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AnwendungsentwicklerIn

Berufsbereiche: Informationstechnologie
Ausbildungsform: Schule
∅ Einstiegsgehalt: € 2.040,- bis € 2.390,- * Arbeitsmarkttrend: stark steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Im Bereich der Informatik ist Anwendungs-EntwicklerIn eine andere Bezeichnung für Anwendungsprogramm-EntwicklerIn bzw. ProgrammiererIn.

Personen, die in diesem Beruf tätig sind, beschäftigen sich hauptsächlich mit der Entwicklung und Adaptierung von Computerprogrammen für spezifische Anforderungen. Voraussetzung für diese Tätigkeit sind umfangreiche Kenntnisse von Programmiermodellen, prozeduralen und objektorientierten Programmiersprachen (z.B. C#, VB.NET, Java) sowie Skriptsprachen (z.B. JavaScript, PHP).

Programme gibt es als eigenständige Anwendungen (z.B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Powerpoint). Programme steuern andererseits die Abläufe von Anwendungen* und weiteren Dienstprogrammen, welche sich auf die Betriebssystemebene stützen (z.B. Kopieren von Dateien, Konvertierung).

ProgrammiererInnen erstellen auch systemexterne Programme oder Module und sog. Apps. Eine App (Application Software) ist ein kleines Computerprogramm, für einen bestimmten Zweck und ohne weitere systemtechnische Funktion.

Je nach Sparte des Unternehmens können Spezialisierungen in verschiedenen relevanten Gebieten erfolgen, wie z.B. Sharepoint-Developer, SAP-Developer, Multimedia-ProgrammiererIn. Je nach Branche sind auch Kennnisse einschlägiger Bussysteme und Normen (z.B. CAN, LIN, FlexRay, MOST) gefragt.

Siehe auch die Berufe InformatikerIn und SystemprogrammiererIn.

 

*Anwendung: Programm, das eine Aufgabe aus einem Anwendungsgebiet im Sinne der Informationsverarbeitung (z.B. Hotelbuchung, Lagerhaltung, Buchhaltung) lösen soll.
Software ist ein Sammelbegriff für (mehrere) Programme.

 

Logisch-analytischer Arbeitsstil, mathematische Kenntnisse (Angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, Entscheidungskompetenz, (Budgetkalkulation, etc), Empathievermögen, Offenheit für Trends und Zeitgeist, absolute Kontakt- und Teamfähigkeit, gutes Sehvermögen, Kenntnis der Gestaltprinzipien, Beratungskompetenz, tlw. Bereitschaft zur Mobilität.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse, die Bereitschaft zur regelmäßigen Weiterbildung (neue Technologien) und tlw. interkulturelle Kompetenzen (internationale Projekte, Kundenorientiertheit).

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Hard- und Softwareunternehmen, Computerhandelsgesellschaften, EDV- und Betriebsberatungsfirmen sowie in Rechenzentren. Große Nachfrage besteht nach App-ProgrammiererInnen.

Darüber hinaus bestehen Tätigkeitsfelder, je nach Spezialisierung in großen Wirtschaftsunternehmen, im Banken- und Versicherungsbereich, in Rechenzentren, Data-Warehäusern, an Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und Forschungsstellen sowie im gesamten IT/EDV-Dienstleistungssektor, in Forschungslabors, in Produktions- und Fertigungsstätten.

Je nach beruflicher Ausrichtung und Schwerpunktsetzung bestehen darüber hinaus auch Möglichkeiten zu noch weitergehender Spezialisierung und daraus resultierender beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten: Beispiele sind Tätigkeiten im Bereich Qualitätsmanagement, Datensicherung, Fuzzy Logic, Neuronale Netzwerke, Lokale und Globale Netze, speicherprogrammierbare Steuerungen u.v.a.m.

Zukünftig wird aufgrund von Gesetzen und Verordnungen die Speicherung bestimmter (Business)Daten in sog. Clouds verpflichtend sein. Dies erfordert die Entwicklung von Cloud-Technologien samt den dahinterliegenden Business-Modellen. Entsprechende Studiengänge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren entwickelt. Derzeit bietet die FH-Burgenland diesbezüglich einen berufsbegleitenden Studiengang.

Große Nachfrage besteht auch nach App-ProgrammiererInnen.

IT-Infrastruktur: Im Rahmen der hohen Welthandelsdynamik (aktuell in den USA und Asien*) sind vor allem Softwareunternehmen, die organisatorische Anwendungen herstellen und von höheren Bestellmengen profitieren, einem höherem Umsatzwachstum ausgesetzt. Darunter sollten vor allem "SAP" sowie "Adobe Systems" & "Microsoft" fallen. Dies ermöglicht auch Karrierechancen für qualifizierte AbsolventInnen. (Stand: 2016).

*Quelle: www.welthandelsindex.com und www.kapitalmarktanalyse.com.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Software-EntwicklerIn", dem der Beruf "AnwendungsentwicklerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von Anwendungssoftware-EntwicklerInnen wird üblicherweise eine abgeschlossene Ausbildung (Informatik) mit Schwerpunkt im Bereich IT/Softwareentwicklung bzw. Software Engineering erwartet.

Typische Ausbildungswege für diesen Bereich bieten technische Schulen (v.a. Eletronik, Elektrotechnik) sowie eine Vielzahl an Schulen, die in Bereichen der Informationstechnologie ausbilden.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!). Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten im Bereich der EDV sind vielfältig und  werden zum Teil betriebsintern angeboten. Zum Teil gibt es Ausbildungen und Einschulungen bei den großen Hard- und Softwareanbietern (einige Firmen verfügen mittlerweile über eigene Akademien).

Für Berufstätige bieten Universitäten und Fachhochschulen spezifische Lehrgänge in den Bereichen E-Government; Strategie, Technologie und ganzheitliches Management, Sicherheitsmanagement, Geografische Informationssysteme, Angewandte Mustererkennung, u.a.). Darüber hinaus gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten in Bereichen wie Software-Engineering, E Commerce u.a.m

Infos über Hochschulen, die duale Studiengänge anbieten, finden sich in dieser Datenbank.

 

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen z.B. in Abteilungsleitungsfunktionen; berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Technologiemanagement oder Industrial Engineering. Mit mehrjähriger beruflicher Vorerfahrung sowie einem hohen Maß an Erfahrung, Reisebereitschaft und Belastbarkeit ist auch der Aufstieg zur/zum ProjektleiterIn möglich. Gängige Berufsbezeichnungen für fortgeschrittene oder leitende Funktionen im EDV-Bereich sind z.B. System Engineer, Technical Support SpezialistIn, Senior-BeraterInnen u.a.m.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Anwendungs-Software (16-31), Seite 20
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Computer, IT, EDV, Seite 46
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