriemalerei

 

Betriebe/Lehrbetriebe: LackiertechnikerInnen arbeiten meist in gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben, insbesondere in Kfz-Werkstätten und Autolackierereien. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es auch in Industriebetrieben bestimmter Sparten, zum Beispiel der Fahrzeug-, Möbel-, Ski-, Spielzeug- oder Elektroindustrie.

Lehrstellensituation: Der Lehrberuf ist relativ gefragt. Seit Jahren liegt die Zahl der Lehrlinge österreichweit insgesamt im unteren dreistelligen Bereich, nimmt jedoch tendenziell leicht ab.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Beruf wird überwiegend von Männern ausgeübt, der Anteil der Frauen unter den Lehrlingen liegt bei etwa 20 Prozent.

Berufsaussichten: In Kfz-Werkstätten besteht immer wieder Nachfrage nach LackiertechnikerInnen. In der Industrie hingegen sinkt die Zahl der Arbeitsplätze, da vermehrt automatische Beschichtungs- und Lackiermaschinen sowie effizientere Arbeitsmethoden eingesetzt werden.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungsaussichten sind insgesamt gut. Insbesondere von Kfz-Werkstätten wird für LackiertechnikerInnen eine stabile Nachfrage erwartet. Weiterbildungs- und Spezialisierungsoptionen bieten sich zum Beispiel im Bereich der Beschichtung von Oberflächen und Smart-Repair-Techniken.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "LackiertechnikerIn", dem der Beruf "LackiertechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

LackiertechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Maler-, Lackierer-, Schilderherstellergewerbe (Arbeiter) 01.05.2018
Beispiel Gewerbe: Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2019
Beispiel Gewerbe: Tischlergewerbe (Arbeiter) 01.05.2018
Beispiel Industrie: Metallindustrie: Metalltechnische Industrie (Maschinen- und Metallwarenindustrie, Gießerei-Industrie), Fahrzeugindustrie, Nichteisen-Metallindustrie, Stahlindustrie und Bergbau, Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (Arbeiter) 01.11.2018
Beispiel Industrie: Holz verarbeitende Industrie (Faser- und Spanplattenindustrie, Möbelindustrie, Sägeindustrie) (berechnete Monats-Richtwerte nach den Stundensätzen des Kollektivvertrags) (Arbeiter) 01.05.2018
LackiertechnikerIn (inkl. Doppellehren)
In den angeführten Werten sind auch die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "LackiererIn" enthalten!
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 257 243 238 238 240 212 183 167 161 156
weiblich 24 28 24 34 39 36 34 31 37 34
gesamt 281 271 262 272 279 248 217 198 198 190
Frauenanteil 8,5% 10,3% 9,2% 12,5% 14,0% 14,5% 15,7% 15,7% 18,7% 17,9%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

 

  • Fachschule für Malerei und Gestaltung (mit Betriebspraktikum) (Baden/NÖ; 4 Jahre);
  • Fachschule für Kunsthandwerk, Ausbildungszweig "Angewandte Malerei" (Innsbruck/Tirol; 4 Jahre);
  • Fachschule für Kunsthandwerk, Ausbildungszweig "Maler, Vergolder und Schilderhersteller" (Elbigenalp/Tirol; 4 Jahre).

 

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind:

 

  • Meisterschule für Malerei und verbundene Gewerbe (Baden/NÖ; 1 Jahr);
  • Meisterschule für Kunst und Gestaltung, Ausbildungszweig "Malerei" (Graz; 1 Jahr);
  • Aufbaulehrgang für Bautechnik, Ausbildungszweig Farbe und Gestaltung (3 Jahre, Baden/NÖ; Abschluss: Reife- und Diplomprüfung).

 

 

Aufstiegsmöglichkeiten:

LackiertechnikerInnen können zu VorarbeiterInnen oder PartieführerInnen aufsteigen.

 

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für LackiertechnikerInnen im reglementierten Gewerbe "MalerIn und AnstreicherIn, LackiererIn, VergolderIn und StaffiererIn, Schilderherstellung" (verbundenes Handwerk, Befähigungsnachweis erforderlich).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 111
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Auto, Flugzeug, Transport, Seite 8
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