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Holzkaufmann/-frau

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Handel und Verkauf
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.440,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Holzkaufleute handeln mit Holz und Holzprodukten (Rohholz, Schnittholz, Bauholz, Platten, Furniere usw.) sowie den für die Produktion notwendigen Hilfs- und Betriebsstoffen (Leime, Schrauben) Maschinen und Werkzeugen.

Zu ihren KundInnen bzw. LieferantInnen gehören Forstbetriebe, Betriebe der holzbe- und -verarbeitenden Industrie (Sägewerke, Platten-, Furnierwerke, Holzkonstruktionsbau, Türen- und Fensterfabrikation, Möbelbau) sowie Handelsbetriebe von Holz und Holzprodukten (z.B. Baumärkte).

Holzkaufleute verfügen über Kenntnisse der Arten, Eigenschaften, Qualitäten, Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten von Hölzern und Halbfertigwaren aus Holz. Sie kennen neue Produkte, Be- und Verarbeitungsverfahren (z.B. Imprägnierungs- und Oberflächenbehandlungsverfahren).

Holzkaufleute führen mit Hilfe von spezifischer Software die Material- und Lagerkarteien von Holz und Holzprodukten hinsichtlich Menge, Preisbildung, Güte und Zustand. Sie holen Preisauskünfte ein, verhandeln mit den Lieferanten und führen Marktbeobachtungen durch. Sie tätigen den Einkauf unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten (Qualitäts- und Preisvergleiche). Sie berücksichtigen dabei Transport- und Frachtkosten sowie Transportnebenkosten (z.B. Transportversicherung, Zölle).

Sie führen den einschlägigen Schriftverkehr mit LieferantInnen, KundInnen, Spediteur(e)innen und Frachtunternehmen, schließen mit diesen Verträge ab, bestätigen Lieferscheine und veranlassen die Überweisung der Rechnungsbeträge und die ordnungsgemäße Ablage und Dokumentation des Schriftverkehrs. Weiters veranlassen sie die Überprüfung der Warenlieferung und melden Warenmängel den LieferantInnen.

Siehe auch die Berufe ForstwirtIn, ExportsachbearbeiterIn oder die Lehrberufe HolztechnikerIn oder Speditionskaufmann/-frau.

Naturwissenschaftliches Grundverständnis, betriebswirtschaftliches Interesse, gutes Auftreten, gute Ausdrucksweise in Wort und Schrift, Kontaktfreude, Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungs- und Verhandlungskompetenz, Organisationstalent.

Berufstätige dieses Bereiches können in allen Breichen der Holztechnik Beschäftigung finden. Die Bandbreite reicht hier von Tätigkeiten in Betrieben der Rohstoffindustrie über Fertigungsbetriebe bis hin zu Bereichen wie Holzbau, Holzkonstruktion, Möbelbau inklusive dem damit verbundenen Handel und Verkauf.

Typische Arbeitsstätten sind Sägewerke, Industriebetriebe, die im Holzleimbau, in Platten- und Furnierwerken, im Türen- und Fensterbau und im Möbelbau tätig sind. Weitere Arbeitsmöglichkeiten sind der konstruktive Holzbau, die einschlägige Maschinen- und Geräteindustrie (Holzbe- und -verarbeitungsmaschinen) sowie die Oberflächentechnologie (Lack- und Leimindustrie).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Großhandelskaufmann/-frau", dem der Beruf "Holzkaufmann/-frau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Wegen der kaufmännischen Ausrichtung ihrer Tätigkeit sind auch einschlägige kaufmännische Kenntnisse (z.B. Inventur, Rechnungswesen), Rechtskenntnisse (z.B. Vertragsrecht, Leistungsstörungen) und Kenntnisse aus dem Import-Exportgeschäft sowie dem Speditions- und Frachtgeschäft notwendig.

Standorte der Land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen in Österreich auf der Website des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus bmnt.

AbsolventInnen einer höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt (HLFL) oder einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Als führende private Ausbildungsstätte für Berufe der Holzbe- und –verarbeitung bietet das Holztechnikum Kuchl Fort- und Weiterbildungsprogramme an.

Fachhochschul-Studiengänge: Produktmarketing und Projektmanagement (Wieselburg), Forst- und Holzwirtschaft an der BOKU in Wien.

Ergänzend ist für den Bereich der Holztechnik auch auf Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Fernschulen und Fernuniversitäten hinzuweisen, z.B. Master in Management, Schwerpunkt Holzwirtschaft am SMBS (Salzburg Management Business School).

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Funktionen wie Werksleitung, leitende Ein- und Verkaufspositionen, Betriebsorganisation.

Im Umfeld der Forstwirtschaft bestehen darüber hinaus berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in landwirtschaftlichen Organisationen, Interessenvertretungen bis hin zum internationalen Lobbying.

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