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FloristIn

Berufsbereiche: Handel und Verkauf / Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis


ACHTUNG: Dieser Lehrberuf kann seit 1.6.2016 erlernt werden. Er ersetzt den Lehrberuf "BlumenbinderIn und -händlerIn (FloristIn)". Lehrlinge, die am Stichtag 31.5.2016 im Lehrberuf "BlumenbinderIn und -händlerIn (FloristIn)" ausgebildet werden, können die Lehre nach der alten Ausbildungsordnung fertig machen. Bei einem Umstieg auf die neue Ausbildungsordnung wird die gesamte absolvierte Lehrzeit voll angerechnet.


 

Ältere Berufsbezeichnung(en): BlumenbinderIn und -händlerIn (FloristIn).

Tätigkeitsmerkmale

FloristInnen arbeiten in Blumenfachgeschäften, teilweise auch in Gärtnereien. Sie verkaufen Frischblumen, Topfpflanzen, Blumensträuße, Blumengestecke und Kränze sowie alle Arten von Zubehör und Zusatzartikeln (Blumentöpfe, Vasen, Blumenerde, Dünge- und Pflegemittel usw.). Eine wichtige Aufgabe im Verkauf ist die fachgerechte Beratung und Betreuung der KundInnen. FloristInnen sorgen dafür, dass immer ausreichend Blumen, Pflanzen und sonstige Materialien vorrätig sind. Sie bestellen die benötigten Waren bei Großhändlern oder Gärtnereien, überwachen und kontrollieren die Warenlieferungen, lagern die Waren sachgerecht (z.B. in Kühlräumen) und pflegen die Pflanzen durch Gießen, Düngen, Ein- und Umtopfen und Schädlingsbekämpfung. Wichtige Aufgaben der FloristInnen sind weiters die Herstellung von Blumensträußen und Gestecken aus verschiedenen pflanzlichen Materialien (Blätter, Blüten, Zweige, Reisig usw.) und die Durchführung von Dekorationsaufträgen (z.B. Dekoration von Festsälen mit Pflanzen, Blumengirlanden usw.).

Bei der Herstellung eines Gesteckes schneiden die FloristInnen zunächst die Steckmasse (schwammartiges Kunststoffmaterial) auf die erforderliche Größe zu. Falls sie frische Blumen verwenden, befeuchten sie die Steckmasse und pressen sie auf ein Steckgitter. Sodann stecken sie die Blumen sowie sonstige Pflanzenteile (Blätter, Zweige, Fruchtkapseln usw.) einzeln in die Steckmasse. Abschließend bedecken sie die noch sichtbare Steckmasse mit Blättern, Moos usw.

Bei der Herstellung eines Kranzes verwenden sie als Unterlage einen Reifen aus Draht oder Weingerten, auf dem sie büschelweise Tannengrün, Laubwerk, Föhrenzapfen usw. anbringen. Für trockenes Material wie z.B. Strohblumen oder Moos verwenden sie als Unterlage auch Stroh oder Kunststoff (Styropor). Die Stiele der für den Kranz vorgesehenen Frischblumen schneiden sie mit einem Messer schräg an, um ein frühes Verwelken zu verhindern. Dann durchstechen sie den Blütenkopf mit dünnem Draht, wickeln diesen zur Festigung um den Stiel der Blume, stecken ihn durch das gebundene Tannengrün und befestigen ihn am Reifen des Kranzes.

Topfpflanzen werden heute meist als Erdkulturen oder als sogenannte Hydrokulturen angeboten. Bei der Erdkultur sind die Pflanzen in Erde gepflanzt; bei der Hydrokultur befinden sich die Wurzeln der Pflanzen in Gefäßen, die mit feuchtigkeitsspeichernden Leka-Steinen gefüllt sind. FloristInnen versorgen die Topfpflanzen und die Schnittblumen regelmäßig mit Wasser, sortieren vertrocknete Pflanzenteile aus und stellen die Schnittblumen zu Sträußen zusammen. Sie gestalten damit die Auslage des Geschäftes und gruppieren sie im Laufe des Tages um, falls die Blumen direkt aus dem Schaufenster verkauft werden. Sie beraten die KundInnen über Art, Haltbarkeit und Pflege der Topfpflanzen und Schnittblumen. Auf Wunsch der KundInnen stellen sie die Pflanzen auch selbst zu.

 

Berufsprofil gemäß Ausbildungsordnung BGBl.II.Nr.123/2016

  1. Ordnen, Behandeln, Pflegen (Bewässern, Düngen) und Lagern der Blumen und Pflanzen und des zu verwendenden pflanzlichen Zubehörs,
  2. Auswählen von Pflanzen, Blumen, pflanzlichem Zubehör sowie von Gestaltungselementen entsprechend dem Verwendungszweck,
  3. Gestalten von Sträußen, Kränzen, Gestecken und Girlanden entsprechend dem Anlass,
  4. Anfertigen von Hochzeits- (insbesondere Brautsträuße) und Trauerfloristik,
  5. Arrangieren von Pflanzen in Gefäßen (Vasen, Schalen, Körben und Pflanzgefäßen),
  6. Gestalten des floralen Raumschmuckes (Raum-, Tisch- und Fensterschmuck),
  7. Erkennen und Bekämpfen einschlägiger Krankheiten und Schädlinge sowie Durchführen von Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen unter Beachtung der besonderen Schutzausrüstung,
  8. Ausführen von Bestellungen sowie Annehmen und Kontrollieren von Warenlieferungen,
  9. Führen von Verkaufsgesprächen sowie Beraten und Informieren von Kunden über Eigenschaften, Standortansprüche, Pflegemaßnahmen der Pflanzen und Blumen sowie über florale Gestaltungsmöglichkeiten.

FloristInnen arbeiten in Blumenfachgeschäften, teilweise auch in Gärtnereien. Sie verkaufen Frischblumen, Topfpflanzen, Blumensträuße, Blumengestecke und Kränze sowie alle Arten von Zubehör und Zusatzartikeln (Blumentöpfe, Vasen, Blumenerde, Dünge- und Pflegemittel usw.). Eine wichtige Aufgabe im Verkauf ist die fachgerechte Beratung und Betreuung der KundInnen. FloristInnen sorgen dafür, dass immer ausreichend Blumen, Pflanzen und sonstige Materialien vorrätig sind. Sie bestellen die benötigten Waren bei Großhändlern oder Gärtnereien, überwachen und kontrollieren die Warenlieferungen, lagern die Waren sachgerecht (z.B. in Kühlräumen) und pflegen die Pflanzen durch Gießen, Düngen, Ein- und Umtopfen und Schädlingsbekämpfung. Wichtige Aufgaben der FloristInnen sind weiters die Herstellung von Blumensträußen und Gestecken aus verschiedenen pflanzlichen Materialien (Blätter, Blüten, Zweige, Reisig usw.) und die Durchführung von Dekorationsaufträgen (z.B. Dekoration von Festsälen mit Pflanzen, Blumengirlanden usw.).

Bei der Herstellung eines Gesteckes schneiden die FloristInnen zunächst die Steckmasse (schwammartiges Kunststoffmaterial) auf die erforderliche Größe zu. Falls sie frische Blumen verwenden, befeuchten sie die Steckmasse und pressen sie auf ein Steckgitter. Sodann stecken sie die Blumen sowie sonstige Pflanzenteile (Blätter, Zweige, Fruchtkapseln usw.) einzeln in die Steckmasse. Abschließend bedecken sie die noch sichtbare Steckmasse mit Blättern, Moos usw.

Bei der Herstellung eines Kranzes verwenden sie als Unterlage einen Reifen aus Draht oder Weingerten, auf dem sie büschelweise Tannengrün, Laubwerk, Föhrenzapfen usw. anbringen. Für trockenes Material wie z.B. Strohblumen oder Moos verwenden sie als Unterlage auch Stroh oder Kunststoff (Styropor). Die Stiele der für den Kranz vorgesehenen Frischblumen schneiden sie mit einem Messer schräg an, um ein frühes Verwelken zu verhindern. Dann durchstechen sie den Blütenkopf mit dünnem Draht, wickeln diesen ...

  • Handgeschicklichkeit: Anfertigen von Blumengestecken und Kränzen;
  • Sehvermögen: Beurteilen der Pflanzenqualität; Auswählen der Pflanzenteile für Gestecke; Gestalten von Blumenarrangements;
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Anfertigen von Gestecken und Kränzen; Dekorieren von Räumen;
  • Kontaktfähigkeit: Betreuen und Beraten der KundInnen;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten der KundInnen;
  • gestalterische Fähigkeit: Anfertigen von Gestecken.

FloristInnen werden vor allem in Kleinbetrieben des Blumenbindergewerbes und des Blumenhandels, aber auch in Gärtnereien ausgebildet und beschäftigt. Diese Betriebe sind meist in größeren Städten angesiedelt.

Der Beruf wird derzeit zwar größtenteils noch von Frauen erlernt und ausgeübt, aber Männer haben durchaus gleichwertige Chancen. Männliche Floristen werden manchmal von größeren Blumenfachgeschäften für die Erstellung von Raum-, Großraum- und Bühnendekorationen benötigt, weil diese Arbeit recht hohe körperliche Anforderungen stellt.

Die Berufsaussichten sind recht gut, weil das Floristen-Gewerbe wirtschaftlich sehr stabil ist und daher laufend gute Fachkräfte benötigt werden. Das Lehrstellenangebot ist zwar in den lezten 10 Jahren um ein Drittel gesunken, steigt jetzt aber wieder leicht an.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FloristIn", dem der Beruf "FloristIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Berufsaussichten sind recht gut, weil das Floristen-Gewerbe wirtschaftlich sehr stabil ist und daher laufend gute Fachkräfte benötigt werden. Das Lehrstellenangebot ist zwar in den lezten 10 Jahren um ein Drittel gesunken, steigt jetzt aber wieder leicht an.

In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FloristIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
FloristInnen- und BlumeneinzelhändlerInnen-Gewerbe (Arbeiter) 01.02.2017
FloristIn (inkl. Doppellehren)
In den angeführten Werten sind die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "BlumenbinderIn und -händlerIn (FloristIn)" enthalten!
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 57 45 46 48 42 29 38 33 26 24
weiblich 857 833 819 780 715 671 632 599 621 560
gesamt 914 878 865 828 757 700 670 632 647 584
Frauenanteil 93,8% 94,9% 94,7% 94,2% 94,5% 95,9% 94,3% 94,8% 96,0% 95,9%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
FloristIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Friedhofs- und Ziergärtner/in nein
Garten- und Grünflächengestalter/in - Landschaftsgärtnerei nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

  • Landwirtschaftliche Fachschule - Fachrichtung Gartenbau (Klagenfurt/Kärnten, Langenlois/NÖ, Haid-Ansfelden/OÖ) - Info
  • Höhere Lehranstalt für Gartenbau (Wien 13) - Info

Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bietet in einigen Bundesländern (z.B. Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Wien) Weiterbildungskurse für FloristInnen an, z.B. Adventbinderei, Osterfloristik, Pflanzenschutzmittel, Schnittblumen für Valentinstag, Allerheiligen, Weihnachten usw.

Die Höhere Lehranstalt für Gartenbau in Wien/Schönbrunn veranstaltet im Rahmen der "Schönbrunner Seminare" Kurse zu verschiedenen Themen des Gartenbaus (siehe Schönbrunner Seminare - Programmübersicht).

Für FloristInnen können weiters auch Kurse in den Bereichen "Verkauf" und "KundInnenberatung" (angeboten z.B. von WIFI und BFI) von Interesse sein.

FloristInnen können zu FilialleiterInnen von Blumenhandlungen oder zu LeiterInnen einer Gärtnerei aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für FloristInnen in den Handwerken "Florist" oder "Gärtner" (Voraussetzung: Meisterprüfung). Weiters können FloristInnen folgendes Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Friedhofsgärtnerei".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tiere und Pflanzen, Seite 144
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Natur, Pflanzen, Tiere, Umwelt, Seite 112
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