InformatikerIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.040,- bis € 2.450,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

InformatikerInnen beschäftigen sich mit der automatischen und systematischen Verarbeitung von Information. Dazu befassen sie sich beispielsweise mit der Entwicklung von Soft- und Hardware und begleiten ihre Realisierung. Sie erstellen auch Softwareprogramme oder passen bestehende Programme an die jeweiligen Anforderungen an. Sie führen Tests durch, analysieren auftretende Fehler und beheben Störungen. Außerdem sind InformatikerInnen dafür verantwortlich, IT-Prozesse und -Abläufe kontinuierlich zu verbessern. Sie sind weiters zuständig für die Datensicherheit sowie den Datenschutz und sie warten bestehende IT-Systeme.

InformatikerInnen analysieren zunächst die Anforderungen, die z.B. an ein IT-System gestellt werden, und erstellen darauf aufbauend ein Konzept. Bei der Umsetzung des Projekts arbeiten sie eng mit KollegInnen, etwa aus dem Bereich Softwareentwicklung, zusammen. Sie beraten Unternehmen und ihre KundInnen zudem bei der Einführung neuer IT-Systeme und IT-Lösungen und führen Schulungen durch. Durch das breite Tätigkeitsfeld sind InformatikerInnen meist auf einen Bereich spezialisiert, z.B. auf  Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, Systemintegration oder Technische Informatik.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • IT-Lösungen entwerfen und implementieren
  • Anforderungen erfassen und analysieren
  • Projekte abwickeln
  • KundInnen beraten
  • Software und Hardware testen
  • Fehler beheben
  • Schulungen durchführen
Siehe auch:
  • Didaktische Fähigkeiten
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Computer
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Serviceorientierung
  • Sinn für genaues Arbeiten

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • EDV-Servicebetriebe
  • Unternehmen mit eigenen IT-Serviceabteilungen
  • Internet-Provider
  • Daten- und Telekommunikationsunternehmen
  • Rechenzentren
  • Öffentliche Institutionen

Maßgeschneiderte IT-Lösungen gewinnen in Unternehmen aller Branchen an Bedeutung. Weiters machen der zunehmende Einsatz von Cloud-Technologien und Künstlicher Intelligenz sowie die zunehmende Digitalisierung den IT-Sektor zu einem Bereich mit guten Beschäftigungsaussichten. Unterstützt wird diese Tendenz durch die insbesondere seit der COVID-19-Pandemie verstärkten Nutzung von Homeoffice-Arbeitsplätzen, was sichere, leistungsfähige und gut funktionierende IT-Netzwerke und Hardware voraussetzt. Generell hat die Corona-Krise in vielen Bereichen einen zusätzlichen Digitalisierungsschub bewirkt, wodurch die Nachfrage nach IT-Lösungen sowie IT-Dienstleistungen gestiegen ist.

Aufgrund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten haben qualifizierte InformatikerInnen gute Beschäftigungsperspektiven. Formale Abschlüsse nehmen im IT-Bereich einen hohen Stellenwert ein. QuereinsteigerInnen ohne entsprechende Ausbildung haben kaum mehr Chancen auf einen attraktiven Arbeitsplatz. Durch den ständigen technischen Fortschritt ist zudem lebenslange Weiterbildung unerlässlich, um am Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu sein.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "InformatikerIn", dem der Beruf "InformatikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine gute Grundlage für diesen Beruf bilden Ausbildungen an höheren technischen Lehranstalten, z.B. für Informatik. Die meisten Ausbildungen im Bereich Informatik vermitteln neben technischen Kompetenzen, wie z.B. in Computerarchitekturen und Betriebssystemen, Netzwerksystemen und Cyber Security, Software Engineering und Systemplanung, auch organisatorische und kaufmännische Inhalte, z.B. in den Bereichen Projektmanagement sowie Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen. Zudem bieten manche Lehranstalten die Möglichkeit, Zusatzqualifikationen zu erwerben, z.B. in SAP oder Cisco. Weiters werden praktische Erfahrungen in schuleigenen Werkstätten sowie im Rahmen von mehrwöchigen betrieblichen Pflichtpraktika erworben.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von höheren technischen Lehranstalten bieten Kollegs und Universitäten, z.B. im Bereich Informatik oder Technische Informatik. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge sind eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Datensicherheit
  • Projektmanagement
  • Softwareentwicklung
  • Datenbankentwicklung
  • Cloud Computing
  • IT-Security
  • Neuronale Netze

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn" erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure sowie auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Aufstiegsmöglichkeiten für InformatikerInnen bestehen in Gruppen- und Abteilungsleitungsfunktionen sowie in Senior-Positionen.

Eine selbstständige Berufsausübung ist möglich, z.B. im Rahmen des freien Gewerbes "Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik".

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich und in der Liste der freien Gewerbe (BMDW).

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