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Gemüsebauer/Gemüsebäuerin

Berufsbereiche: Lebensmittel / Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.400,- bis € 2.550,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen sind LandwirtInnen oder GartenbauerInnen, die sich auf Anbau und Kultivierung von Gemüse als Nahrungs- oder Futtermittel spezialisieren.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen übernehmen die standortgemäße Sortenwahl, bereiten den Boden auf, bringen das Saatgut oder die Jungpflanzen in die Anzuchtfläche und kultivieren diese. Unterschieden wird zwischen Feldgemüsebau und dem sog. Unterglasgemüsebau, also der Intensivzucht in Glashauskulturen und Folienhausflächen. Daneben gibt es den gärtnerischen Freilandgemüsebau.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen sorgen nach der Ernte für die sachgerechte Reinigung, Sortierung und Einlagerung des Gemüses. Sie präsentieren ihre Ernte auf Wochenmärkten, direkt im Hofladen oder in Online-Shops.

Zudem sind sie in der Vermarktung und dem Verkauf von Saatgut, Jungpflanzen, Spezialitäten (Rote Rüben Chips etc.) und verarbeitete Produkte (Gemüsesäfte und -pulver, Getreideflocken, eingelegtes Gemüse) tätig. Sie wenden unterschiedliche Konservierungsmethoden an; ein Teil der Produktion wird durch Einkochen, Trocknen oder Einfrieren haltbar und gelangt in Form von Halbfertigprodukten oder Gemüsemischungen auf den Markt.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen sind – je Klima und nach Bodenbeschaffenheit - auf den Anbau bestimmter Sorten spezialisiert. Sie pflanzen Stängel- und Sprossgemüse, Blattgemüse, Knollen- und Wurzelgemüse (Kartoffeln werden den Feldfrüchten zugerechnet). Wer einen sandigen Boden hat, wählt Zwiebel. Starkzehrer verlangen schwere, kalkhaltige Böden, Kohlrabi wächst auf humusreichen, gleichmäßig feuchten Böden. Ein zu feuchter Boden ist jedoch nicht tragfähig genug für schwere Landmaschinen.

Entsprechend den Anforderungen beherrschen Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen die Handhabung von Erntemaschinen, Hackgeräten, Pflanzenölpressmaschinen und Pflegegeräten.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen kennen nationale Gesetze und EU-Verordnungen (Bio Verordnung, Futtermittel-, Düngeverordnung etc.) und pflegen den Umgang mit Statistiksoftware.

Für DirektvermarkterInnen gewinnt das Thema Verpackungsdesign verstärkt an Bedeutung, einerseits in Bezug auf die rechtlich korrekte Kennzeichnung von Lebensmitteln und andererseits in Bezug auf das Marketing-Konzept.

Siehe auch die Berufe AgrarberaterIn, PflanzenschutzberaterIn, HofberaterIn und den Lehrberuf Landwirtschaftliche FacharbeiterIn

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen sind LandwirtInnen oder GartenbauerInnen, die sich auf Anbau und Kultivierung von Gemüse als Nahrungs- oder Futtermittel spezialisieren.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen übernehmen die standortgemäße Sortenwahl, bereiten den Boden auf, bringen das Saatgut oder die Jungpflanzen in die Anzuchtfläche und kultivieren diese. Unterschieden wird zwischen Feldgemüsebau und dem sog. Unterglasgemüsebau, also der Intensivzucht in Glashauskulturen und Folienhausflächen. Daneben gibt es den gärtnerischen Freilandgemüsebau.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen sorgen nach der Ernte für die sachgerechte Reinigung, Sortierung und Einlagerung des Gemüses. Sie präsentieren ihre Ernte auf Wochenmärkten, direkt im Hofladen oder in Online-Shops.

Zudem sind sie in der Vermarktung und dem Verkauf von Saatgut, Jungpflanzen, Spezialitäten (Rote Rüben Chips etc.) und verarbeitete Produkte (Gemüsesäfte und -pulver, Getreideflocken, eingelegtes Gemüse) tätig. Sie wenden unterschiedliche Konservierungsmethoden an; ein Teil der Produktion wird durch Einkochen, Trocknen oder Einfrieren haltbar und gelangt in Form von Halbfertigprodukten oder Gemüsemischungen auf den Markt.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen sind – je Klima und nach Bodenbeschaffenheit - auf den Anbau bestimmter Sorten spezialisiert. Sie pflanzen Stängel- und Sprossgemüse, Blattgemüse, Knollen- und Wurzelgemüse (Kartoffeln werden den Feldfrüchten zugerechnet). Wer einen sandigen Boden hat, wählt Zwiebel. Starkzehrer verlangen schwere, kalkhaltige Böden, Kohlrabi wächst auf humusreichen, gleichmäßig feuchten Böden. Ein zu feuchter Boden ist jedoch nicht tragfähig genug für schwere Landmaschinen.

Entsprechend den Anforderungen beherrschen Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen die Handhabung von Erntemaschinen, Hackgeräten, Pflanzenölpressmaschinen und Pflegegeräten.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen kennen nationale Gesetze und EU-Verordnungen (Bio Verordnung, Futtermittel-, Düngeverordnung etc.) und pflegen den Umgang mit Statistikso…

Freude am Umgang mit Pflanzen und Interesse an Lebensvorgängen in der Natur. Bei der Pflege und Ernte von Gemüse ist Handarbeit gefragt, dies erfordert in gewisses Maß an körperlicher Fitness und Ausdauer (bestimmte Arbeiten im Freien müssen auch trotz Hitze und Regen erledigt werden), technisches und kaufmännisches Verständnis ist für die Vermarktung nötig.

Umgangsformen und kommunikative Kompetenzen: Ein Trend besteht darin, verschiedene Programme für Reisegruppen oder Schulklassen anzubieten (Verkostungen, Exkursionen, Workshops) und Informationen über Themen wie Kreislaufwirtschaft und Ernährung zu vermitteln.

Gemüsebauern/Gemüsebäuerinnen arbeiten meist selbstständig im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb, in großen Betrieben sind sie auch angestellt tätig.

Sie können zudem in oder für die Zulieferindustrie arbeiten (Züchtung, Gewächshaustechnik, Pflanzenschutz, Dünger, Substrate, Landmaschinen) oder in der Vermarktung (Handelsbetriebe, Gartencenter, Genossenschaften).

Je nach Ausbildung oder (Zusatz)Qualifikation können LandwirtInnen eine Tätigkeit in oder für Versuchs-, Forschungs- oder Lebensmitteluntersuchungsanstalten anstreben - dort im Bereich Qualitätsprüfung und Zertifizierung arbeiten oder als Sachverständige die Risiken von Sorten, Saat- und Pflanzgut begutachten und bewerten.

Sie können auch für die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit - AGES tätig sein, welche Lebensmittel auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Die AGES ist in Österreich an sechs Standorten vertreten, unterhält Versuchsparzellen und Forschungsglashäuser, führt Weiterbildungen durch und bietet jährlich Praktikumsplätze, ages.at.

Das Personalbeschaffungsunternehmen HortiRecruiter vermittelt Personal für Gartenbau und Agrarwirtschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: hortirecruiter.

Beschäftigungsmöglichkeiten oder Projektarbeiten gibt es auch an Instituten für Saat- und Pflanzgut oder im Pflanzenschutzdienst oder in einem Labor an einem Institut für Tierernährung und Futtermittel.

Während in Österreich bei Obst die Äpfel das mit Abstand wichtigste Produkt sind, halten im Gemüsebau flächenmäßig die Zwiebeln den ersten Platz.

Das Thema Verpackung gewinnt auch im Gemüsebau (Vertrieb von Frischgemüse und Gemüseprodukten) zunehmend an Bedeutung, nämlich in Bezug auf Sparsamkeit und Nachhaltigkeit bzw. Umweltschutz (Behälter aus nachwachsenden Rohstoffen, die auch biologisch abbaubar sind anstatt Kunststoffschalen- und Plastiksäcke).

Bereits mehr als 20% der landwirtschaftlichen Betriebe Österreichs sind Biobetriebe und 22 % der landwirtschaftlichen Flächen werden biologisch bewirtschaftet: Aktuelle Daten beim Bundesministerium bmnt.

AbsolventInnen können sich in div. Projekten engagieren, z.B. in der Untersuchung der Auswirkungen einer Naturschutzmaßnahme in Agrar- und Gartenbau-Betrieben. Produktionsgartenbau findet in geschlossenen Flächen bzw. im geschützten Bereich statt - Gartenbaubetriebe werden daher bei der Planung von Baulichkeiten und Trassen oft „übersehen“.

Projekte zu Untersuchung der Auswirkungen auf die gartenbauliche Produktion bei der Ausweisung von Wasserschutzgebieten und Bauvorhaben bieten hier die Möglichkeit zur Mitarbeit.

Derzeit ist in Österreich der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen noch nicht möglich (2018). Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass in Zukunft der Anbau von einzelnen, gentechnisch veränderten Pflanzen gesetzlich ermöglicht wird. Um die  Koexistenz-Problematik (natürliche Pflanzen in der Nähe von gentechnisch veränderten) in den Griff zu bekommen, wird ein rechtlicher Rahmen benötigt. Hier können sich qualifizierte LandwirtInnen und GartenbauerInnen ebenfalls engagieren (Infos auf wien.gv.at).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FacharbeiterIn in der Landwirtschaft", dem der Beruf "Gemüsebauer/Gemüsebäuerin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Grundsätzlich wird zwischen Produktionsgartenbau (Gemüsebau in geschlossenen Flächen) und Feldgemüseanbau (im Freiland) unterschieden. Der Produktionsgartenbau spielt teilweise eine untergeordnete Rolle und ist auf die Grundversorgung mit Obst und Gemüse ausgerichtet - hier ist eine Ausbildung zum/zur Gartenbauer/in möglich oder als Gärtner/in (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau).

Die Ausbildung zum/zur LandwirtIn erfolgt üblicherweise an landwirtschaftlichen Fachschulen (Fachbereich Gemüsebau) oder an Land- und forstwirtschaftlichen Schulen mit Schwerpunkt Ackerbau und Feldgemüsebau oder Schwerpunkt Obst- und Gemüsebau.

Zudem gibt es Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalten für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmitteltechnologie und Höhere Lehranstalten für Gartenbau.

AbsolventInnen einer Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt (HLFL) kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildung- und Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen im biologischen, produktionstechnischen, technischen und ökonomischen Bereich.

Gemüsebäuerinnen/Gemüsebauern informieren sich laufend über neue Maschinen, ökologische Bearbeitungsmethoden, Optimierung der Bodenfruchtbarkeit und biologische Schädlingsbekämpfungsmittel sowie über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft, insbesondere im Pflanzenbau.

Es bestehen Weiterbildungsangebote für eine Spezialisierung im speziellen Gemüsebau (z.B. Unterglas-Gemüsebau für Gurken und Tomaten), für den Anbau von Sonderkulturen (Hopfen, Spargel, Heilkräuter) oder in der marktgerechten Aufbereitung verschiedener Gemüsearten.

Das Ländliche Fortbildungsinstitut - LFI bietet gemeinsam mit der BIO Austria Infos zu Bildungsprogrammen. Kurse sind z.B. Grundlagen des biologischen Ackerbaus, Biotierhaltung im Grünland- Umstellungskurs, Fruchtfolgegestaltung, Wassersparende Wirtschaftsweise am Ackerbaubetrieb, Produktpreiskalkulation, Verpackungsdesign.

Ein relevanter Bereich ist die Lebensmitteltechnik – qualifizierte Fachleute unterstützen z.B. Behörden bei der Proben- und Revisionsplanung an Lebensmitteln (v.a. Gemüse), die in Supermärkten, Gasthäusern oder andere Verkaufsstellen angeboten werden.

Eine Aufwertung der Ausbildung kann mit Lehrgängen, Spezialkursen, Seminaren oder einer akademischen Ausbildung angestrebt werden: Z.B. Agrarwissenschaften, Horticulture Sciences, Nutzpflanzenwissenschaften, Umwelt- und Bioressourcenmanagement (alle BOKU Wien), Bioverfahrenstechnik (FH Campus Wien), Lebensmitteltechnologie und Ernährung (FH OÖ).

Gemüsebauern/-bäurinnen können eine Stelle als Account-ManagerIn, VerkaufsleiterIn, BeschaffungsmanagerIn, BereichsleiterIn im Handel und in Produktionsbetrieben anstreben.

Sie können im allgemeinen Management, in der Betriebsleitung, Buchhaltung oder im Einkauf tätig sein. Zudem können sie als „FunktionsanalystIn“ in der Ertragswertermittlung, technischen Beratung, Planung, (Weiter)Entwicklung und Optimierung von Maschinen und Installationstechnik für Gartenbau und Agrarwirtschaft tätig sein.

Eine selbstständige Tätigkeit als „SektorspezialistIn“ im Marketing oder als BeraterIn für Agrarbetriebe, in Speziellen für Arbeitsschutz und Umwelt, als ManagerIn für die Versorgungskette, Logistik und Lager (Frischware, Saatgut, Pflanzenschutzmittel etc.) oder als VersuchsleiterIn in der Veredelung und Züchtung von Pflanzen ist ebenfalls möglich.

Im Umfeld der Agrarwirtschaft bestehen darüber hinaus berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in landwirtschaftlichen Organisationen, Interessenvertretungen und Lobbying.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Lebensmittel, Seite 88
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