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UmweltinformatikerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Umwelt
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.280,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Umweltinformatik beschäftigt sich als Teildisziplin der Angewandten Informatik interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten.

UmweltinformatikerInnen konzipieren, modellieren, realisieren und optimieren Umweltinformationssysteme. Sie nutzen Simulationsprogramme, etwa zur Messung und Simulation der Ausbreitung von Schadstoffen. Sie werten die Ergebnisse aus und interpretieren die Daten zur Gewinnung von Informationen, welche sie für ökonomische und ökologische Optimierungsmaßnahmen und zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebes von Anlagen nutzen. Zudem beraten sie Betriebe und Behörden bei informationsstrategischen Fragen.

UmweltinformatikerInnen sind auch für die Erfassung, Speicherung und Verwaltung der spezifischen Daten in Datenbanken verantwortlich.

UmweltinformatikerInnen verfügen über Kenntnisse im Bereich Umweltwissenschaften (Ökologie, Umweltchemie, Umweltphysik, Geographie) und beherrschenden den Umgang mit spezifischen Programmen zur Auswertung großer Datenmengen (Data Mining, Statistik).

Siehe auch den Kernberuf InformatikerIn.

Von Vorteil ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis (Umweltchemie, Umweltphysik, Mikrobiologie, Toxikologie), sowie

  • Interesse für Informatik und messtechnische Themenstellungen
  • Analytisches Denkvermögen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kentnisse in (diskreter und struktureller) Mathematik
  • Abstraktionsvermögen: zur Modellbildung für Lösungskonzepte
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten: Fehlersuche
  • Umgang mit geobasierten Umweltinformationssystemen

 

Der Beruf erfordert oft die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen fachlichen Prozessen. Oft sind grundlegende Kenntnisse in Englisch erforderlich (Literatur, technische Handbücher, internationale Projekte).

UmweltinformatikerInnen finden spannende Beschäftigungsbereiche in Bauwesen, Steuerung und Planung von Windparks und Solaranlagen, Überwachung und Implementierung von Umweltschutzauflagen, Rettungswesen, Wirtschafts-, in der Umweltforschung, in Industriebereichen sowie im gesamten Dienstleistungssektor.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UmweltberaterIn", dem der Beruf "UmweltinformatikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Nach einem klassischen Informatikstudium erfolgt oft die Weiterqualifizierung im Bereich Umwelttechnik. Wichtig sind Kenntnisse der Angewandten Informatik (Programmierung, Geographische Informationssysteme, Modellierung, Datenbanken, Webtechnologien) und Umweltwissenschaften (Ökologie, Umweltchemie, Umweltphysik, Geographie).

Uni: Z.B. Informatik, Angewandte Informatik, Software & Information Engineering, Wirtschaftsinformatik.

FH: Z.B. Informatik, Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten in Bereichen der angewandten Informatik sind vielfältig: Business-Intelligence, Business Process Management, Messtechnik, Betriebliche Umweltinformatik, Risiko Management.

Daneben existieren wichtige Querschnittsbereiche in denen Fort- und Weiterbildungsprogramme angeboten werden, z.B. Artificial Intelligence, welche sich mit der Simulation, Nachahmung und Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst (z.B. im Bereich Spracherkennung oder Robotik).

Der duale Studiengang "Smart Engineering of Production Technologies and Processes" befasst sich mit der Entwicklung und Umsetzung von Technologien und Prozessen innerhalb der Industrie 4.0, FH St. Pölten.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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