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BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul Damenbekleidung

Berufsbereiche: Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
Lehrzeit: 3 Jahre.Bei Absolvierung eines zusätzlichen Hauptmoduls oder Spezialmoduls: 3 1/2 Jahre. ∅ Einstiegsgehalt: € 1.220,- bis € 1.370,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): DamenkleidermacherIn.

 

Der Lehrberuf "BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul Damenbekleidung" gehört zum MODUL-Lehrberuf "BekleidungsgestalterIn", der insgesamt 5 Hauptmodule und 3 Spezialmodule hat.

Hauptmodule: Damenbekleidung; Herrenbekleidung; KürschnerIn und SäcklerIn; ModistIn und HutmacherIn; Wäschewarenerzeugung.

Spezialmodule: Bekleidungsdesign; Bekleidungstechnik; Theaterbekleidung.

Kombinationsmöglichkeiten zwischen diesen Modulen (Lehrzeit: 3 1/2 Jahre):

  • Damenbekleidung + eines der vier weiteren Hauptmodule ODER eines der 3 Spezialmodule;
  • Herrenbekleidung + eines der vier weiteren Hauptmodule ODER eines der 3 Spezialmodule;
  • KürschnerIn und SäcklerIn + eines der vier weiteren Hauptmodule ODER eines der 3 Spezialmodule mit Ausnahme von Bekleidungstechnik;
  • ModistIn und HutmacherIn + eines der vier weiteren Hauptmodule ODER eines der 3 Spezialmodule mit Ausnahme von Bekleidungstechnik;
  • Wäschewarenerzeugung + eines der vier weiteren Hauptmodule ODER eines der 3 Spezialmodule.

 


Tätigkeitsmerkmale

BekleidungsgestalterInnen stellen alle Arten von textilen Bekleidungsgegenständen nach Maß oder in Serie (Konfektion) her und führen Änderungs- und Reparaturarbeiten daran durch. Sie verwenden dabei verschiedene Materialien wie z.B. Baumwollstoffe, Leinen, Wollstoffe, Seidenstoffe, Filz, Leder oder Pelze. Die wichtigsten Tätigkeiten sind die Beratung der KundInnen über Modelle, Schnitte, Farben und Stoffe, das Erstellen von Skizzen und Schnittmustern, das Maßnehmen an den KundInnen, das Auswählen der Materialien, das Zuschneiden der Stoffe, das Nähen der Kleidungsstücke und das abschließende Bügeln oder Dämpfen zur Formgebung. Wichtige Aufgaben sind auch das Ändern, Reparieren, Ausbessern oder Modernisieren der Kleidungsstücke. Meist sind BekleidungsgestalterInnen auf einen bestimmten Bereich spezialisiert: Damenbekleidung, Herrenbekleidung, Wäschewaren, Damen- und Herrenhüte, Pelzbekleidung.

 

Hauptmodul "Damenbekleidung"

Die Produkte der BekleidungsgestalterInnen für Damenbekleidung sind Kleider, Röcke, Blusen, Damenhosen, Gesellschaftskleidung, Kostüme, Jacken und Mäntel. Im Bereich der Änderungsschneiderei machen sie fertige Kleidungsstücke enger, weiter, länger oder kürzer oder verändern ihre Form und Fasson (Schnitt).

 


 

Berufsprofil des Grundmoduls "Bekleidungsgestaltung" + Hauptmodul "Damenbekleidung" gemäß Ausbildungsordnung:

  1. Auftragsbezogenes Auswählen von Materialien,
  2. Maßnehmen an den Kundinnen, Erstellen von Skizzen und Schnittmustern,
  3. Zuschneiden von unterschiedlichen Materialien und Nähen des Kleidungsstückes,
  4. Formgeben der Kleidungsstücke wie z.B. durch Bügeln und Dämpfen,
  5. Ändern, Reparieren, Ausbessern sowie Modernisieren von Damenbekleidung,
  6. Herstellen von Damenbekleidung wie von Kleidern, Gesellschaftskleidung, Kostümen sowie von Jacken und Mänteln,
  7. Beraten von Kundinnen über Modelle, Schnitte, Farben und Stoffe.

 

Berufsprofil der SPEZIALMODULE

 Bekleidungsdesign:

  1. Planen, Entwerfen und Gestalten von Modellen und Kollektionen,
  2. Auswählen und Zusammenstellen von Stoffen und Zubehör,
  3. Durchführen von Berechnungen im Zusammenhang mit der Gestaltung von Modellen oder Kollektionen wie z.B. Materialeinsatz, Arbeitsaufwand,
  4. Erstellen von Mustermodellen,
  5. Durchführen von Anproben und Korrigieren von Modellen.

 Bekleidungstechnik:

  1. Mitarbeit beim betrieblichen Produktionsmanagement,
  2. Erstellen von Prozessaufzeichnungen über die betriebliche Bekleidungsfertigung,
  3. Anwenden von Methoden zur Prozessbewertung und -verbesserung sowie zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung in der Bekleidungsfertigung,
  4. Erfassen, Auswerten und Beurteilen von Betriebsdaten sowie Einleiten von Korrekturmaßnahmen im Anlassfall,
  5. Umsetzen des betrieblichen Qualitätsmanagementsystems.

 Theaterbekleidung:

  1. Erstellen von Kostümskizzen mit Details wie Verschlüsse, Verzierungen, Accessoires,
  2. Auswählen des Materials in Zusammenarbeit mit dem/der KostümbildnerIn,
  3. Herstellen bzw. Umarbeiten von Kostümen, Kopfbedeckungen und Accessoires,
  4. Instandhalten, Ausbessern und Reinigen von Kostümen bzw. Kopfbedeckungen und Accessoires,
  5. Betreuen der DarstellerInnen in Kostümfragen.

BekleidungsgestalterInnen stellen alle Arten von textilen Bekleidungsgegenständen nach Maß oder in Serie (Konfektion) her und führen Änderungs- und Reparaturarbeiten daran durch. Sie verwenden dabei verschiedene Materialien wie z.B. Baumwollstoffe, Leinen, Wollstoffe, Seidenstoffe, Filz, Leder oder Pelze. Die wichtigsten Tätigkeiten sind die Beratung der KundInnen über Modelle, Schnitte, Farben und Stoffe, das Erstellen von Skizzen und Schnittmustern, das Maßnehmen an den KundInnen, das Auswählen der Materialien, das Zuschneiden der Stoffe, das Nähen der Kleidungsstücke und das abschließende Bügeln oder Dämpfen zur Formgebung. Wichtige Aufgaben sind auch das Ändern, Reparieren, Ausbessern oder Modernisieren der Kleidungsstücke. Meist sind BekleidungsgestalterInnen auf einen bestimmten Bereich spezialisiert: Damenbekleidung, Herrenbekleidung, Wäschewaren, Damen- und Herrenhüte, Pelzbekleidung.

 

Hauptmodul "Damenbekleidung"

Die Produkte der BekleidungsgestalterInnen für Damenbekleidung sind Kleider, Röcke, Blusen, Damenhosen, Gesellschaftskleidung, Kostüme, Jacken und Mäntel. Im Bereich der Änderungsschneiderei machen sie fertige Kleidungsstücke enger, weiter, länger oder kürzer oder verändern ihre Form und Fasson (Schnitt).

 


 

Berufsprofil des Grundmoduls "Bekleidungsgestaltung" + Hauptmodul "Damenbekleidung" gemäß Ausbildungsordnung:

  1. Auftragsbezogenes Auswählen von Materialien,
  2. Maßnehmen an den Kundinnen, Erstellen von Skizzen und Schnittmustern,
  3. Zuschneiden von unterschiedlichen Materialien und Nähen des Kleidungsstückes,
  4. Formgeben der Kleidungsstücke wie z.B. durch Bügeln und Dämpfen,
  5. Ändern, Reparieren, Ausbessern sowie Modernisieren von Damenbekleidung,
  6. Herstellen von Damenbekleidung wie von Kleidern, Gesellschaftskleidung, Kostümen sowie von Jacken und Mänteln,
  7. Beraten von Kundinnen über Modelle, Schnitte, Farben und Stoffe.

 

Berufsprofil der SPEZIALMODULE

 Bekleidungsdesign:

  1. Planen, Entwerfen und Gestalten von Modellen und Kollektionen,
  2. Auswählen und Zusammenstellen von Sto ...

Handgeschicklichkeit: Zuschneiden, Nähen mit Hand und Maschine, Bügeln, händisches Formen;

Fingerfertigkeit: Einfädeln von Fäden, händisches Nähen;

Tastsinn: Prüfen und Auswählen der Materialien wie z.B. textile Stoffe, Leder oder Felle;

Auge-Hand-Koordination: Zuschneiden, Einfädeln, Nähen mit Hand und Maschine, Bügeln;

Sehvermögen: Entwurf- und Schnittzeichnen, Zuschneiden, Prüfen und Auswählen der Materialien, Formgebung, Endkontrolle;

Unempfindlichkeit der Haut: Verarbeiten von Kunststoffen, imprägnierten Geweben, Leder und Fellen, Arbeiten mit Reinigungsmitteln und Appreturmitteln zum Veredeln von Stoffen;

räumliche Vorstellungsfähigkeit: Anfertigen von Skizzen/Entwürfen und Schnitten, Arbeiten nach Schnittzeichnungen;

Kontaktfähigkeit: KundInnenberatung, Verkauf;

gestalterische Fähigkeit: Anfertigen von Entwürfen und Modellen, Auswählen von Stoffen und passendem Zubehör;

psychische Belastbarkeit: Akkordarbeit bei der Konfektionsfertigung, vor allem in Industriebetrieben.

BekleidungsgestalterInnen arbeiten in Klein- und Mittelbetrieben des Bekleidungsgewerbes (Maß- und Änderungsschneidereien, Kürschnereien, Lederbekleidungsherstellungsbetriebe, Modistengewerbe) und in Großbetrieben der Bekleidungsindustrie. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich teilweise auch in Handelsbetrieben des Bekleidungshandels (für Änderungs- und Ausbesserungsarbeiten).

Die Arbeitsmarktsituation für FacharbeiterInnen im Gewerbe ist ausgeglichen, da wegen der relativ geringen Zahl von Lehrlingen kaum Fachkräfteüberschuss besteht. In der Bekleidungsindustrie ist ein Beschäftigtenrückgang festzustellen, der verursacht ist durch Rationalisierungsmaßnahmen, durch die Auslagerung arbeitsintensiver Produktionssparten in Niedriglohnländer bzw. durch starken Konkurrenzdruck (v.a. infolge der Billigimporte). Der Beschäftigtenrückgang betrifft aber hauptsächlich die Hilfskräfte, während FacharbeiterInnen mit guten Kenntnissen der industriellen Fertigung, technischem Wissen und Grundkenntnissen der EDV gute Berufschancen vorfinden. Sie üben vorwiegend Koordinations- und Kontrolltätigkeiten aus.

In diesem Lehrberuf sind größtenteils Frauen tätig. Männer werden nur in geringem Ausmaß ausgebildet und beschäftigt, obwohl dieser Beruf gleichermaßen für Männer und Frauen geeignet ist.

BekleidungsgestalterInnen können im Gewerbe zu SchnittmacherInnen, ZuschneiderInnen, WerkstättenleiterInnen, MeisterInnen und GeschäftsführerInnen aufsteigen, in der Industrie zu BandleiterInnen und AbteilungsleiterInnen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KleidermacherIn", dem der Beruf "BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul Damenbekleidung" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul Damenbekleidung
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Kleidermachergewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Bekleidungsindustrie: Herren- und Knabenoberbekleidungsindustrie, Damenoberbekleidungsindustrie, Kinderbekleidungsindustrie und Lederoberbekleidungsindustrie (alle Bundesländer mit Ausnahme von Vorarlberg) (Arbeiter) 01.09.2017
Bekleidungsindustrie VORARLBERG (Arbeiter) 01.09.2017
BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul Damenbekleidung (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich k.A. k.A. k.A. 1 8 12 11 10 16 18
weiblich k.A. k.A. k.A. 18 152 135 143 156 156 148
gesamt k.A. k.A. k.A. 19 160 147 154 166 172 166
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. 94,7% 95,0% 91,8% 92,9% 94,0% 90,7% 89,2%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
BekleidungsgestalterIn - Hauptmodul Damenbekleidung
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bekleidungsfertiger/in ja <
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Normalformen (für 14-Jährige):

 

Sonderformen (für Erwachsene), die auch als Weiterbildung für LehrabsolventInnen geeignet sind:

Weiterbildungskurse für BekleidungsgestalterInnen werden von WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut), BFI (Berufsförderungsinstitut) und den Landesinnungen für Mode und Bekleidungstechnik angeboten. Die wichtigsten Weiterbildungsthemen sind Modezeichnen, Schnittzeichnen, Schnittkonstruktion und Kurse zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung.

In diesem Beruf ist es auch wichtig, immer über neue internationale Entwicklungen auf dem Modesektor am Laufenden zu sein; dies kann durch den Besuch von Textilmessen und Modeschauen sowie durch das regelmäßige Studium von Fachzeitschriften erreicht werden.

 

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

Aufstiegsmöglichkeiten:

BekleidungsgestalterInnen können zu MeisterInnen, SchnittmacherInnen, ZuschneiderInnen, WerkstättenleiterInnen und ModellschneiderInnen aufsteigen.

Speziell in Industriebetrieben bieten sich folgende Aufstiegspositionen: BandleiterIn, ArbeitsvorbereiterIn, KontrollorIn, AbteilungsleiterIn.

 

Selbständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für BekleidungsgestalterInnen in den Handwerken "Damenkleidermacher", "Herrenkleidermacher", "Säckler (Lederbekleidungserzeugung)" oder "Wäschewarenerzeugung" (Voraussetzung: Meisterprüfung). Weiters können BekleidungsgestalterInnen das Teilgewerbe "Änderungsschneiderei" ausüben (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung).

Für AbsolventInnen des Hauptmoduls "ModistIn und HutmacherIn" bieten sich weiters die Gewerbe "Modisten und Hutmacher" sowie "Kappenmacher" an, die als "freie Gewerbe" eingestuft sind (kein Befähigungsnachweis erforderlich!).

AbsolventInnen des Hauptmoduls "KürschnerIn und SäcklerIn" können sich auch im Handwerk "Kürschner" selbständig machen (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Textil, Mode, Leder, Seite 132
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Kreatives, Gestalten, Mode, Design, Seite 80
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