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AnalystIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.720,- bis € 2.070,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Analysts sind AnalytikerInnen, die auf eine bestimmte Branche oder bestimmte Unternehmen spezialisiert sind. Sie können sich auch auf einen bestimmten Bereich, wie etwa Geldanlagen, Vertriebscontrolling oder Technologie (z.B. Produktionsanlagen) spezialisieren.

Im Bereich Aktien und Wertpapiere befassen sich mit der Erforschung (Research) von Unternehmensdaten und -informationen, um die Wirkung von Unternehmensstrategien auf die Börsenkurse abzuschätzen.

Zudem stellen sie für eine Vielzahl von AnlegerInnen verschiedene Anlagemöglichkeiten zusammen, die einerseits sicher, andererseits trotzdem gewinnbringend sein sollen. Sie vermitteln den Investoren (AnlegerInnen) Empfehlungen über die aktuelle Bewertung der Aktien - auch in Hinblick darauf, ob diese über- oder unterbewertet sein könnten.

Analysts im Bereich Unternehmen bewerten Unternehmen auf Grundlage der Datenanalyse aus Geschäftsberichten bzw. Interviews mit den UnternehmerInnen sowie aus der Beobachtung des Unterehmensumfeldes. Es geht darum, die Rentabilität, Stabilität und "Überlebensfähigkeit" eines Unternehmens oder Projektes mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit vorherzusagen.

Sie erstellen Einzelproduktanalysen und untersuchen sogenannte Chartdaten, das sind zum Beispiel Absatz- und Börsendaten. Ebenso analysieren si Daten zu Kapitalmaßnahmen (Corporate Actions). Dadurch können sie wertvolle Informationen über Risiko und Trendentwicklungen sammeln, um qualifizierte Prognosen und Investitionsentscheidungen treffen zu können.

Um Entscheidungen zum Ausbau von Filial- und Logistiknetzen von Industrien treffen zu können, analysieren und bewerten sie die Potenziale der Vertriebs- und Einzugsgebiete. Dazu benötigen sie detektivisches Gespür. Analysts müssen auch über gute Kenntnisse in den Bereichen Risikomanagement und Risikocontrolling verfügen.

Siehe auch die Berufe Business Analyst und Treasury ManagerIn sowie den Lehrberuf Finanzdienstleistungskaufmann/-kauffrau.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Freude am Umgang mit Zahlen
  • Verantwortungs- und Risikobewusstsein
  • Detektivisches Gespür
  • Beratungskompetenz und Diskretion

 

In diesem Beruf sind meistens Fremdsprachenkenntnisse gefragt, z.B. Englisch oder zentral-, osteuropäische oder südostasiatische Sprachen.

Der Beruf erfordert den Umgang mit EDV-Tools und Statistik-Software, z.B. Excel, SQL, VBA, SAS, Data Mining-Tools.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich in der Versicherungswirtschaft, der Bank- und Kreditwirtschaft sowie der Finanzwirtschaft. Zudem sind sie in Versicherungsgesellschaften im Innen- und Außendienst als auch bei Leasinggesellschaften tätig.

Grundsätzlich erfolgt der Einstieg oft über verschiedene Arten von Geldinstituten, vor allem Investmentbanken, ferner für Wirtschafts- und Vermögensberatungsfirmen. Tätigkeitsfelder bieten auch Fachmedien bei Banken, Sparkassen, Hypothekenanstalten, aber auch in Spezialinstituten wie der Kontrollbank. 

 

Der Einstieg erfolgt erst nach mehrjähriger Berufstätigkeit (z.B als MitarbeiterIn im IT-Risikomanagement oder als IT-ManagerIn) vorerst meist als WorkflowmanagerIn oder als Junior Analyst. Je nach Qualifizierung und fachlicher sowie persönlicher Kompetenz kann ein Aufstieg zum Senior Business Analyst bzw. Business Process ManagerIn erfolgen.

Entwicklungsmöglichkeiten bestehen vor allem im Börsenbetrieb, Wertpapiermanagement, Immobilienmanagement, im Bereich der Vermögens- und Anlagenberatung (bei Beratungsunternehmen oder selbständig), in den Kontrollinstituten und in Zentralbanken.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BankangestellteR im bankinternen Bereich", dem der Beruf "AnalystIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Analysts benötigen neben einer fundierten Ausbildung üblicherweise jahrelange Berufserfahrung. Sie müssen nämlich das jeweilige Unternehmen bzw. Technologie richtig verstehen um die jeweiligen Anforderung erfassen zu können.

Zur Auswahl stehen wirtschaftswissenschaftliche, betriebswirtschaftliche oder mathematische Ausbildungen (bevorzugt ein Studium) oder Statistik mit verschiedenen Schwerpunkten. Wichtig sind Kenntnisse in Versicherungsmathematik und Compliance.

Ergänzende Ausbildungen, Qualifikationen und/oder Zertifizierungen in der Business Analyse sowie fundiertes Wissen im Bereich Marktrisiko und Projektmanagement sind vorteilhaft und werden in Jobausschreibungen oft vorausgesetzt.

In der Regel haben sich alle BankmitarbeiterInnen zunächst einem internen Ausbildungsprogramm zu unterziehen. Sehr häufig findet dabei Job-Rotation statt. Im Verlauf der weiteren Tätigkeit ist Spezialisierung sowohl im Kundenbetreuungsbereich als auch im Back-Office-Bereich möglich.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen sowohl in Form interner Fortbildungsmaßnahmen als auch durch Kurse und Fortbildungsangebote externer Schulungsträger (insbesondere für Fach- und Führungspersonal).

Für das Personal von Banken und Sparkassen bestehen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten insbesondere durch wirtschaftswissenschaftliche und rechtswissenschaftliche Studienrichtungen.

Aus- und Weiterbildungsangebote gibt es in Bereichen: Finanzdienstleistungen, Financial Management, Steuerrecht, Treasury Management. Es gibt auch (berufsbegleitende) Fachhochschul-Studiengänge für Bank- und Versicherungswirtschaft sowie für Bank- und Finanzwirtschaft. Außerdem gibt es Universitätslehrgänge wie etwa "Banking and Finance" und "Banking and Insurance".

Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten gibt es vor allem durch Aufstieg in leitende Funktionen (Abteilungsleitung, Filialleitung).

FilialleiterInnen sind die GeschäftsführerInnen von Bank- oder Sparkassenfilialen. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Mitarbeiterführung sowie Umsatzverantwortlichkeit für die Filialgeschäfte sowie die Erreichung der kurz- und langfristigen Geschäftsziele.

Die "Gewerbliche Vermögensberatung“ ist ein reglementiertes Gewerbe, dessen Ausübung an einen Befähigungsnachweis gebunden ist. Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich - WKO.

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