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MasseurIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

ACHTUNG: Der Lehrberuf "MasseurIn" kann erst nach Vollendung des 16. Lebensjahres begonnen werden! Der Grund ist der, dass Ganzkörpermassagen erst ab dem vollendeten 17. Lebensjahr durchgeführt werden dürfen und daher dieser Ausbildungsinhalt nicht vermittelt werden könnte, wenn die 2-jährige Lehre bereits mit 15 Jahren begonnen wird. Bei Lehrlingen, die das 17. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, muss im Lehrvertrag eine Klausel aufgenommen werden, wonach die Vermittlung der Berufsbildposition "Ganzkörpermassagen" erst nach Vollendung des 17. Lebensjahrs erfolgen darf. Davor sind nur Teilkörpermassagen (z.B. Nacken- und Fußreflexzonenmassagen) erlaubt! Siehe dazu auch die Information der Wirtschaftskammer, Bundesinnung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure - weiter.

Tätigkeitsmerkmale

MasseurInnen führen vor allem Massagen zur Erhaltung des allgemeinen Wohlbefindens und zu sportlichen Zwecken durch, aber auch Bewegungstherapie und Gymnastik. Zu ihren Aufgaben gehören weiters verschiedene Maßnahmen zur Hebung der körperlichen Widerstandsfähigkeit und Leistungssteigerung, z.B. Wärmebehandlungen (warme Umschläge und ähnliches), Bestrahlungen (Infrarot-Wärmestrahlung), Schlammpackungen (Moorerde und Schlamm) und Wasserbehandlungen nach Kneipp (Wechsel von Warm- und Kaltwasser).

Bei der Massage erkundigen sich die MasseurInnen zuerst bei den Kunden nach eventuell vorliegenden ärztlichen Befunden und Verschreibungen. Sie erfragen die Wünsche der Kunden und tragen deren Daten in die Kundenkartei ein. Älteren oder gebrechlichen Personen helfen sie beim Auskleiden und beim Hinlegen auf den Massagetisch.

Anschließend erstellen sie einen Tast- und Sichtbefund. Sie untersuchen die Haut auf Rötungen, Ekzeme usw. und stellen durch Tasten den Spannungszustand der Muskeln, Verhärtungen und die Dehnbarkeit des Gewebes fest. Bei Gelenksmassagen prüfen sie auch den Bewegungsumfang des Gelenkes. Diese Untersuchungen haben den Zweck, die einzelnen Handgriffe in ihrer Art und Dosierung festzulegen.

Sie tragen Massageöl auf den Körper auf, um den Reibungswiderstand zu verringern, und behandeln ihn dann je nach Massagestelle mit streichenden, reibenden, knetenden, klopfenden und vibrierenden Handgriffen. Bei einer Ganzkörpermassage werden zuerst die Beine und Arme und dann der Leib behandelt.

Am Ende der Massage helfen die MasseurInnen den Kunden gegebenenfalls beim Aufstehen und Ankleiden. Dann bereiten sie das Massagebett für die nächste Massage vor.

Die MasseurInnen führen ihre Arbeit zum größten Teil mit den bloßen Händen aus. Manchmal verwenden sie auch verschiedene Hilfsmittel wie Saugglocken oder Massagegeräte.

Gewerbliche MasseurInnen dürfen laut Gesetz nur den gesunden Körper behandeln. Daneben gibt es aber auch Medizinische Masseure/Masseurinnen und Heilmasseure/Heilmasseurinnen, die nach dem Besuch der gesetzlich vorgesehenen Ausbildungen und der Ablegung einer staatlichen Prüfung unter Aufsicht von ÄrztInnen Heilmassagen durchführen dürfen (siehe dazu auch die Informationen zur Ausbildung MedizinischeR MasseurIn und zur Ausbildung HeilasseurIn).

Siehe auch:

MasseurInnen führen vor allem Massagen zur Erhaltung des allgemeinen Wohlbefindens und zu sportlichen Zwecken durch, aber auch Bewegungstherapie und Gymnastik. Zu ihren Aufgaben gehören weiters verschiedene Maßnahmen zur Hebung der körperlichen Widerstandsfähigkeit und Leistungssteigerung, z.B. Wärmebehandlungen (warme Umschläge und ähnliches), Bestrahlungen (Infrarot-Wärmestrahlung), Schlammpackungen (Moorerde und Schlamm) und Wasserbehandlungen nach Kneipp (Wechsel von Warm- und Kaltwasser).

Bei der Massage erkundigen sich die MasseurInnen zuerst bei den Kunden nach eventuell vorliegenden ärztlichen Befunden und Verschreibungen. Sie erfragen die Wünsche der Kunden und tragen deren Daten in die Kundenkartei ein. Älteren oder gebrechlichen Personen helfen sie beim Auskleiden und beim Hinlegen auf den Massagetisch.

Anschließend erstellen sie einen Tast- und Sichtbefund. Sie untersuchen die Haut auf Rötungen, Ekzeme usw. und stellen durch Tasten den Spannungszustand der Muskeln, Verhärtungen und die Dehnbarkeit des Gewebes fest. Bei Gelenksmassagen prüfen sie auch den Bewegungsumfang des Gelenkes. Diese Untersuchungen haben den Zweck, die einzelnen Handgriffe in ihrer Art und Dosierung festzulegen.

Sie tragen Massageöl auf den Körper auf, um den Reibungswiderstand zu verringern, und behandeln ihn dann je nach Massagestelle mit streichenden, reibenden, knetenden, klopfenden und vibrierenden Handgriffen. Bei einer Ganzkörpermassage werden zuerst die Beine und Arme und dann der Leib behandelt.

Am Ende der Massage helfen die MasseurInnen den Kunden gegebenenfalls beim Aufstehen und Ankleiden. Dann bereiten sie das Massagebett für die nächste Massage vor.

Die MasseurInnen führen ihre Arbeit zum größten Teil mit den bloßen Händen aus. Manchmal verwenden sie auch verschiedene Hilfsmittel wie Saugglocken oder Massagegeräte.

Gewerbliche MasseurInnen dürfen laut Gesetz nur den gesunden Körper behandeln. Daneben gibt es aber auch Medizinische Masseure/Masseurinnen und Heilmasseure/Hei ...

  • Physische Ausdauer: Durchführen längerer Massagen
  • Handgeschicklichkeit: Ausführen der Massagegriffe
  • Fingerfertigkeit: Ausführen knetender und klopfender Bewegungen
  • Tastsinn: Erstellen eines Tastbefundes
  • Unempfindlichkeit der Haut: Verwenden von Massageölen mit verschiedenen Wirkstoffen
  • Kontaktfähigkeit: Herstellen eines Vertrauensverhältnisses zu den Kunden vor Beginn der Behandlung
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten der Kunden, z.B. über Haltungsschäden
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Durchführen von Massagen

Betriebe/Lehrbetriebe: MasseurInnen arbeiten in kleinen Massagestudios, in Kuranstalten, Rehabilitationszentren, physiotherapeutischen Instituten, Facharztpraxen, Fremdenverkehrsbetrieben, Bädern, Saunen sowie in Sport- und Freizeitzentren. Die meisten Arbeitsplätze und Ausbildungsbetriebe gibt es in städtischen Ballungszentren sowie in Kur-, Bade- und Fremdenverkehrsgebieten.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen, insgesamt ist das Angebot an Lehrstellen jedoch relativ stabil. 2017 standen österreichweit insgesamt rund 100 Personen in Ausbildung. Rund ein Fünftel der Lehrlinge absolviert die Ausbildung im Zuge einer Doppellehre.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Beruf wird überwiegend von Frauen ausgeübt. Es werden derzeit deutlich mehr weibliche als männliche Lehrlinge ausgebildet.

Berufsaussichten: Aufgrund des zunehmenden Gesundheits- und Körperbewusstseins sind Behandlungen, die das körperliche Wohlbefinden fördern, stark nachgefragt. Insgesamt entwickelt sich die Wellness-Branche positiv. Viele Hotels, Thermen und Wellnesseinrichtungen bieten Massagen an.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungsaussichten für MasseurInnen sind gut. Zusatzkenntnisse wie verschiedene Spezialmassagetechniken verbessern die Jobchancen zusätzlich.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GewerblicheR MasseurIn", dem der Beruf "MasseurIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

MasseurIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Fußpfleger-, Kosmetiker- und Masseurgewerbe (Es gelten die Lehrlingsentschädigungen des Friseurgewerbes!) (Arbeiter) 01.04.2018
MasseurIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 21 16 13 17 17 19 24 14 13 13
weiblich 176 168 157 138 123 103 103 99 90 88
gesamt 197 184 170 155 140 122 127 113 103 101
Frauenanteil 89,3% 91,3% 92,4% 89,0% 87,9% 84,4% 81,1% 87,6% 87,4% 87,1%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
MasseurIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
FußpflegerIn nein
KosmetikerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Kein Eintrag

Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und das Berufsförderungsinstitut (bfi) bieten Kurse in speziellen Massagetechniken (z.B. Fußreflexzonenmassage, Lymphdrainage, Bindesgewebsmassage, Segmentmassage) an. Das WIFI bietet ebenfalls den Lehrgang über die weiterführende Fachausbildung für MasseurInnen an. Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten in der asiatischen Massageart Shiatsu erteilt der Österreichische Dachverband für Shiatsu in Wien.

Aufstiegsmöglichkeiten:

MasseurInnen können zu ChefmasseurInnen und GeschäftsführerInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für MasseurInnen im reglementierten Gewerbe "Massage" (Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können MasseurInnen freiberuflich (ohne Gewerbeberechtigung) als HeilmasseurInnen tätig sein.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Gesundheit, Fitness, Wellness (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Wellness- und Fitnessberufe, Seite 143
Tourismus und Freizeitwirtschaft (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: der Beruf ist hier nicht beschrieben, sondern nur als zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeit im Bereich "Freizeitwirtschaft" erwähnt, Seite 13
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Gesundheit und Körperpflege, Seite 70
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