KlärwartIn

Berufsbereiche: Umwelt
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.480,- bis € 2.320,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

KlärwartInnen sind für die Reinigung und Aufbereitung des verschmutzten Abwassers von Haushalten und Industriebetrieben in Kläranlagen verantwortlich. Sie entnehmen Proben aus dem Abwasser und Schlamm und führen chemische Analysen durch, um z.B. den Grad der Verunreinigung festzustellen. Mittels verschiedener Maschinen der Kläranlagen filtern sie das Abwasser und beseitigen chemische, organische und biologische Verunreinigungen.

Sie überwachen, bedienen und steuern Maschinen und Anlagen, wie z.B. Pumpen, Schleusen oder Filteranlagen. KlärwartInnen warten diese regelmäßig und reparieren sie bei Störungen. Sie sind auch für die Reinigung der Kläranlagen, Abwasserkanäle und Rohre zuständig.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Technische Einrichtungen bedienen
  • Abwasserwerte protokollieren
  • Klärvorgang steuern
  • Laboranalysen durchführen
  • Betriebsbücher führen
  • Prozessabläufe planen
  • Betriebliche Sicherheitsstandards einhalten

 

Siehe auch:
  • Handwerkliche Geschicklichkeit
  • Interesse für Chemie und Physik
  • Interesse für Umweltschutz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Sinn für Sauberkeit und Hygiene
  • Technisches Verständnis
  • Unempfindlichkeit der Haut
  • Unempfindlich gegen Gerüche sein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Private Wasserwiederaufbereitungsunternehmen
  • Öffentliche Kläranlagen
  • Industrielle Betriebe

Die Zahl der Unternehmen im Bereich Abfall- und Abwasserentsorgung ist hoch. Es wird mit leicht steigenden Beschäftigungszahlen gerechnet. Die Berufsaussichten für KlärwartInnen sind dementsprechend stabil.

Zudem eröffnen technische Innovationen zur Aufbereitung von Abwasser neue Möglichkeiten für die Branche. Technische Fachkräfte mit entsprechenden Qualifikationen haben daher gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Analytische Fähigkeiten sowie Know-how zur Steigerung der Ressourceneffizienz sind in diesem Bereich gefragte Kompetenzen und können die Berufsaussichten zusätzlich verbessern.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Entsorgungs- und RecyclingtechnikerIn", dem der Beruf "KlärwartIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Als Ausbildung für den Beruf KlärwartIn kommen Fachschulen im Bereich Chemie sowie höhere technische Lehranstalten in den Bereichen Umwelttechnik, Recyclingtechnik und Chemie in Betracht. Da KlärwartInnen auch für die Wartung und Reparatur von Maschinen und Anlagen zuständig sind, sind Qualifikationen in den Bereichen Maschinenbau und Anlagentechnik vorteilhaft.

Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband bietet zudem verschiedene Kurse und Ausbildungen im Bereich Abwasserwirtschaft an.

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung, die den Zugang zu Kollegs und Universitäten ermöglichen. Auch der Besuch eines einschlägigen Fachhochschul-Studiengangs bietet für berufserfahrene FachschulabsolventInnen sowie für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Ablegung einer Werkmeisterprüfung.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Abwasser und Recycling bieten private Entsorgungsunternehmen sowie der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe an.

Zudem können Weiterbildungen bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Umwelttechnik
  • Recyclingtechnik
  • Chemie
  • Biochemie
  • Technisches Umweltmanagement
  • Verfahrenstechnik
  • Umweltschutz

 

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn“ erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure, sowie auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in erster Linie in leitenden Positionen wie Projekt- oder Abteilungsleitung. Zudem bestehen auch Entwicklungsmöglichkeiten im chemischen Bereich, wie z.B. in der Laborleitung.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der freien Gewerbe "AbfallbauftragteR gem. § 11 Abfallwirtschaftsgesetz", "AbfallberaterIn" oder "AbfallsammlerIn und AbfallbehandlerIn" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe (BMDW).

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