
ElektronikerInnen entwerfen (planen), bauen, prüfen, warten und benutzen elektronische Schaltungen. Da jedes elektronische Gerät sich aus einer Anzahl solcher Schaltungen aufbaut, verbirgt sich hinter dieser trockenen Erklärung eine Reihe unterschiedlicher Tätigkeitsbereiche. Die damit verbundenen Aufgaben verteilen sich auf drei Ebenen: Planung, Produktion und Service. Dementsprechend unterschiedlich sind aber auch die Einsatzgebiete: Entwerfen und Herstellen elektronischer Bauteile, Auswahl fachspezifischer Einzelteile, Bestücken von Leiterplatten (das sind Montageplatten für kleinste elektronische Bauteile wie Transistoren, Widerstände und integrierte Schaltungen - so genannte ICs bzw. Chips), Zusammenbau dieser Einheiten zu elektronischen Komponenten und Geräten - bis zu Fertigungsanlagen, Testen dieser Geräte und Anlagen auf ihre Funktion, Instandhaltung und Produktkontrolle (Schaltpläne lesen, messen, Probelauf), präventive (vorsorgende) Instandhaltung (Kontrolle elektronischer und elektromechanischer Teile), Servicetätigkeit und Kundenberatung.
Die Einsatzgebiete reichen von Entwurf und Herstellung elektronischer Bauteile, Auswahl fachspezifischen Einzelteile, Bestückung von Leiterplatten (das sind Montageplatten für kleinste elektronische Bauteile wie Transistoren, Widerstände und integrierte Schaltungen - so genannte ICs oder Chips), über den Zusammenbau dieser Einheiten zu elektronischen Komponenten und Geräten, inkl. Testphase und Produktkontrolle bis hin zu Instandhaltung, Service, Kundenberatung und Verkauf. Tätigkeitsbereiche sind Unterhaltungselektronik, Messtechnik, Computertechnik, Telekommunikationstechnik u.v.a.m.
Der umfassende Einsatzbereich der ElektronikerInnen bedingt in der Regel auch eine entsprechende fachliche Spezialisierung: FernmeldetechnikerInnen sind zuständig für Post, Telefon, Fax und dergleichen, FunktechnikerInnen sorgen für die Aufrechterhaltung des Funkverkehrs vom Sender bis zum Empfangsgerät.
Radio- und FernsehtechnikerInnen produzieren und reparieren die entsprechenden Empfangsgeräte. MesstechnikerInnen sind spezialisiert auf die Überwachung elektrischer (Strom, Spannung, Widerstand, Phase usw.) und nicht elektrischer Größen (wenn zum Beispiel Temperatur, Druck, Leistung usw. mit elektronischen Geräten gemessen wird). Steuerungs- und RegeltechnikerInnen verstehen sich auf die Überwachung von Prozessen und Regelkreisen, z.B. die optimale Drehzahl von Motoren, die Bewegungsabläufe in der automationsunterstützten Produktion bis hin zu den „digitalen Prozessleitsystemen“). SicherheitstechnikerInnen entwickeln, installieren und warten zum Beispiel Alarmanlagen. Last but not least ist der stark zunehmende Bereich der Computer-Hardware (Rechner, Eingabegeräte, Drucker usw.) ein umfangreiches Betätigungsfeld für ElektronikerInnen.
Elektronische Bauelemente finden sich heute in einer Vielzahl von Produkten, die über die traditionelle Elektronikbranche im engeren Sinn weit hinausgehen: vom Bordcomputer in Flugzeugen, aber auch in PKWs, über die Thermostatvorrichtung in einer Zentralheizung bis zu elektronischen Steuerungseinheiten in allen Bereichen der Industrie.
Hochentwickelte integrierte Schaltungen (ICs bzw. Chips) ermöglichen die Verwendung immer leistungsfähigerer Elemente auf immer kleinerem Raum. Dies kommt unter anderem in der Senkung der Material- und Herstellungskosten und damit größerer Verbreitung der entsprechenden Produkte zum Ausdruck (z.B. enorme Expansion des Marktes für Unterhaltungselektronik, rasante Entwicklung im Bereich der Personal-Computer). Damit verbunden ist auch die fortschreitende Umstellung von herkömmlicher Analogtechnik auf Digitaltechnik (Schallwellen werden nicht mehr direkt durch elektrische Schwingungen, sondern in verschlüsselter Form durch elektrische oder Lichtimpulse übertragen). Das führt etwa zur Umstellung des Telefonnetzes von Hebeldrehwähler- auf Digitalbetrieb und zu neuer Aufnahme- und Wiedergabetechnik in der Musik- und Videoelektronik. In der Übertragungstechnik (z.B. Telefon, Kabelfernsehen) spielt die Verwendung neuer Glasfaserleiter (für Lichtimpulse) eine zukunftsweisende Rolle.
In der Planung und Produktion elektronischer Elemente und Geräte kommt zunehmend die CAD/CAM Technologie (d.h. Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing, also computergestützte Konstruktion und Produktion) zum Einsatz, die ebenfalls Bestandteil des Qualifikationsprofils von ElektronikerInnen ist.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung); SPS-gesteuerte Geräte sind elektronisch gesteuerte Automatisierungsgeräte.
Aber auch Bereiche wie Umwelttechnologie oder Medizin sind Einsatzgebiete der Elektronik mit ständig neuen Anforderungen und Nutzanwendungen. Größeres Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein schlägt sich in der Elektronikbranche einerseits in Form konkreter müll- und Schadstoff vermeidender Maßnahmen nieder (z.B. ausgemusterte Rechner, Leiterplatten, Lötchemikalien und dergleichen als Sondermüll bzw. Problemstoffe behandeln; FCKW haltige Stoffe, die die Erdatmosphäre schädigen, vermeiden). Andererseits werden teils vorgeschriebene, teils freiwillige Schutzvorkehrungen beachtet (z.B. Auflagen bei der Chips-Erzeugung, ergonomisch richtige Sitzmöbel, Strahlenfilter und EDV Leuchten, um das Flimmern bei der Bildschirmarbeit zu vermeiden).
SchaltungstechnikerInnen entwerfen und dimensionieren mit Hilfe elektronischer Bauelemente (Ohmsche Widerstände, Kapazitäten, Induktivitäten und Halbleiterbauelemente wie z.B. Dioden, Transistoren usw.) elektronische Schaltungen, die in verschiedensten Anwendungen (Steuerungen, Regelungen, Verstärker usw.) Verwendung finden.
LeistungselektronikerInnen bzw. VentiltechnikerInnen wenden sogenannte „Leistungselektronik“ an. Die Leistungselektronik umfasst das Schalten, Steuern und Umformen elektrischer Energie mit elektronischen Mitteln. Die Wichtigkeit der Leistungselektronik ergibt sich aus ihrer Funktion als Bindeglied zwischen elektrischer Energietechnik (Starkstromtechnik), elektrischer Nachrichtentechnik (Schwachstromtechnik) und Informationstechnik. Dementsprechend ist jede leistungselektronische Schaltung einteilbar in einen Leistungs- und einen Informations- bzw. Steuerteil. Typische Anwendungen von Leistungselektronik sind industrielle Antriebe (z.B. Gleichstromantriebe in Walzwerken oder Wechselstromantriebe für exakte Drehzahleinhaltung), Energieerzeugung und Energieversorgung, elektrische Verkehrsmittel, elektrische Öfen und Schneidgeräte u.a.m.
Beschäftigungsmöglichkeiten für ElektronikerInnen bestehen in allen Sparten der Elektronik und der Elektrotechnik in Gewerbe, mittelständischen Unternehmen, Industrie und Verwaltung, wobei der Tätigkeitsbereich auch das mittlere Management sein kann.