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UmweltberaterIn

Berufsbereiche: Umwelt
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.480,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

UmweltberaterInnen befassen sich (im Rahmen der Produktion und des Konsums) mit dem umweltfreundlichen Einsatz von Energie, dem ressourcenschonenden und nachhaltigen Einsatz von Rohstoffen, der Vermeidung oder Reduzierung von Abfall (z.B. Verpackung, Abwasser, Abluft, Elektroschrott), der umweltgerechten Abfallentsorgung, sowie mit umweltfreundlichen Holzbehandlungsverfahren und Dämmstoffen.

UmweltberaterInnen untersuchen, dokumentieren und publizieren die Auswirkungen auf die Umwelt, etwa bei der Produktion und Fertigung von Gütern.

Dazu müssen die Prozesse der Herstellung und Verarbeitung in einem Unternehmen kennen, untersuchen und analysieren. Nach der Analyse werten sie die Ergebnisse aus und interpretieren diese. UmweltberaterInnen beraten Unternehmen entsprechend dieser Ergebnisse und erstellen Konzepte wie sie bei der Produktion und Fertigung von Gütern Ausstöße verringern können.

Je nach Branche beraten UmweltberaterInnen unterschiedliche Unternehmen (Bau, Kunststoff, Elektro, Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Lebensmittelherstellung, Papier, Druck, Textil).

Sie informieren auch Privatpersonen und Gruppen über Recycling und Wassernutzung. In Schulen erklären die Auswirkungen verschiedener Produkte und Lebensstile auf die Umwelt.

Wichtige Themenbereiche und Spezialgebiete sind z.B: Nachhaltiges Ressourcenmanagement, ökologisches Bauen, Energie, Reinigungschemie, Garten- und Pflanzenschutz, Umweltpolitik, Umweltökonomie und Umweltrecht, Verhandlungsführung, Öffentlichkeitsarbeit, Konzepterstellung und Realisierung von Umweltprojekte.

Siehe auch die Berufe RecyclingtechnikerIn und UmweltchemikerIn LebensmittelchemikerIn und BiotechnologIn.

  • Interdisziplinäres Denken
  • Problemlösungskompetenz und Kreativität
  • Analytisches Denkvermögen
  • Technisches und wirtschaftliches Verständnis
  • Kontakt- und Teamfähigkeit
  • Verhandlungsgeschick
  • Weiterbildungsbereitschaft (Verfahrenstechnik, rechtliche Rahmenbedingungen, Rhetorik etc.)
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

UmwelttechnikerInnen arbeiten in technisch-industriellen Betrieben, v.a. im Anlagenbau.
Sie arbeiten als BeraterIn für Schulen, Spitäler oder Wirtschaftsunternehmen, Produktionsbetriebe.

In der öffentlichen Verwaltung sind sie als Umweltbeauftragte tätig. Zudem können UmweltberaterInnen in der Risikoanalyse bei Versicherungen tätig sein sowie bei Behörden Kontrollmessungen durchführen.

Sie können als Kommunikations- oder Marketingverantwortliche einer Umweltorganisation oder in der öffentlichen Verwaltung tätig sein. Möglich ist auch eine journalistische Tätigkeit im Bereich Umwelt.

Auf Grund des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes ist es erforderlich, dass jeder Betrieb (ab 100 MitarbeiterInnen) einen betrieblichen Abfallbeauftragten der Behörde bekannt gibt.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Beratungsberufe mit ökologischem Background gibt es vor allem bei Gemeinden und gemeinnützigen Vereinen, Interessengemeinschaften und Interessenvertretungen. Arbeitsmöglichkeiten gibt es auch in Form selbständiger Beratungstätigkeit.

Ein schonender und gleichzeitig effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen wird zur Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften.

Beispiel: In der Lebensmittelindustrie entstehen Lebensmittelabfälle durch Transportschäden, Lagerungsschäden, Produktionsabfälle in der Verarbeitung, technische Fehler (Kühlung, Verpackung, Etikette), Überproduktion etc. Hier sollen branchen- und unternehmensspezifische Lösungen zur Lebensmittelabfallvermeidung erarbeitet und konkret im Betrieb umgesetzt werden.

Internationale Konzerne wie Nestlé und Unilever planen bereits ihren Abfall bis 2025 zu halbieren. Das Projekt AÖLI "Abfallvermeidung in der österreichischen Lebensmittelindustrie" wird durch die Einbindung der relevanten Stakeholder eine hohe Akzeptanz in der Branche hervorrufen.

Projektinhalt ist in erster Linie die Erhebung und Darstellung des Status Quo zum Thema "Lebensmittelabfälle in der Lebensmittelindustrie in Österreich: Zahlen, Gründe und Maßnahmen (Vgl. den Artikel "Abfallvermeidung in der österreichischen Lebensmittelindustrie" auf der Website Österreichisches Ökologie-Institut).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UmweltberaterIn", dem der Beruf "UmweltberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Typische „Erstausbildung“ ist eine technische Ausbildung. Nötig sind fundierte Kenntnisse im Bereich Umwelttechnik und Prozessmanagement.

Beispiele: Fachschule für Chemie oder chemische Betriebstechnik, Chemieingenieurwesen, Bio- und Umwelttechnik, Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement oder technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie. Handelsakademie mit Ausbildungsschwerpunkt Management für Umwelt und Energiewirtschaft.

Infos über aktuelle Seminare und Zertifizierungen zum/zur Auditor/in bietet das WIFI.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Studienrichtungen: Z.B. Umwelt- und Bio-Ressourcenmanagement, Industrieller Umweltschutz, Energie- und Umwelttechnik, Umweltingenieurwesen, Entsorgungstechnik und Recycling sowie Umweltsystemwissenschaften.

Fachprüfungen und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es darüber hinaus für Umweltbetriebsprüfer - Umweltgutachter, Bauökologie, Recyclingtechnik, Umwelt- und Energieberatung, Ökologische Beratungsberufe, Umwelt- und Energieberatung u.a.

Darüber hinaus werden Universitätslehrgänge im Bereich Umweltmanagement, Umweltprüfung und Umweltgutachten von verschiedenen Veranstaltern angeboten.

 

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Natur, Pflanzen, Tiere, Umwelt, Seite 112
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