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HolzblasinstrumentenerzeugerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HolzblasinstrumentenerzeugerInnen erzeugen, reparieren, warten und restaurieren Blasinstrumente, die ein Mundstück aus Holz bzw. ein Rohrblatt (eine tonerzeugende Zunge aus Pfahl- oder Schilfrohr oder auch aus anderen Natur- oder Kunststoffen) haben. Dazu gehören Flöten (Blockflöten, Sopran-, Tenor-, Bassflöten, Querflöten), Klarinetten, Oboen, Fagotte, Englischhörner und Saxophone.

Der überwiegende Teil der HolzblasinstrumentenerzeugerInnen arbeitet in kleinen Gewerbebetrieben. Da die Produktion von Holzblasinstrumenten in Österreich in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen ist, beschränken sich die Aufgaben heute meist auf die Bereiche Reparatur und Wartung. Während billige Lerninstrumente im Ausland in maschineller Serienproduktion erzeugt werden, beschränkt sich die Inlandsfertigung auf die Herstellung von Qualitätsinstrumenten für BerufsmusikerInnen.

Die HolzblasinstrumentenerzeugerInnen fertigen zunächst Skizzen und Werkzeichnungen der einzelnen Instrumententeile an. Meist liegen solche Entwürfe jedoch bereits vor, sodass sie nur mehr die den Kundenwünschen entsprechenden Änderungen am Standardmodell bezüglich Länge, Innenbohrung, Anordnung der Klappen usw. vorzunehmen haben. Hierauf stellen sie Schablonen her und wählen die Werkstoffe aus. Dabei verarbeiten sie verschiedenste einheimische und exotische Hölzer sowie Metalle und Metalllegierungen. Nach dem Messen, Anzeichnen, Anreißen und Zuschneiden der Werkstücke beginnen die HolzblasinstrumentenmacherInnen mit der Formgebung der einzelnen Instrumententeile. Hölzerne Teile drechseln sie an der Drehmaschine grob heraus, dann bohren sie das Klangloch ("Mensur") und schleifen es mit einem speziellen Werkzeug ("Räumer") aus; die Tonlöcher fräsen sie. Anschließend vollziehen sie die endgültige Formung des Werkstückes durch Feindrehen ("Fassonieren") sowie die Oberflächenveredlung durch Schleifen, Beizen und Lackieren.

Instrumententeile aus Metall stellen die HolzblasinstrumentenerzeugerInnen durch Biegen, Drehen, Schmieden und Löten des Rohstückes her und unterziehen sie einer Oberflächenbehandlung durch Polieren, Mattieren oder auch Galvanisieren (Auftragen eines Metallüberzuges durch elektrischen Strom).

Nach der Herstellung der Einzelteile bauen die HolzblasinstrumentenerzeugerInnen das Instrument zusammen. Eine Klarinette besteht beispielsweise aus fünf unterschiedlich großen Teilen, wobei die beiden mittleren Teile Griffe und Klappen tragen. Die Klappen bestehen in der Regel aus Gusseisen und werden gewöhnlich von entsprechend spezialisierten Betrieben fertig bezogen. Die HolzblasinstrumentenerzeugerInnen setzen die Griffe und Klappen mit den Säulchen (Verbindungsstücke zwischen Holzkörper und Klappen), den Nadelfedern und den Scharnierrohren zur Klappenmechanik zusammen. Vorher kleben sie an die Klappen Dichtungen aus Filz oder Leder an ("Bepolstern").

Abschließend kontrollieren sie das Instrument, prüfen die Stimmung der einzelnen Töne, das Ansprechen der Töne (abhängig von der Hubhöhe der Klappen) und den Oktavabstand der Töne zueinander.

HolzblasinstrumentenerzeugerInnen erzeugen, reparieren, warten und restaurieren Blasinstrumente, die ein Mundstück aus Holz bzw. ein Rohrblatt (eine tonerzeugende Zunge aus Pfahl- oder Schilfrohr oder auch aus anderen Natur- oder Kunststoffen) haben. Dazu gehören Flöten (Blockflöten, Sopran-, Tenor-, Bassflöten, Querflöten), Klarinetten, Oboen, Fagotte, Englischhörner und Saxophone.

Der überwiegende Teil der HolzblasinstrumentenerzeugerInnen arbeitet in kleinen Gewerbebetrieben. Da die Produktion von Holzblasinstrumenten in Österreich in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen ist, beschränken sich die Aufgaben heute meist auf die Bereiche Reparatur und Wartung. Während billige Lerninstrumente im Ausland in maschineller Serienproduktion erzeugt werden, beschränkt sich die Inlandsfertigung auf die Herstellung von Qualitätsinstrumenten für BerufsmusikerInnen.

Die HolzblasinstrumentenerzeugerInnen fertigen zunächst Skizzen und Werkzeichnungen der einzelnen Instrumententeile an. Meist liegen solche Entwürfe jedoch bereits vor, sodass sie nur mehr die den Kundenwünschen entsprechenden Änderungen am Standardmodell bezüglich Länge, Innenbohrung, Anordnung der Klappen usw. vorzunehmen haben. Hierauf stellen sie Schablonen her und wählen die Werkstoffe aus. Dabei verarbeiten sie verschiedenste einheimische und exotische Hölzer sowie Metalle und Metalllegierungen. Nach dem Messen, Anzeichnen, Anreißen und Zuschneiden der Werkstücke beginnen die HolzblasinstrumentenmacherInnen mit der Formgebung der einzelnen Instrumententeile. Hölzerne Teile drechseln sie an der Drehmaschine grob heraus, dann bohren sie das Klangloch ("Mensur") und schleifen es mit einem speziellen Werkzeug ("Räumer") aus; die Tonlöcher fräsen sie. Anschließend vollziehen sie die endgültige Formung des Werkstückes durch Feindrehen ("Fassonieren") sowie die Oberflächenveredlung durch Schleifen, Beizen und Lackieren.

Instrumententeile aus Metall stellen die HolzblasinstrumentenerzeugerInnen durch Biegen, Dreh ...

  • Handgeschicklichkeit: Schleifen, Polieren mit der Hand
  • Fingerfertigkeit: Zusammenbauen der Klappenmechanik
  • Auge-Hand-Koordination: händisches Feinbearbeiten der Einzelteile, Zusammenbauen der Klappenmechanik
  • Sehvermögen: maßgenaues Herstellen und Zusammenbauen der Einzelteile, Kontrollieren der Verarbeitungsqualität
  • Hörvermögen: Prüfen des Klanges

HolzblasinstrumentenerzeugerInnen sind als FacharbeiterInnen in Kleinbetrieben des Holzblasinstrumentenerzeugergewerbes beschäftigt. Sie sind hier überwiegend im Bereich der Wartung und Reparatur eingesetzt. In seltenen Fällen können sie auch als Instrumenten- bzw. Orchesterwarte an Konservatorien oder Theatern Beschäftigung finden.

Die Arbeitsmarktsituation für HolzblasinstrumentenerzeugerInnen ist derzeit ungünstig. Der Bedarf an FacharbeiterInnen ist nur im Falle des altersbedingten Ausscheidens beschäftigter ArbeitnehmerInnen gegeben. Da der Großteil der berufstätigen HolzblasinstrumentenerzeugerInnen noch jung ist, wird der Ersatzbedarf in den nächsten Jahren sehr gering sein. Darüber hinaus sind die Beschäftigungsbetriebe einem starken Konkurrenzdruck durch billige Importprodukte ausgesetzt. Aus diesem Grund wird sich die Tendenz, dass immer mehr Betriebe in den Reparatur- und Wartungsbereich und in den Handel mit Musikinstrumenten abwandern, weiter fortsetzen.

Der Beruf wird hauptsächlich von Männern ausgeübt, obwohl er Frauen gleichermaßen zugänglich ist. Wegen des geringen Bedarfs sind die Beschäftigungsmöglichkeiten sehr beschränkt; es werden auch kaum Lehrlinge ausgebildet.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MusikinstrumentenerzeugerIn", dem der Beruf "HolzblasinstrumentenerzeugerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

HolzblasinstrumentenerzeugerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Musikinstrumentenerzeugergewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
HolzblasinstrumentenerzeugerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 2 7 8 5 7 4 4 5 3 3
weiblich 2 2 2 2 2 2 2 3 2 3
gesamt 4 9 10 7 9 6 6 8 5 6
Frauenanteil 50,0% 22,2% 20,0% 28,6% 22,2% 33,3% 33,3% 37,5% 40,0% 50,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
HolzblasinstrumentenerzeugerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Fachschule für Kunsthandwerk (Ausbildungszweig "Drechslerei, CNC- und Rotationstechnik").

Berufsspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten werden für den Lehrberuf "HolzblasinstrumentenerzeugerIn" nicht angeboten.

HolzblasinstrumentenerzeugerInnen können zu MeisterInnen aufsteigen. Weitere Aufstiegsmöglichkeiten sind kaum gegeben, da die HolzblasinstrumentenerzeugerInnen fast ausschließlich in kleinen Gewerbebetrieben beschäftigt sind.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für HolzblasinstrumentenerzeugerInnen im Handwerk "Holzblasinstrumentenerzeuger" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kunsthandwerk (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Kunst und Kunsthandwerk, Seite 93
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