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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasbläserei

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnungen:

  • GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn;
  • GlasmacherIn
  • HohlglasveredlerIn - Glasmalerei
  • HohlglasveredlerIn - Gravur
  • HohlglasveredlerIn - Kugeln

 

Der Lehrberuf "GlasformerIn und GlasveredlerIn" mit seinen 4 Schwerpunkten "Glasbläserei", "Glasmacherei", "Glasmalerei" und "Glasschliff und Glasgravur" ersetzt seit 1. Juli 2026 folgende Vorläufer-Lehrberufe: "GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn", "GlasmacherIn", "HohlglasveredlerIn - Glasmalerei", "HohlglasveredlerIn - Gravur" und "HohlglasveredlerIn - Kugeln".

Lehrlinge der Vorläuferlehrberufe müssen nach der alten Ausbildungsordnung weiter ausgebildet werden und können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur Lehrabschlussprüfung nach der alten Prüfungsordnung antreten. Dies trifft auch für Lehrlinge zu, deren vereinbarte Lehrzeit in einem der neuen Lehrberufe/Ausbildungsordnungen bereits vor dem 1. Juli 2027 endet (z.B. wegen Anrechnung von Lehr-/Ausbildungszeiten). Wenn die Lehre in einem der auslaufenden Lehrberufe unterbrochen wurde und später dann nach der neuen Ausbildungsordnung fortgesetzt wird, wird die bereits absolvierte Lehrzeit auf den entsprechenden Schwerpunkt voll angerechnet.

Personen, welche die Lehrabschlussprüfung in einem der Vorläufer-Lehrberuf abgelegt haben, dürfen die folgenden neuen Berufsbezeichnungen führen:

LehrabschlussprüfungBerufsbezeichnung
  • GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn

GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasbläserei

  • GlasmacherIn

GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasmacherei

  • HohlglasveredlerIn - Glasmalerei

GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasmalerei

  • HohlglasveredlerIn - Gravur
  • HohlglasveredlerIn - Kugeln

GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasschliff und Glasgravur

 

Der Lehrberuf "GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasbläserei" gehört zum Schwerpunkt-Lehrberuf "GlasformerIn und GlasveredlerIn", der folgende vier Schwerpunkte hat:

  1. Glasbläserei
  2. Glasmacherei
  3. Glasmalerei
  4. Glasschliff und Glasgravur

Eine Kombination dieser Schwerpunkte ist NICHT möglich, es können aber einzelne Inhalte der nicht ausgebildeten Schwerpunkte zusätzlich ausgebildet werden.


 

Tätigkeitsmerkmale

GlasformerInnen und GlasveredlerInnen mit Schwerpunkt Glasbläserei stellen spezielle Glasprodukte für die Laborarbeit (in Chemie-/Medizin-/Physik-Labors) sowie für die Medizintechnik her, aber auch Vasen, Raumschmuck, Kerzenhalter oder Plastiken (z.B. Figuren) aus Glas. In der Laborarbeit in wissenschaftlichen und medizinischen Forschungslabors sowie in Forschungs- und Entwicklungslabors von Industriebetrieben (v.a. Chemie-, Pharma- und Lebensmittel-Industrie) wird eine große Vielfalt an unterschiedlichen und speziell geformten Glas-Apparaten, Glas-Instrumenten und Glas-Behältern benötigt, die auch je nach Verwendungszweck ganz besondere Anforderungen erfüllen müssen (z.B. Hitzebeständigkeit, Säurefestigkeit usw.). Beispiele sind etwa Destillationsapparate (zur Trennung flüssiger Stoffgemische durch Erhitzen), Reagenzgläser bzw. Eprouvetten (kleine röhrenförmige Glasbehälter zum Mischen, Erhitzen oder Aufbewahren von Flüssigkeiten), Schüttelgläser ("Erlenmeyerkolben"), Glasschalen ("Petrischalen" zur Kultivierung von Bakterien, Pilzen usw.) und ganze Systeme aus verschiedenen Glasgefäßen und Glasröhren zur Beobachtung chemischer Reaktionen. Auch bestimmte Labor-Messgeräte gehören hierher, z.B. Labor-Glasthermometer (Präzisions-Thermometer mit sehr hoher Genauigkeit), Aräometer (zum Messen der Dichte von Flüssigkeiten) oder Manometer (Druckmesser). Auch in der Medizintechnik wird eine Reihe besonderer Glasgefäße benötigt, z.B. spezielle Infusionsgefäße (zum Verabreichen von Flüssigkeiten, Nährstoffe oder Medikamenten direkt in die Blutgefäße), medizinische Pipetten (Glasröhrchen zum Transportieren genau abgemessener Flüssigkeitsmengen) oder Tropfenzähler (Glasröhrchen zum Messen/Dosieren geringer Flüssigkeitsmengen).

GlasformerInnen und GlasveredlerInnen mit Schwerpunkt Glasbläserei verwenden als Ausgangsmaterial für ihre Arbeit meist vorgefertigte Glasstäbe und Glasröhren, die sie zunächst entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Auftrags auswählen. Für Apparate und Instrumente, die starke Hitze und Chemikalien aushalten müssen, dient Hartglas als Ausgangsmaterial; besonders hitzebeständig ist z.B. Quarzglas, das etwa für Verbrennungsröhren verwendet wird. Bei der Glasbearbeitung werden sodann verschiedene Techniken der Kaltbehandlung und der Warmbehandlung angewendet. Bei der Kaltbearbeitung wird das Glas mit speziellen Glasmessern bzw. Abschneidemaschinen geschnitten, geschliffen und - falls erforderlich - durch Bohren mit Öffnungen und Löchern versehen. Bei der Warmbearbeitung wird das Glas mit einem Gasbrenner (der sogenannten "Lampe") in einen zähflüssigen Zustand gebracht, um es verformbar zu machen. An der Farbe des erhitzten Glases kann die richtige Bearbeitungstemperatur festgestellt werden. Die folgende Aufzählung von Glas-Bearbeitungstechniken und Arbeitsschritten zeigt die Vielfalt der Tätigkeiten der GlasformerInnen und GlasveredlerInnen mit Schwerpunkt Glasbläserei: Trennen (Teilen von Glasröhren, Glasstäben und Glashohlkörpern durch Anritzen und Brechen, durch Absprengen mittels Erhitzen und Abkühlen oder durch Scheiden mit einer diamantbesetzten Trennscheibe), Spitzen ziehen (Erhitzen und Auseinanderziehen eines Glasrohrs zur Verringerung des Innen-Durchmessers), Herstellen von Vollglaskugeln aus Glasstäben (Herstellung von Glaskugeln aus dichtem Glas ohne Hohlraum durch Erhitzen, Drehen bzw. "Wickeln" und ständiges Vergrößern), Herstellen von Hohlglaskugeln aus Glasröhren (durch Erhitzen und durch "Aufblasen" einer Glasröhre zu einer Kugel), Mischen von Farbglasstäben zu neuen Farben (Erhitzen und Mischen verschiedenfärbiger Farbglasstäbe), Zusammensetzen (dauerhaftes Verbinden von zwei oder mehreren separaten Glasteilen, z.B. Glasrohren und Glasgefäßen, durch Erhitzen und Verschmelzen), Verformen (Formen des erhitzten Glases zu Kugeln, Trichtern usw.), Ansetzen (Verschmelzen bzw. Verbinden von zwei Glasteilen), Aufblasen (Herstellen von Hohlkörpern durch Einblasen von Luft in die zähflüssige Glasmasse bzw. in eine erhitzte Glasröhre), Verbinden (Zusammenfügen von zwei Glasteilen durch Verschmelzen oder Verkleben), Biegen (Verformen von Glasröhren/Glasstäben durch Erhitzen, Anlegen an eine Biegeform und langsames Kühlen in einem Abkühlofen bzw. "Temperofen"), Verschmelzen (Verbinden von Glasteilen mit sehr hoher Temperatur von 600 bis 900 Grad), Abkühlen (kontrolliertes, schrittweises Absenken der Temperatur frisch geformter Glasstücke, um ein Zerspringen zu verhindern), Entspannen (Abbauen von Materialspannungen in einem Werkstück durch langsames Erhitzen und kontrolliertes Abkühlen im Kühlofen bzw. "Temperofen"), Abdrehen (Abtrennen eines Glasstücks durch "Thermo-Schock", der durch das Berühren der Trennstelle mit einem kalten Werkzeug - Zange oder Schere - ausgelöst wird, und durch gleichzeitiges Drehen des Glasrohres), Löten (Verbinden von Glasteilen durch Auftragen von Glaspulverpaste auf die Verbindungsstelle und anschließendes Brennen in einem Brennofen), Kleben (Anfügen eines Glasteils an der erhitzten Kontaktstelle eines anderen Glasgegenstandes durch Verschmelzen).

GlasformerInnen und GlasveredlerInnen mit Schwerpunkt Glasbläserei beherrschen auch unterschiedliche Glasdekortechniken. Darunter sind alle Verfahren zur Formgebung, Bemalung, Verzierung und Veredelung von Glas zu verstehen. Dabei unterscheidet man Heißglas-Techniken und Kaltglas-Techniken. Während die Kaltglas-Techniken von anderen Schwerpunkten des Lehrberufs "GlasformerIn und GlasveredlerIn" abgedeckt werden ("Glasmalerei" und "Glasschliff und Glasgravur"), befasst sich der Schwerpunkt "Glasbläserei" mit den Heißglastechniken, die das Erhitzen des Glases erfordern. Beispiele sind das Aufschmelzen andersfarbiger Glasfäden und Glasbänder auf einen Glaskörper ("Fadendekor" bzw. "Auflegearbeiten"), das Erzeugen von Noppendekor durch Einblasen des erhitzten Glases in Formen mit Noppen- oder Rippenmuster, oder das Herstellen von "Eisglas" durch Abschrecken heißer Glasgegenstände in kaltem Wasser (dadurch entsteht ein feines Netz aus Sprüngen, die beim anschließenden Erhitzen und Weiterblasen eine eisartige Struktur bilden).

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Schwerpunkt Tabelle
GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasbläserei
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) 1. Lj 2. Lj 3. Lj 4. Lj gültig ab
Glasbläser- und Glasinstrumentenerzeugergewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2026
Glasbläser- und Glasinstrumentenerzeugergewerbe (Arbeiter)
Brutto-Einkommen 1. Lj 2. Lj 3. Lj
712 1.071 1.340
712 1.071 1.340 - 01.01.2026
Glas bearbeitende/verarbeitende Industrie einschließlich der Flachglasschleiferbetriebe (Arbeiter)
gültig ab 01.06.2026
Glas bearbeitende/verarbeitende Industrie einschließlich der Flachglasschleiferbetriebe (Arbeiter)
Brutto-Einkommen 1. Lj 2. Lj 3. Lj 4. Lj
936 1.145 1.704 2.095
936 1.145 1.704 2.095 01.06.2026
  • körperliche Ausdauer: Belastung durch Hitze beim Erhitzen von Glasteilen am Gasbrenner, beim Arbeiten am Temperofen und am Brennofen; langes konzentriertes Arbeiten im Sitzen beim Formen und Bearbeiten der Glasteile; körperliche Belastung beim Herstellen von Hohlkörpern durch "Aufblasen" des erhitzten Glases;
  • Handgeschicklichkeit: händisches Formen und Bearbeiten von Glasteilen, wobei teilweise höchste Präzision erforderlich ist; Arbeiten mit feinmechanischen Werkzeugen; Vermeiden von Glasbruch und von Unfällen mit erhitztem Glas;
  • Auge-Hand-Koordination: händisches Formen und Bearbeiten von Glasteilen (Schneiden, Schleifen, Bohren); genaues Zusammenfügen von Glasteilen;
  • Sehvermögen: Erkennen von Materialfehlern beim Prüfen/Auswählen der Rohmaterialien; Erkennen von Bearbeitungsfehlern im Glas; Erkennen der geeigneten Bearbeitungstemperatur anhand der temperaturabhängigen Farbnuancen des erhitzten Glases;
  • Unempfindlichkeit der Haut: Belastung der Haut durch die Hitzeabstrahlung des Glases und des Gasbrenners; Belastung durch Glasstaub und verschiedene Chemikalien (Lösungsmittel, Klebepasten, Beizen, Farbstoffe); Schnittgefahr durch scharfkantiges Glas oder Glasbruch;
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Erstellen und Verwenden von Skizzen, Schablonen, Mustern und Zeichnungen (z.B. von Glaskörpern, Hohlglaskörpern, Apparaten und Instrumenten); genaues Fertigen von Glaskörpern, Hohlglaskörpern, Apparaten und Instrumenten;
  • gestalterische Fähigkeit: Anwenden von Glasdekortechniken zum Formen und Verzieren von Glasgegenständen (z.B. Fadendekor, Noppendekor);
  • Reaktionsfähigkeit: Vermeiden von Unfällen beim Erhitzen und beim händischen/maschinellen Bearbeiten von Glasteilen; Vermeiden von Schnitten durch Glasbruch;

Betriebe/Lehrbetriebe:
GlasformerInnen und GlasveredlerInnen mit Schwerpunkt Glasbläserei arbeiten meist in kleinen Gewerbebetrieben im Glas-Bereich, die auf die Glasbläserei und die Glasinstrumentenerzeugung spezialisiert sind (in Österreich gibt es rund 15 bis 20 spezialisierte Handwerksbetriebe und Ateliers für Glasbläserei, Glasinstrumentenerzeugung und Glaskunst, viele davon allerdings Ein-Personen-Unternehmen, die nicht immer tätig sind - daher die unsichere Zahlenangabe). Diese beschränken sich meist auf einen Teilbereich der Glasbläserei wie z.B. handgefertigte Spezial-Laborgeräte, künstlerische Einzelanfertigungen oder die Restaurierung von Glasgegenständen. Noch seltener sind im Glasbereich Industriebetriebe, die neben der maschinellen Produktion auch noch traditionelle Glasfertigungstechniken anwenden (z.B. sogenannte Glasmanufakturen).

Lehrstellensituation:
Der Lehrberuf "GlasformerInnen und GlasveredlerInnen - Schwerpunkt Glasbläserei" bzw. sein Vorläufer-Lehrberuf "GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn" wird sehr selten erlernt; jährlich gibt es meist nur 1 bis 2 Lehrlinge; der Spitzenwert in den letzten 10 Jahren waren einmal 6 Lehrlinge (im Jahr 2019). Derzeit gibt es nur eine Lehrstelle in ganz Österreich (in der Steiermark).

Unterschiede nach Geschlecht:
Dieser Lehrberuf bzw. sein Vorläufer-Lehrberuf wurde bisher - über einen längeren Zeitraum gesehen - etwas häufiger von Männern als von Frauen erlernt.

Berufsaussichten:
Die Auftragslage bei individuell angefertigten Glas-Instrumenten und Glas-Apparaten in der Labor- und Medizintechnik kann zwar als stabil eingestuft werden, ist aber naturgemäß eher gering, sodass hier von einem höchst spezialisierten, aber eben sehr kleinen "Nischenhandwerk" gesprochen werden kann. Kurz gesagt: Es gibt nur sehr wenige Arbeitsplätze, diese sind aber relativ sicher und stabil. Wenn es gelingt, eine Lehrstelle zu finden, kann damit gerechnet werden, auch im Beruf anzukommen und zu bleiben.

Beschäftigungsaussichten:
Die Beschäftigungsaussichten für GlasformerInnen und GlasveredlerInnen mit Schwerpunkt Glasbläserei sind stabil. Die geringe Anzahl an Lehrstellen ist an den Bedarf in diesem Bereich angepasst.

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

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Lehrlingszahlen Tabelle
GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasbläserei (inkl. Doppellehren)
Der Lehrberuf "GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasbläserei" ist seit 1.7.2026 gültig; er ist die neu geregelte Form des Vorläufer-Lehrberufs "GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn". Die nachfolgend angeführten Zahlen stammen von diesem Vorläufer-Lehrberuf!
Anz./Jahr 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
männlich 2 1 1 3 2 1 1 1 1 0
weiblich 0 0 1 3 3 2 0 1 1 1
gesamt 2 1 2 6 5 3 1 2 2 1
Frauenanteil 0,0% 0,0% 50,0% 50,0% 60,0% 66,7% 0,0% 50,0% 50,0% 100,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Verwandte Lehrberufe Tabelle
GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasbläserei
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Glas-VerfahrenstechnikerIn - Schwerpunkt Flachglasveredelung nein
Glas-VerfahrenstechnikerIn - Schwerpunkt Hohlglasproduktion nein
GlasbautechnikerIn - Hauptmodul Glasbautechnik nein
GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasmacherei nein
GlasformerIn und GlasveredlerIn - Schwerpunkt Glasschliff und Glasgravur nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

  • Fachschule für Glastechnik und Gestaltung mit Betriebspraxis, Ausbildungsschwerpunkt Flachglas und Gestaltung
  • Fachschule für Glastechnik und Gestaltung mit Betriebspraxis, Ausbildungsschwerpunkt Hohlglas und Gestaltung
  • Fachschule für Glastechnik und Gestaltung mit Betriebspraxis, Ausbildungsschwerpunkt Technisches Glas und Gestaltung

Diese drei Schulformen werden an der Höheren technischen Lehranstalt für Glas und Chemie in Kramsach/Mariatal in Tirol geführt.

Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist der "Aufbaulehrgang für Bautechnik, Ausbildungszweig Glastechnik" (Dauer: 5 Semester), der an der Höheren technischen Lehranstalt für Glas und Chemie in Kramsach/Mariatal (Tirol) geführt wird.

Aufstiegsmöglichkeiten:
Da die Beschäftigungsbetriebe sehr klein sind, gibt es kaum Aufstiegsmöglichkeiten in diesem Beruf. Nur in seltenen Fällen ist ein Aufstieg in Positionen wie "MeisterIn" und "WerkstättenleiterIn" möglich.

Selbstständige Berufsausübung:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für GlasformerInnen und GlasveredlerInnen mit Schwerpunkt Glasbläserei im verbundenen Handwerk "Glaser, Glasbeleger und Flachglasschleifer; Hohlglasschleifer und Hohlglasveredler; Glasbläser und Glasinstrumentenerzeugung" (erforderlich ist die Meisterprüfung in einem der genannten Handwerke).

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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