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HolzbautechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.010,- bis € 2.400,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HolzbautechnikerInnen befassen sich mit der Errichtung von Holzbauwerken bzw. Teilen von Bauwerken (z.B. Dachgeschoßausbauten, Dachstühle, Kirchtürme, Holzbalkone, Holzstiegen, Holzbrücken und Einfriedungen) aus Holz.

Sie entwickeln Objekte nach Kundenwunsch in technischer Hinsicht bis zur Ausführungsreife und unterstützen bzw. begleiten die Projektabwicklung bis zur Übergabe des Bauwerkes. Dazu erstellen sie Freihandskizzen sowie Zeichnungen mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen (CAD). Sie beschäftigen sich mit den verschiedenen Arten von Verfahrens- und Fertigungstechniken wie Fräsen, Spanen, Pressen etc. Sie bedienen hydraulische, pneumatische und mechanische Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen (CNC-Maschinen*, Holzsägen, -pressen u.a.) und sind für deren Wartung verantwortlich.

HolzbautechnikerInnen müssen ihre Holzkonstruktionen in Übereinstimmung mit bauphysikalischen und statischen Erfordernissen und entsprechend den behördlichen Auflagen konzipieren. HolzbautechnikerInnen verhandeln zudem mit LieferantInnen (Sägewerke, Holzhandelsbetriebe, Baustoffhersteller).

Weitere Tätigkeitsbereiche sind Innenausbau sowie Tätigkeiten in Produktion und Verkauf in der Rohstoffindustrie, der Halbfertig- und Fertigwarenindustrie (Bretter, Platten, Möbel).

Siehe auch die Berufe HolzwirtIn, ForstwirtIn, SchutzbautechnikerIn oder den Lehrberuf HolztechnikerIn.

 

*CNC (Computerized Numerical Control): Computergesteuerte programmierbare Maschine, die Werkstücke automatisiert bearbeitet.

Das Wissen um die bauchemische, physikalische und baumechanische Eigenschaften der unterschiedlichen Hölzer ist notwendig, um den material- und objektgerechten Einsatz beurteilen zu können.

Physische Ausdauer und Belastbarkeit (Tätigkeit im zum Teil nur schwer zugänglichen Gelände), Wichtig ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Kooperation mit unterschiedlichen Personengruppen, die Holzwirtschaft ist sehr stark international ausgerichtet, was entsprechend Fremdsprachenkenntnisse und Mobilitätsbereitschaft erfordert

  • Analytisches Denkvermögen
  • Freude am Rechnen und Planen
  • Freude an Physik (Mechanik, Hydraulik, Pneumatik)
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Entscheidungssicherheit
  • Kreativität, Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen
  • Gutes Auftreten, Kontaktfähigkeit
  • Beratungskompetenz

 

Dazu kommt ein hohes Maß an Weiterbildungsbereitschaft (z.B. Qualitätskontrolle, Sicherheitstechnologie u.ä.), Einsatzbereitschaft.

Wichtige Qualifikationen in der Industrie sind Fremdsprachenkenntnisse, v.a. Englisch als Verhandlungssprache, interkulturelle (Team-)Kompetenzen (Forschen und Arbeiten im globalen Maßstab) wie auch die Bereitschaft, Karriereschritte im Ausland zu setzen

Berufstätige dieses Bereiches können in allen Breichen der Holztechnik Beschäftigung finden. Die Bandbreite reicht hier von Tätigkeiten in Betrieben der Rohstoffindustrie über Fertigungsbetriebe bis hin zu Bereichen wie Holzbau, Holzkonstruktion, Möbelbau inklusive dem damit verbundenen Handel und Verkauf.

Typische Arbeitsstätten sind Sägewerke, Industriebetriebe, die im Holzleimbau, in Platten- und Furnierwerken, im Türen- und Fensterbau und im Möbelbau tätig sind. Weitere Arbeitsmöglichkeiten sind der konstruktive Holzbau, die einschlägige Maschinen- und Geräteindustrie (Holzbe- und -verarbeitungsmaschinen) sowie die Oberflächentechnologie (Lack- und Leimindustrie).

Auf Grund der Tatsache, dass Holz (auch Bambus) eine erneuerbare Ressource ist, kommt dem Holzbau innerhalb der Bautechnik eine wichtige Sonderstellung zu; darüber hinaus erlebt der Holzbau im Hausbau auf Grund der bauphysikalischen und bauökologischen Besonderheiten von Holz eine aktuelle Renaissance. Die Holzwirtschaft ist sehr stark international ausgerichtet.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BautechnikerIn", dem der Beruf "HolzbautechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Üblicherweise wird eine technische Ausbildung im Bereich Holzbau, Holztechnik, Möbelbau, Innenausbau mit vertieften Kenntnissen im Bereich FEM*-Berechnung (Simulation von physikalischen Vorgängen wie z.B. Kraftwirkungen auf deformierbare Festkörper), Mechanik, Versuchs- und Messtechnik o.Ä. erwartet. Notwendig sind CAD- Kenntnisse (AutoCAD Architecture, ArchiCAD o.Ä).

*Finite-Elemente-Methode

AbsolventInnen einer höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt (HLFL) oder HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Als führende private Ausbildungsstätte für Berufe der Holzbe- und –verarbeitung stellt das Holztechnikum Kuchl seine jahrzehntelangen Erfahrungen in den Dienst der Fort- und Weiterbildung. Das umfangreiche Kurs- und Seminarprogramm richtet sich an Mitarbeiter von Betrieben, ebenso wie an Führungskräfte und UnternehmerInnen.

Fachhochschul-Studiengänge gibt es z.B. in den Bereichen Bauingenieurwesen, Hochbau, Projektmanagement, Baumanagement, Infrastrukturbau, Objektbau, Holzbau u.a.m.
Beispiele: Smart Buildings in Smart Cities - Energieinfrastruktur und Quartierserneuerung,  FH Salzbg. Integrative Stadtentwicklung – Smart City Technikum Wien.

Kurse in Konstruktionstechnik, computergestützter Konstruktion, CAD, Engineering bieten u.a. Schulungsinstitute wie WIFI, BFI und andere Veranstalter.

Weiterbildungsangebote verschiedener Bildungsträger betreffen z.B. Baurecht und Baunormen, Kalkulation, Bauleitung, Bauvermessung, Sicherheits- und Gesundheitsschutz u.a.m.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Funktionen wie Werksleitung, leitende Ein- und Verkaufspositionen, Betriebsorganisation, Leitung von Konstruktionsbüros, eine Tätigkeit als Technik-Consultant, leitende Funktionen im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich (z.B. ChefkonstrukteurIn, ProjektingenieurIn, LeiterIn/Entwicklungstechnische Abteilung, PrüfingenieurIn, Technik-Consultant).

HolzkonstruktionstechnikerInnen mit Spezialisierung im konstruktiven Holzbau haben nach Erbringung des Befähigungsnachweises im Holzbau-Meistergewerbe (früher Zimmermeistergewerbe) die Möglichkeit, die Berechtigung zur selbständigen Planung, Leitung und Ausführung von Holzbau-Meisterarbeiten (bzw. Zimmermeisterarbeiten) zu erwerben.

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