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UmwelttechnikerIn

Berufsbereiche: Umwelt
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.280,- bis € 2.590,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

UmwelttechnikerInnen beschäftigen sich vorwiegend mit den technischen Aspekten des Umweltschutzes. Ihre Tätigkeit umfasst die Umsetzung von Umweltschutzauflagen sowie die Optimierung von Umweltschutzmaßnahmen im Unternehmen.

Sie befassen sich mit der Entwicklung, Planung und Umsetzung umweltfreundlicher Technologien und der Minimierung des Rohstoff- und Energieverbrauchs. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Rückgewinnung von Stoffen und die Energiegewinnung aus Abfällen. Ziel ist die Minimierung und wo es möglich ist, die Vermeidung von Umweltbelastungen.

UmwelttechnikerInnen erarbeiten Optimierungsmaßnahmen für Anlagen. Das können z.B. Filter- und Kläranlagen sein, Anlagen für erneuerbare Energien (z.B. Windkraft- oder Biomassegasanlagen), Fertigungsanlagen für Fahrzeuge oder andere technische Produktionsanlagen.

Wichtige Aufgaben sind die Projektierung und die Kontrolle umweltgerechter Produktionsabläufe. Weiters sind sie mit der Untersuchung von Materialien und Werkstoffen hinsichtlich deren Auswirkung auf die Umwelt tätig.

UmwelttechnikerInnen erstellen Gutachten über die Umweltverträglichkeit eines Betriebsstandortes oder eines Produktes (Öko-Bilanz). Gegebenenfalls schlagen sie Optimierungsmaßnahmen vor um negative Auswirkungen auf die Umwelt möglichst zu minimieren. Sie kommunizieren mit Behörden, Anrainern und Interessenvertretungen.

Spezialisierungsmöglichkeiten: Z.B. Bau, Entsorgungs- und Deponietechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Recyclingtechnik, Strahlenschutz, Versorgungstechnik, Umweltverfahrenstechnik.

Siehe auch die Berufe VerfahrenstechnikerIn (Technischer Umweltschutz), UmwelttechnikerIn (Recyclingtechnik), Regelungs- und SteuerungstechnikerIn.

Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis und die Freude an Mathematik, Chemie und Physik (Thermodynamik) und Biologie (Mikrobiologie, Toxikologie)

Der Beruf erfordert die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen fachlichen Prozessen sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Verhandlungskompetenz und Argumentationsfähigkeit
  • Beratungskompetenz und Organisatorisches Geschick: Infoveranstaltungen, Umgang mit Politischen Behörden und Entscheidungsträgern
  • Weiterbildungsbereitschaft: Rechtliche Normen und Bestimmungen
  • Umgang mit Softwaretools: Simulationen, Statistik
  • Englischkenntnisse: Lesen von Fachliteratur

 

In Jobausschreibungen werden oft folgende Anforderungen formuliert:

  • Fähigkeit zur Erfassung und verständlichen Darstellung und Vermittlung komplexer Sachverhalte und Zusammenhänge
  • Umgang mit geobasierten Umweltinformationssystemen

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich in Unternehmensberatungsfirmen, in Umweltschutzvereinen und in technischen Büros in der Umweltberatung an Schulen, Behörden und in der Erwachsenenbildung.

UmwelttechnikerInnen sind in fast allen technisch-industriellen Betrieben gefragt, insbesondere aber im Anlagenbau. Aufgrund des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes ist es erforderlich, dass jeder Betrieb (ab 100 MitarbeiterInnen) den Behörden eineN betrieblicheN AbfallbeauftragteN bekannt gibt.

Zu den Bereichen, die am meisten für die Umweltverschmutzung verantwortlich sind, gehören Unternehmen der Erdölindustrie und Textlindustrie (Färben und Imprägnieren von Kleidung und Ledergerbung).

Das Thema Umweltinformatik spielt eine große Rolle. Hier realisieren und optimieren Fachleute Umweltinformationssysteme. Sie nutzen Simulationsprogramme z.B. zur Messung und Simulation der Ausbreitung von Schadstoffen.

Bei Interesse und Qualifikation kann eine Position als Data Scientist angestrebt werden. Data Scientists analysieren große Datenmengen zur Gewinnung von wichtigen Informationen. Diese Informationen dienen zur Nutzung für ökonomische und ökologische Optimierungsmaßnahmen und zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebes von Anlagen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UmwelttechnikerIn", dem der Beruf "UmwelttechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Industrielle Umweltschutz- und Verfahrenstechnik, Recyclingtechnik, Energie- und Umwelttechnik, Environmental Sciences, Environmental Technology & International Affairs, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, bei entsprechender Spezialisierung auch Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Weiters: Ökologie und Biodiversität, Ökologie/Umweltbiologie, Ökologische Landwirtschaft, Umwelt- und Bioressourcenmanagement, Naturschutz und Biodiversitätsmanagement, Umweltsystemwissenschaften, Applied Limnology - Aquatic ecosystem management, Limnology & Wetland Management.

FH: Z.B. Bio- und Umwelttechnik, Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik, Energie- und Umweltmanagement, Öko-Energietechnik, Umwelt-, Verfahrens- und Biotechnik, Nachhaltiges Ressoucenmanagement.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Viele der notwendigen Kenntnisse und Befähigungen (z.B. Öko-Auditing) werden berufsbegleitend erworben. Wichtig sind Kenntnisse im Bereich Recht: Umweltrecht, Patentrecht, besonderes Umweltrecht (z.B. Abfallwirtschaft, Gewässerschutzrecht, Immissionsschutzrecht, Haftungsproblematik) sowie Vorschriften und Bestimmungen zum Gewässerschutz.

Universitäre Lehrgänge: Z.B. Umweltmanagement, Management und Umwelt, Nachhaltiges Ressoucenmanagement, Verpackungstechnologie und Eco Design.

Es bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten z.B. im Bereich Öko-Audit, Simulation und Datenanalyse (Data Science), PrüfingenieurIn oder in der messtechnischen Erfassung, Überwachung und Dokumentation von Schadstoffen und Umweltschäden.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Erwerbstätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Es besteht die Möglichkeit der selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Rechtskraftgewerbes oder Reglementierten Gewerbes etwa als UnternehmensberaterIn. Über entsprechende (Zusatz)Qualifikationen informiert z.B. die Wirtschaftskammer Österreich WKO und die Unternehmensberatungs-Verordnung.

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