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Start | NachhaltigkeitsmanagerIn im Tourismus

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs NachhaltigkeitsmanagerIn. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von NachhaltigkeitsmanagerIn (UNI/FH/PH).

Tätigkeitsmerkmale

NachhaltigkeitsmanagerInnen im Tourismus entwickeln Lösungen, um touristische Betriebe oder Destinationen möglichst klima- und ressourcenschonend, sozial verantwortungsvoll und zugleich wirtschaftlich erfolgreich auszurichten. Beispielsweise erarbeiten sie Maßnahmen zur Verringerung von Abfall und Emissionen sowie zur Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauchs in Hotels und anderen Tourismus- und Freizeitbetrieben. Dazu analysieren sie zunächst betriebliche Abläufe, bewerten deren Auswirkungen auf die Umwelt und erarbeiten auf Basis der Ergebnisse Konzepte und Strategien zur Optimierung. Ein nachhaltiges Tourismuskonzept umfasst auch die Verantwortung, faire Arbeitsbedingungen für das Personal zu gewährleisten.

Häufig setzen NachhaltigkeitsmanagerInnen im Tourismus auf die Einbindung von Anbietern regionaler Produkte oder Dienstleistungen, um einerseits die lokale Wirtschaft und Kultur zu stärken und andererseits lange Transportwege zu vermeiden. Mitunter sind sie auch an der Entwicklung klimafreundlicher Mobilitätskonzepte für eine Region oder Destination beteiligt, etwa durch die Einführung von Gästekarten für die Nutzung regionaler Verkehrsmittel. 

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt in der Einführung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierungen für den Tourismusbereich. In internen Schulungen vermitteln sie den MitarbeiterInnen die praktische Umsetzung der festgelegten Standards und sensibilisieren das Team für das Thema Nachhaltigkeit. Zu ihrem Aufgabenbereich zählen außerdem die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten sowie eine professionelle Nachhaltigkeitskommunikation, um die Öffentlichkeit über die umgesetzten Maßnahmen und Ziele zu informieren.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Konzepte und Nachhaltigkeitsstrategien im Tourismus entwickeln
  • Betriebliche Umweltauswirkungen analysieren
  • Mobilitätskonzepte für Gäste mitentwickeln
  • Nachhaltigkeitsstandards einführen
  • Zertifizierungen initiieren
  • Interne Schulungen zum Thema Nachhaltigkeit abhalten
  • Nachhaltigkeitsberichte erstellen
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Freude am Beraten
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Tourismus
  • Interesse für Umweltschutz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Reiseveranstalter
  • Tourismusverbände
  • Regionalverbände
  • Hotel- und Gastgewerbebetriebe
  • Unternehmen der Tourismuswerbung
  • Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen
  • Freizeiteinrichtungen

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen in den Bereichen Tourismusmanagement, Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt auf Tourismus oder Nachhaltigkeitsmanagement. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien im Bereich Tourismusmanagement umfassen meist Ausbildungsinhalte wie Marketing, Kommunikation, Nachhaltigkeit, Betriebswirtschaft, Personalmanagement, Projektmanagement, Digitalisierung und Destinationsmanagement. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Nachhaltigkeitsmanagement, Corporate Social Responsibility (CSR), Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltige Entwicklung und Interkulturelle Kompetenzen. 

Zudem bietet das Umweltbundesamt weiterführende Informationen sowie Seminare im Bereich Umweltschutz an. Auch die Initiative klimaaktiv bietet verschiedene Informationsmaterialien und Weiterbildungen rund um das Thema Klimaschutz an.

Weiters besteht die Möglichkeit, an der TÜV AUSTRIA Akademie verschiedene Weiterbildungen zu absolvieren, z.B. zu Nachhaltigkeitsrecht und Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Betriebswirtschaft.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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