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InformatikerIn

Berufsbereiche: Informationstechnologie
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Innerhalb der IT-Welt teilt sich die Informatik im Wesentlichen in vier Disziplinen (Theoretische, Praktische, Technische und Angewandte Informatik) und bietet dementsprechend eine Menge an Spezialisierungsmöglichkeiten.

Tätigkeitsmerkmale

Informatik ist die Wissenschaft und Technik von der automatisierten Verarbeitung von Information mit Computern und bildet die Grundlage für die Informationstechnologie.

InformatikerInnen versuchen die Daten- und Informationsverarbeitung als perfektes logisches System zu realisieren. Dazu beschäftigen sie sich grundsätzlich mit der Planung, Entwicklung, Weiterentwicklung und Wartung von Software und ganzen Softwaresystemen samt deren Verknüpfung mit Geräten und anderen Systemen zur automatisierten, systematischen Verarbeitung von Informationen.

Sie arbeiten gemeinsam mit IngenieurInnen und TechnikerInnen an der Entwicklung und Realisierung von Informationstechnischen Systemen (z.B. Signal- und Sicherheitssysteme, Automatisierungssysteme). Hier gewinnt zunehmend das sog. Internet of Things an Bedeutung, vor allem im Bereich Industrie 4.0. Maschinen sollen "eigenständig" logische Entscheidungen treffen können, z.B. das automatisierte Einleiten des Bremsvorganges eines Autos, das selbstständige Abschalten einer Produktionsmaschine bei einem Brandfall, Industrieroboter etc. 

Im Mittelpunkt steht einerseits die Mensch-Maschine Kommunikation, d.h. die Interaktion zwischen Mensch und Maschine über entsprechende Steuereinheiten. Angestrebt wird zunehmend die sog. Machine-to-Machine Kommunikation (M2M), die ein völlig nahtloses Interagieren zwischen Endgerät bzw. Maschine und dem IT-System ermöglicht. Sensoren liefern zudem Daten, die in prozess- und entscheidungsrelevantes Wissen transformiert werden. So erhält die Geschäftsführung jederzeit zusammengeführte Informationen für Entscheidungen, die Service-Abteilung weiß welche Instandsetzungsarbeiten in nächster Zeit zu erwarten sind u.v.m.

Solche Lösungskonzepte haben stets einen interdisziplinären Ansatz und weisen immer eine ganzheitliche Sichtweise auf. Software, Hardware, Komponenten und Daten werden als einheitliches System aufgefasst.

SysteminformatikerInnen befassen sich mit der Entwicklung, Bereitstellung und Wartung individueller informationstechnischer Systeme für jeweils (hoch)spezialisierte Betriebe, z.B: Maschinenbau, Werkzeugbau, Fahrzeugbau, Bio-, Geo-, oder Medizintechnik.

Siehe auch die Berufe Softwarearchitect, SystemprogrammiererIn und MedieninformatikerIn.

Informatik ist die Wissenschaft und Technik von der automatisierten Verarbeitung von Information mit Computern und bildet die Grundlage für die Informationstechnologie.

InformatikerInnen versuchen die Daten- und Informationsverarbeitung als perfektes logisches System zu realisieren. Dazu beschäftigen sie sich grundsätzlich mit der Planung, Entwicklung, Weiterentwicklung und Wartung von Software und ganzen Softwaresystemen samt deren Verknüpfung mit Geräten und anderen Systemen zur automatisierten, systematischen Verarbeitung von Informationen.

Sie arbeiten gemeinsam mit IngenieurInnen und TechnikerInnen an der Entwicklung und Realisierung von Informationstechnischen Systemen (z.B. Signal- und Sicherheitssysteme, Automatisierungssysteme). Hier gewinnt zunehmend das sog. Internet of Things an Bedeutung, vor allem im Bereich Industrie 4.0. Maschinen sollen "eigenständig" logische Entscheidungen treffen können, z.B. das automatisierte Einleiten des Bremsvorganges eines Autos, das selbstständige Abschalten einer Produktionsmaschine bei einem Brandfall, Industrieroboter etc. 

Im Mittelpunkt steht einerseits die Mensch-Maschine Kommunikation, d.h. die Interaktion zwischen Mensch und Maschine über entsprechende Steuereinheiten. Angestrebt wird zunehmend die sog. Machine-to-Machine Kommunikation (M2M), die ein völlig nahtloses Interagieren zwischen Endgerät bzw. Maschine und dem IT-System ermöglicht. Sensoren liefern zudem Daten, die in prozess- und entscheidungsrelevantes Wissen transformiert werden. So erhält die Geschäftsführung jederzeit zusammengeführte Informationen für Entscheidungen, die Service-Abteilung weiß welche Instandsetzungsarbeiten in nächster Zeit zu erwarten sind u.v.m.

Solche Lösungskonzepte haben stets einen interdisziplinären Ansatz und weisen immer eine ganzheitliche Sichtweise auf. Software, Hardware, Komponenten und Daten werden als einheitliches System aufgefasst.

SysteminformatikerInnen befassen sich mit der Entwicklung, Bereitstellung und Wartung indiv ...

Logisch-analytischer Arbeitsstil, mathematische Kenntnisse (Angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, Entscheidungskompetenz, (Budgetkalkulation, etc), Kenntnis der Gestaltprinzipien, Beratungskompetenz, tlw. Bereitschaft zur Mobilität.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse, die Bereitschaft zur regelmäßigen Weiterbildung (neue Technologien) und tlw. interkulturelle Kompetenzen (internationale Projekte, Kundenorientiertheit).

Beschäftigungsmöglichkeiten in der Angewandten Informatik bestehen in der bei Hard- und Softwareunternehmen, je nach Spezialisierung in großen Wirtschaftsunternehmen, im Banken- und Versicherungsbereich, in Rechenzentren, Data-Warehäusern, an Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und Forschungsstellen sowie im gesamten IT/EDV-Dienstleistungssektor, in Forschungslabors, in Produktions- und Fertigungsstätten.

Fachleute aus der Theoretischen Informatik befassen sich (forschend) mit Komplexitätstheorie, Logik, Entscheidungsproblemen, formalen Sprachen u.a. 

Die Aufgaben, die Ingenieur(e)innen in der Technischen Informatik lösen müssen, stammen vor allem aus Forschung und Entwicklung sowie aus Anwendungen für elektronische Rechenanlagen, intelligente Steuerungen und Subsysteme in Fahrzeugen, Unterhaltungs- oder vernetzte Haushaltselektronik (Smart Home Systems).

Für AbsolventInnen aus den Studienrichtungen der Informationstechnologie besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn.

Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten werden im Bereich Industrie 4.0 prognostiziert. Gemeint ist die computergesteuerte Prozessautomation, anders gesagt Maschinen "kommunizieren" untereinander. In Zusammenhang mit Industrie 4.0  wird auch von einer vernetzten Produktion aufgrund cyber-physischer Systeme (Link führt zu externem Lexikon) gesprochen. Ein cyberphysisches System bezeichnet die Verbindung von informations- und softwaretechnischen Komponenten mit mechanischen und elektronischen Teilen.

In der Industrie werden v.a. drei Arten von IT-Systemen zur Planung verwendet: Enterprise Ressource Planning Systeme, Advanced Planning and Scheduling-Systeme (Planungs- und Zeitsysteme) und MES-Systeme (Manufacturing Execution Systeme zur Fertigungsoptimierung).

Die Forschung im Bereich Technische Informatik beschäftigt sich mit Simulationen, Prozessor-Architekturen, Bildanalysen, Rechnernetzen, Künstlicher Intelligenz und Mobilkommunikation.

Über aktuelle Arbeitsmarkttrends dieses Berufsbereiches informiert das AMS-Qualifikationsbarometer auf ams.or.at/qualibarometer.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "InformatikerIn", dem der Beruf "InformatikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Informatik, Technische Informatik, Software Engineering, Software & Information Engineering, Software Engineering/Internet Computing, Software Design, Softwareentwicklung-Wirtschaft, Pervasive Computing.

Als Erweiterung eines regulären Bachelor-Studiums der Informatik und Wirtschaftsinformatik an der TU Wien kann ein Bachelor-Abschluss with Honors nach anglo-amerikanischem Vorbild erworben werden, Infolink

FH: Z.B. Informatik, Informatik – Software and Information Engineering, Software Engineering, Hardware-Software-Design, Systems Engineering, Embedded Systems Engineering, Mobile Application Development, Mobile Computing, Systems Engineering mit Vertiefung Robotik, Cloud Computing Engineering.

Die FH OÖ plant ab 2018 den Studiengang "Robotic Systems Engineering" (Dipl. Ing.) als duales Studium - Infos.

FH: Z.B. "Elektrotechnik Dual" (Wahlfach Technische Informatik), BSc Studium mit einer praktischen Berufsausbildung in einem Unternehmen. Anrechnung großer Teile des 1. Semesters für HTL-AbsolventInnen möglich, Anstellung in einem Partnerunternehmen ab dem 3. Semester, FH Vorarlberg. Das duale Studium "Smart Engineering of Production Technologies and Processes" befasst sich mit der Entwicklung und Umsetzung von Technologien und Prozessen innerhalb der Industrie 4., FH St. Pölten.

Infos über Hochschulen, die duale Studiengänge anbieten finden sich in dieser Datenbank.

Bei Informatikstudien wird oft ein bestimmter Anteil an Lehrveranstaltungen auf Englisch gehalten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, zum Teil gibt es Ausbildungen und Einschulungen bei den großen Hard- und Softwareanbietern (einige Firmen verfügen mittlerweile über eigene Akademien).

Ausbildungen für Berufstätige und Postgraduierte werden auch im Rahmen von Universitätslehrgängen angeboten, z.B: Business Analytics, E-Government, IT-Recht, Technologie und ganzheitliches Management, IT-Risikomanagement, Medizininformatik, Geografische Informationssysteme, Angewandte Mustererkennung, Cybercrime etc.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitenden Positionen und Funktionen wie etwa Software-TestingenieurIn, Data Analyst, IT-Compliance BeauftragteR, IT-Security Officer(w/m) oder Requirement Engineer. Requirement Engineering (Anforderungsmanagement) umfasst die Ermittlung, Analyse, Dokumentation, Validierung und Verwaltung von Anforderungen sowie die Ermittlung und Abklärung von Aufwandsabschätzungen und Machbarkeitsstudien für ein IT-Projekt.

Karrieremöglichkeiten bestehen in vielfältigen Bereichen, z.B. E-Government, Business-Intelligence/Data Science, Business Process Management, Multi Media Design, IT-Qualitätsmanagement, IT-Recht bzw. je nach Spezialisierung im Bereich Gesundheitsinformatik/eHealth, Pflegeinformatik, Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, Geoinformatik etc.

Daneben existieren wichtige Querschnittsbereiche in denen - je nach Interesse und Qualifikation - eine berufliche Karriere angestrebt werden kann. Beispiele sind Industrie 4.0. und Artificial Intelligence, welches sich mit der Simulation, Nachahmung und Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst (z.B. Spracherkennung oder Robotik).

Für AbsolventInnen einer technischen Studienrichtung besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn. Nähere Infos über Befähigungsnachweise für die Ausübung eines Gewerbes bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Informatik, Informatikmanagement, Informationstechnik, Telematik
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