Online-RedakteurIn

Berufsbereiche: Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.040,- bis € 2.870,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Online-RedakteurInnen recherchieren Informationen unterschiedlichster Art (Nachrichten, Unterhaltung, Statistiken). Sie bereiten diese sprachlich und multimedial auf und verbreiten sie über Online-Medien, z.B. als Internetzeitung oder Internetradio.

Online-RedakteurInnen erstellen Redaktionspläne für Ihre KundInnen, vor allem auch auf social media Plattformen. Sie aktualisieren Einträge in Weblogs, beantworten Leserbriefe per E-Mail und moderieren virtuelle Live-Diskussionen zu aktuellen Fragestellungen. Sie gestalten auch den Einsatz von Grafiken, Bilder und Videos.

Online-RedakteurInnen kümmern sich auch um den Aufbau und die fortlaufende Aktualisierung von Textdatenbanken und elektronischen Archiven sowohl im Medienbereich als auch in Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Online-RedakteurInnen unterstützen ihre MitarbeiterInnen und KundInnen bei der Auffindung wichtiger Informationen (z.B. Stichwortsuche nach älteren Artikeln, Recherchen in internationalen Datenbanken).

Das Berufsbild ist nicht einheitlich ausgeprägt und wird manchmal synonym zum neuen Beruf Content ManagerIn verwendet.

Online RedakteurInnen arbeiten auch mit FotografInnen, WebdesignerInnen und WerbetexterInnen zusammen.

  • Sehr gute Rechtschreibung
  • Gute Allgemeinbildung
  • Rasche Auffassungsgabe
  • Gutes schriftliches Ausdrucksvermögen
  • Fremdsprachenkenntnisse (insbesondere Englisch)
  • Offenheit für Trends und Zeitgeist

 

Für viele Projekte sind Kenntnisse über die Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation, Werbepsychologie, Suchmaschinenoptimierung sowie interkulturelle Kompetenzen erforderlich.

Aufgabenfelder bieten unterschiedliche Unternehmen, z.B.

  • Wirtschaftsunternehmen
  • Banken- und Versicherungsbereich
  • Behörden, Ministerien
  • Wissenschaftlichen Institute
  • Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen anbieten
  • Internet-Portalbetreiber
  • Medienbranche: Inhaltliche Produktion als RedakteurIn oder JournalistIn, diverse Aufgaben als PressesprecherIn bzw. MedienreferentIn in der Konzeption und Erstellung von Werbe- und PR-Kampagnen

 

Aufgaben bestehen auch bei Verlagen oder bei größeren Firmen, Institutionen, Verbänden und Organisationen, die ihre Internet- und Intranetseiten selbst gestalten.

Berufliche Aussichten durch Digitalisierung:

Immer mehr Unternehmen betreiben Blogs, Wikis oder Online-Magazine, um über sinnvolle Mehrwerte KundInnen anzusprechen und zu gewinnen.

Bei Online-Projekten (Websites, Newsletter, SEO) und Werbekampagnen werden verstärkt durchgeführt: Recherche und Analysetätigkeiten für das Erstellen von Web-Statistiken (z.B. Google Analytics, Piwik) und SEO-Analysen zur Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization).

AbsolventInnen können auch journalistisch tätig sein oder als BeraterIn im Bereich Kommunikationswissenschaften arbeiten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "RedakteurIn", dem der Beruf "Online-RedakteurIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Für den Beruf besteht kein vorgeschriebener Ausbildungsweg, jedoch werden meistens Aus/Weiterbildungsskurse (z.B. Urheberrecht, Content Management, Medientechnologie) vorausgesetzt.

Einige Beispiele für Sudiengänge:

  • Wirtschaftsinformatik: Uni Wien, FH Technikum Wien
  • Information/Medien und Kommunikation: FH Burgenland
  • Journalismus & Medienmanagement: Bachelor, FHWien der WKW
  • Journalismus & Neue Medien (Master): FHWien der WKW
  • Kommunikation/Wissen/Medien: FH OÖ
  • Informationsmanagement: FH Joanneum, Uni Klagenfurt

 

Journalismus- und Medienakademien bieten Lehrgänge, Kurse und Seminare an. Beispiele: Das Medienhaus Wien, Kuratorium für Journalistenausbildung, Oberösterreichische Journalistenakademie, Katholische Medien Akademie, Polycollege.

In Stellenausschreibungen wird üblicherweise Praxiserfahrung (Praktikum, Volontariat, freie Mitarbeit), z.B. in einer Redaktion vorausgesetzt.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es existiert eine Vielzahl an Universitätslehrgängen im Medienbereich, z.B. für Fernseh-Journalismus, Qualitätsjournalismus, Sportjournalismus oder Wissenschaftskommunikation.

Darüber hinaus bieten Journalismus- und Medienakademien berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungen an. Speziell für Social Media Management bietet das WIFI einen Diplomlehrgang.

Relevante Themen sind z.B: Produzieren und Publizieren, Content Management, New Media, Informationsrecht, Medienrecht und Urheberrecht, Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften und Datenschutz und Data Science.

Der Lehrgang "New Media Journalism" (Master of Arts) mit europäischen Kooperanden richtet sich an das mittlere Management an der Schnittstelle von Print und Online. Studienstandorte sind Salzburg, Wien, Hamburg, Leipzig und Luzern; Bewerbung an der Österreichischen Medienakademie Kuratorium für Journalistenausbildung auf www.kfj.at.

Es kann eine Position als wissenschaftliche MitarbeiterIn in einem Forschungsprojekt zu Themen, wie z.B. Arbeitswelt, Technik, Sport, Gesundheit, Bildung angestrebt werden.

Es kann eine Tätigkeit als Data Analyst zur Datenanalyse oder als Data Scientist angestrebt werden. Hier geht es häufig darum, in einer „Masse" (Big Data) „wertvolle Inhalte" (Smart Data) und statistische Zusammenhänge herauszufinden.

Data Science ist nicht an eine bestimmte Branche gebunden. Data Analysts und Scientists arbeiten zum Beispiel in Rechenzentren, bei Energienetzbetreibern (Strom, Gas, Wasser), in Wirtschaftsunternehmen und im Bereich Datennutzung zur Produktionssteuerung in der Fertigung.

Ein erlerntes Methodengerüst, (Zusatz)Qualifikationen, Fremdsprachen und soziale Kompetenz führen dazu, dass Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Berufsfeldern, wie Management und Beratungsaufgaben möglich sind.

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