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WagnerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

WagnerInnen stellen Transport- und Beförderungsmittel sowie landwirtschaftliche Geräte aus Holz her und reparieren diese. Zu den traditionellen Erzeugnissen, die wegen der Mechanisierung der Landwirtschaft allerdings an Bedeutung verlieren, zählen Beförderungsmittel wie Leiterwagen, Fuhrwerke, Ziehschlitten, Handwagen oder "Luxuswagen" (Landauer, Fiakerwagen). Weiters stellen sie Geräte wie etwa Werkzeugstiele, Leitern, Rechen, Mistgabeln und andere hölzerne Ackergeräte her. Häufig fertigen sie auch Produkte wie Gartenmöbel, Holzbalkone, Dachbodentreppen und verschiedene Sportgeräte (z.B. Rodeln, Hockeyschläger) an. Zum Teil verwenden sie bei der Herstellung dieser Produkte sowie auch im Wagen- und Karosseriebau Metalle und Kunststoffe.

Ein Teil der ehemals von WagnerInnen hergestellten Produkte wird inzwischen nur noch von Industriebetrieben erzeugt, wobei der Fertigungsvorgang weitgehend automatisiert ist. Demgegenüber sind die verbliebenen Aufgaben durch traditionelle handwerkliche Herstellungsweisen charakterisiert.

Die WagnerInnen fertigen zunächst eine Zeichnung des gewünschten Werkstückes an. Sie berechnen die Belastbarkeit und die erforderliche Stärke von Achsen, Rädern, Treppen oder Rodelkufen. Dann wählen sie das benötigte Holz (z.B. Fichtenholz, Buchenholz), das für alle Arbeiten vollständig trocken sein muss, aus. Danach werden die Einzelteile entsprechend der Zeichnung auf Band- oder Kreissägen zugeschnitten und mit Hobel- und Schleifmaschinen geglättet. Die für die Verbindung der Teile erforderlichen Vertiefungen bohren, stemmen und fräsen sie mit Maschinen und Handwerkzeugen heraus.

Für manche Werkstücke, wie etwa Rodelkufen, sind gebogene Holzteile erforderlich, die ausschließlich aus astfreiem, zähem Holz hergestellt werden müssen. Dieses machen die WagnerInnen über Wasserdampf biegsam, biegen es dann über ein Modell und spannen es mit Schraubzwingen fest. Erst nach vollständiger Durchtrocknung nehmen sie es wieder ab. Dadurch behält es die Form bet. Sind alle Einzelteile vorgefertigt, setzen die WagnerInnen sie zum fertigen Werkstück zusammen. Sie verbinden die Teile durch verschiedene Arten von Holzverbindungen (z.B. Verzapfen oder Verzahnen) sowie durch Verleimen und Verschrauben.

Bei der Oberflächenbehandlung des fertiggestellten Werkstücks beseitigen sie Späne und Verunreinigungen und schleifen die Holzoberfläche glatt. Produkte, die im Freien verwendet werden (z.B. Gartenmöbel), müssen sie zum Schutz gegen Witterungseinflüsse imprägnieren und lackieren oder abschließend beizen.

In Betrieben, die sich auf die Herstellung von Balkonen, Dachbodentreppen sowie die Ausstattungen von Parkanlagen spezialisiert haben, gehören auch die Lieferung und die Montage am jeweiligen Aufstellungsort zu den Aufgaben der WagnerInnen.

WagnerInnen stellen Transport- und Beförderungsmittel sowie landwirtschaftliche Geräte aus Holz her und reparieren diese. Zu den traditionellen Erzeugnissen, die wegen der Mechanisierung der Landwirtschaft allerdings an Bedeutung verlieren, zählen Beförderungsmittel wie Leiterwagen, Fuhrwerke, Ziehschlitten, Handwagen oder "Luxuswagen" (Landauer, Fiakerwagen). Weiters stellen sie Geräte wie etwa Werkzeugstiele, Leitern, Rechen, Mistgabeln und andere hölzerne Ackergeräte her. Häufig fertigen sie auch Produkte wie Gartenmöbel, Holzbalkone, Dachbodentreppen und verschiedene Sportgeräte (z.B. Rodeln, Hockeyschläger) an. Zum Teil verwenden sie bei der Herstellung dieser Produkte sowie auch im Wagen- und Karosseriebau Metalle und Kunststoffe.

Ein Teil der ehemals von WagnerInnen hergestellten Produkte wird inzwischen nur noch von Industriebetrieben erzeugt, wobei der Fertigungsvorgang weitgehend automatisiert ist. Demgegenüber sind die verbliebenen Aufgaben durch traditionelle handwerkliche Herstellungsweisen charakterisiert.

Die WagnerInnen fertigen zunächst eine Zeichnung des gewünschten Werkstückes an. Sie berechnen die Belastbarkeit und die erforderliche Stärke von Achsen, Rädern, Treppen oder Rodelkufen. Dann wählen sie das benötigte Holz (z.B. Fichtenholz, Buchenholz), das für alle Arbeiten vollständig trocken sein muss, aus. Danach werden die Einzelteile entsprechend der Zeichnung auf Band- oder Kreissägen zugeschnitten und mit Hobel- und Schleifmaschinen geglättet. Die für die Verbindung der Teile erforderlichen Vertiefungen bohren, stemmen und fräsen sie mit Maschinen und Handwerkzeugen heraus.

Für manche Werkstücke, wie etwa Rodelkufen, sind gebogene Holzteile erforderlich, die ausschließlich aus astfreiem, zähem Holz hergestellt werden müssen. Dieses machen die WagnerInnen über Wasserdampf biegsam, biegen es dann über ein Modell und spannen es mit Schraubzwingen fest. Erst nach vollständiger Durchtrocknung nehmen sie es wieder ab. Dadurch behält es die Fo ...

  • Kräftiger Körperbau: Heben von schweren Holzteilen
  • körperliche Wendigkeit: Montieren von Fahrzeugteilen und Balkonen
  • Handgeschicklichkeit: Ausführen von Holzverbindungen
  • Tastsinn: Prüfen der Holzoberfläche
  • Auge-Hand-Koordination: Zuschneiden, Stemmen
  • Sehvermögen: Einpassen von Kleinteilen, Zuschneiden, Abmessen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Lackieren, Leimen, Imprägnieren von Werkstücken
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Umsetzen von Zeichnungen
  • gestalterische Fähigkeit: Formen und Entwerfen von Kutschen
  • Reaktionsfähigkeit: Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschinen
  • Selbständigkeit: Entwerfen von neuen Produkten, Montagearbeiten

WagnerInnen arbeiten in kleinen handwerklichen Wagnerbetrieben im ländlichen Raum. Bei Spezialisierung auf Gartenmöbel- und Sportgeräteerzeugung finden WagnerInnen auch in einschlägigen Gewerbe- und Industriebetrieben Beschäftigung.

Im traditionellen Wagnergewerbe gibt es fast keine Stellenangebote mehr; die meisten kleinen Wagnereien sind Ein-Personen-Betriebe. Seit einigen Jahren werden auch kaum mehr Lehrlinge ausgebildet. Die Berufsaussichten im Lehrberuf selbst sind äußerst ungünstig, denn die Nachfrage nach traditionellen Wagnererzeugnissen ist sehr gering, und andere Produkte wie z.B. Gartenmöbel sind der Konkurrenz industrieller Serienfertigung ausgesetzt. Einzige Ausnahme ist der Kutschenbau, der im Fremdenverkehr und Pferdesport wieder etwas an Bedeutung gewinnt. Allerdings gibt es kaum Betriebe, die eine entsprechende Ausbildung vermitteln können.

Wegen der relativ hohen körperlichen Belastungen arbeiten vorwiegend Männer in diesem Beruf.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TischlerIn", dem der Beruf "WagnerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

WagnerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für Karosseriebauer einschließlich Karosseriespengler und Karosserielackierer und Wagnergewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
WagnerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
gesamt 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0
Frauenanteil - 0,0% - - - - - - - -
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Fachschule für Tischlerei; Fachschule für Zimmerer; Höhere Lehranstalt für Innenraumgestaltung und Holztechnik (Ausbildungsschwerpunkte "Holztechnik" und "Innenraumgestaltung und Möbelbau"); Höhere Lehranstalt für Kunst und Design, Ausbildungszweig "Möbel-Raum-Design".

Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) führen zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen für Holz verarbeitende Berufe durch. Für WagnerInnen sind vor allem Kurse über die Bedienung elektronisch gesteuerter Holz-, Kunststoff- und Metallbearbeitungsmaschinen sowie Kunststoffverarbeitungskurse von Bedeutung.

WagnerInnen können zu WerkmeisterInnen und MeisterInnen aufsteigen; wegen der geringen Größe der Beschäftigungsbetriebe gibt es aber kaum Aufstiegschancen.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für WagnerInnen in den Handwerken "Binder", "Bootbauer", "Drechsler", "Tischler", "Karosseriebau- und Karosserielackiertechniker" oder "Metalltechnik für Land- und Baumaschinen" (Voraussetzung: Meisterprüfung) oder im Gewerbe "Wagner", das als "freies Gewerbe" eingestuft ist (kein Befähigungsnachweis erforderlich!). Weiters können WagnerInnen folgende Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Autoverglasung", "Zusammenbau von Möbelbausätzen".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Holz (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe im Holzbereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Holz, Glas, Ton, Seite 89
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