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BodenlegerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): BelagsverlegerIn, SteinholzlegerIn und SpezialestrichherstellerIn

Tätigkeitsmerkmale

BodenlegerInnen stellen fugenlose Fußbodenbeschichtungen ("Estriche") aus Estrichmasse (Gemisch aus Zement, Sand, Wasser und Zusatzstoffen) her, die als direkt begehbare Fußbodenbeläge oder als Untergrund für andere Bodenbeläge dienen; weiters verlegen sie alle Arten von Belägen, vor allem Bodenbeläge, Wandbeläge und Sportbeläge (z.B. Teppichböden, Spannteppiche, Beläge aus Kunststoff, Gummi, Kork usw.) sowie Holzfußböden. Zu ihren Aufgaben gehören auch Ausbesserungsarbeiten an Estrichen, Belägen und Holzfußböden; weiters beraten sie die KundInnen hinsichtlich Material, Farbe, Qualität und Zweckmäßigkeit sowie über Reinigung und Pflege der Beläge.

Bei der Estrichherstellung ermitteln die BodenlegerInnen durch Vermessen des Bodens zunächst den Materialbedarf. Dann säubern sie den Boden und belegen ihn mit Dämm- und Isoliermaterialien. Sie mischen die Estrichmasse an, tragen sie auf den Boden auf, verdichten und verstreichen sie mit Holz- oder Alulatten und glätten die Oberfläche. Nach dem Trocknen führen sie die Nachbehandlung des fertigen Estrichbodens durch (Fugenschneiden, Verspachteln).

Einer der wichtigsten Tätigkeitsbereiche der BodenlegerInnen ist das Verlegen von Bodenbelägen. Dabei messen sie zunächst die zu belegende Fläche aus, fertigen eventuell Verlegeskizzen an und berechnen den Materialbedarf. Sie entfernen den alten Bodenbelag und reinigen den Untergrund (z.B. Holzboden) durch Kehren, Saugen oder durch Waschen mit einem speziellen Reinigungsmittel. Danach sanieren sie den Untergrund (z.B. durch Verspachteln von Rissen und Verlegen von Spanplatten), tragen einen Vorstrich auf und verspachteln Unebenheiten mit einer Spachtelmasse (zementartige Masse). Der Vorstrich dient als Haftbrücke und soll eine dauerhafte Verbindung der Spachtelmasse mit dem Untergrund gewährleisten. Danach lassen die BodenlegerInnen den Untergrund trocknen und schleifen ihn anschließend mit einer Schleifmaschine ab, um Rückstände des alten Belages und Unebenheiten zu beseitigen.

Sie messen die Feuchtigkeit und Temperatur des Unterbodens und der Luft mit speziellen Messgeräten, um festzustellen, ob der Unterboden die für die Verlegung erforderliche Beschaffenheit hat. Den Belag schneiden sie entsprechend der erforderlichen Maße zu. Sie tragen Klebstoff auf den Unterboden auf und pressen danach den zugeschnittenen Belag mit einer Andrückwalze darauf fest. Um zu vermeiden, dass Luftblasen entstehen, streichen sie den Belag schließlich glatt.

Nach dem Zuschneiden der Ränder des Bodenbelages montieren die BodenlegerInnen Abschlussleisten. Diese bestehen je nach Art des Bodenbelages aus Holz, Metall oder Kunststoff. Die BodenlegerInnen schneiden die Leisten zu und kleben bzw. nageln sie an die Bodenränder oder Zimmerwände. Danach verschweißen sie die Nahtstellen des Belages, um Wölbungen und Unebenheiten durch Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden. Abschließend entfernen sie mit einem speziellen Klingenmesser vorstehende Unebenheiten der verschweißten Naht.

Beim Verlegen von Holzfußböden bereiten die BodenlegerInnen zunächst den Untergrund vor und stellen die Maße der Fläche und den Materialbedarf fest. Dann schneiden sie die Holzteile (vorgefertigte Bretter oder Platten) zu und verlegen bzw. verkleben den Holzboden. Schließlich schleifen sie den Boden mit einer Schleifmaschine ab, montieren Profil-Leisten an den Rändern und versiegeln den Boden mit Siegellack.

Eine wichtige Aufgabe bei allen Arbeiten ist die Entsorgung von Altbelägen und Materialresten. Die BodenlegerInnen sorgen für die umweltgerechte Sammlung/Lagerung von Altbelägen, Klebstoffresten und sonstigen Materialresten (Spachtelmassen, Kunststoffe, Lösungsmittel, Kleber usw.) in den dafür vorgesehenen Containern sowie für den Abtransport der Abfälle zu geeigneten Entsorgungseinrichtungen.

BodenlegerInnen stellen fugenlose Fußbodenbeschichtungen ("Estriche") aus Estrichmasse (Gemisch aus Zement, Sand, Wasser und Zusatzstoffen) her, die als direkt begehbare Fußbodenbeläge oder als Untergrund für andere Bodenbeläge dienen; weiters verlegen sie alle Arten von Belägen, vor allem Bodenbeläge, Wandbeläge und Sportbeläge (z.B. Teppichböden, Spannteppiche, Beläge aus Kunststoff, Gummi, Kork usw.) sowie Holzfußböden. Zu ihren Aufgaben gehören auch Ausbesserungsarbeiten an Estrichen, Belägen und Holzfußböden; weiters beraten sie die KundInnen hinsichtlich Material, Farbe, Qualität und Zweckmäßigkeit sowie über Reinigung und Pflege der Beläge.

Bei der Estrichherstellung ermitteln die BodenlegerInnen durch Vermessen des Bodens zunächst den Materialbedarf. Dann säubern sie den Boden und belegen ihn mit Dämm- und Isoliermaterialien. Sie mischen die Estrichmasse an, tragen sie auf den Boden auf, verdichten und verstreichen sie mit Holz- oder Alulatten und glätten die Oberfläche. Nach dem Trocknen führen sie die Nachbehandlung des fertigen Estrichbodens durch (Fugenschneiden, Verspachteln).

Einer der wichtigsten Tätigkeitsbereiche der BodenlegerInnen ist das Verlegen von Bodenbelägen. Dabei messen sie zunächst die zu belegende Fläche aus, fertigen eventuell Verlegeskizzen an und berechnen den Materialbedarf. Sie entfernen den alten Bodenbelag und reinigen den Untergrund (z.B. Holzboden) durch Kehren, Saugen oder durch Waschen mit einem speziellen Reinigungsmittel. Danach sanieren sie den Untergrund (z.B. durch Verspachteln von Rissen und Verlegen von Spanplatten), tragen einen Vorstrich auf und verspachteln Unebenheiten mit einer Spachtelmasse (zementartige Masse). Der Vorstrich dient als Haftbrücke und soll eine dauerhafte Verbindung der Spachtelmasse mit dem Untergrund gewährleisten. Danach lassen die BodenlegerInnen den Untergrund trocknen und schleifen ihn anschließend mit einer Schleifmaschine ab, um Rückstände des alten Belages und Unebenheiten zu beseitigen.

Sie ...

  • Kräftiger Körperbau: Heben/Tragen schwerer Materialien, z.B. Zement- und Sandsäcke, Belag-Rollen, Bodenbretter und -platten usw.
  • körperliche Wendigkeit: Arbeiten auf Leitern und Gerüsten beim Verlegen von Wand- und Deckenbelägen
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten teilweise auf Leitern und Gerüsten
  • Handgeschicklichkeit: Verlege- und Zuschneidearbeiten
  • Auge-Hand-Koordination: Zuschneiden der Materialien
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Baumaterialien, Klebstoffen und Lösungsmitteln sowie mit Dämm- und Isolierstoffen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Zuschneidearbeiten, Anfertigen von Verlegeskizzen
  • Organisationstalent: Koordinieren einzelner Arbeitsschritte
  • Kontaktfähigkeit: Beraten der Kunden
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Teamarbeit
  • gestalterische Fähigkeit: farbliche Abstimmung von Belägen, Kundenberatung
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Durchführen der Verlegearbeiten

BodenlegerInnen arbeiten in gewerblichen Bodenlegerbetrieben. Es handelt sich dabei meist um Klein- und Mittelbetriebe, die häufig auch einen Handel mit Belägen, Teppichen, Tapeten und Vorhängen betreiben. Auch Einrichtungshäuser und große Bodenbelagshandlungen beschäftigen mitunter BodenlegerInnen. Die Beschäftigungsbetriebe befinden sich vorwiegend in städtischen Ballungsräumen und in Fremdenverkehrszentren.

Der Beruf hat wegen der guten Auftragslage der Branche recht gute Ausbildungs- und Beschäftigungsaussichten, die sich zuletzt auch laufend verbessert haben. Die Zahl der Lehrlinge ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Wie in anderen Berufen des Baubereichs ist allerdings mit saisonalen Schwankungen des Arbeitskräftebedarfs zu rechnen (teilweise Winterarbeitslosigkeit).

Der Frauenanteil in diesem Beruf ist - wie in anderen Berufen des Bauhilfsgewerbes auch - sehr gering. Die Lehrlinge sind derzeit noch größtenteils Burschen, jedoch nimmt die Zahl der Mädchen leicht zu.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BodenlegerIn", dem der Beruf "BodenlegerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

BodenlegerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Bodenlegergewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
BodenlegerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 299 310 327 321 346 341 314 291 236 213
weiblich 17 14 11 18 17 18 15 18 9 10
gesamt 316 324 338 339 363 359 329 309 245 223
Frauenanteil 5,4% 4,3% 3,3% 5,3% 4,7% 5,0% 4,6% 5,8% 3,7% 4,5%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
BodenlegerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Maurer/in nein
Tapezierer/in und Dekorateur/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Höhere Lehranstalt für Kunst und Design, Ausbildungszweig "Produktdesign und -präsentation".

Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bietet Kurse zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung und auch sonstige Kurse zur beruflichen Weiterbildung der BodenlegerInnen an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige der Fachrichtung "Bauwesen" (2 Jahre, Abendunterricht) und die Schule für Einrichtungsberater (1 Jahr) in Kuchl, Salzburg.

BodenlegerInnen können zu VorarbeiterInnen, PartieführerInnen oder BauleiterInnen aufsteigen. Die Chancen für einen beruflichen Aufstieg sind wegen der geringen Größe vieler Beschäftigungsbetriebe relativ ungünstig.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für BodenlegerInnen im Handwerk "Bodenleger" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bau (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Bauausstattung
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Bau und Gebäudeservice, Seite 30
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