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LandschaftsplanerIn

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.240,- bis € 2.710,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

LandschaftsplanerInnen analysieren die Landschaft im städtischen sowie im ländlichen Raum und der Wechselwirkung zwischen Landschaft und Menschen.

Sie befassen sich mit der nachhaltigen und kreativen Entwicklung oder Neugestaltung von Grünräumen und Landschaften. Zudem erarbeiten sie Gestaltungskonzepte, z.B. für dörfliche Strukturen oder im Bereich Tourismus.

Sie untersuchen die Gestaltung und Entwicklung von städtischen und ländlichen Landschaften. Ziel ist es, eine nachhaltige Raumqualität für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten bzw. zu schaffen. Landschaftsplanung hat einen starken Bezug zur Raumplanung und umfasst auch folgende Tätigkeitsfelder

  • Freiraumplanung und -gestaltung (z.B. Spielplätze, Parks)
  • Landschaftsarchitektur
  • Naturschutz und Landschaftsökologie
  • Ingenieurbiologie und Vegetationstechnik
  • Gewässerplanung und Gewässerökologie
  • Landnutzung
  • Landschaftspflege, Landschaftspflegerische Begleitplanung
  • ökologische Fachplanungen
  • querschnittorientierte Umweltplanung
  • Entwicklungsplanung für Tourismus und Erholung
  • Mitarbeit an Umweltverträglichkeitsprüfungen
  • Umweltberatung
  • u.v.a.

 

Benachbarte Planungsdisziplinen sind z.B. Verkehrsplanung, Raumplanung, Flächenwidmungsplanung.

  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Kontaktfähigkeit
  • Bereitschaft zu interdisziplinärem Zusammenarbeit (mit FachplanerInnen aus Finanz, Sozialwissenschaften, Technik)
  • Naturwissenschaftlich-technisches Verständnis

Es kann eine freiberufliche oder gewerblich selbstständige Tätigkeit (mit Ziviltechnikerbefugnis als ZiviltechnikerIn für Landschaftsplanung und Landschaftspflege angestrebt werden.

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es als DienstnehmerIn in Planungsbüros, in leitenden Funktionen in Ausführungsbetrieben, in Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie Bezirks-, Landes- und Bundesbehörden.

Darüber hinaus können sie auch in Produktionsstätten gartenbaulicher Erzeugnisse, in der Saatgut- und Düngemittelproduktion, in Bildungseinrichtungen und wissenschaftlichen Institutionen sowie bei Verbänden, Interessenvertretungen (Begutachtung von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen) und in Medienunternehmen tätig sein.

Wichtige Beschäftigungsmöglichkeiten bietet der öffentliche Sektor, wo Aufgaben im Bereich der Flächenwidmungsplanung, Bebauungsplanung und Verkehrsplanung offen stehen. Ebenso bieten z.B. Gebietsbetreuungs-, Stadtentwicklungs- und Regionalentwicklungsstellen berufliche Möglichkeiten.

Generell gewinnt auch das Thema Mobilität in Bezug auf Ökologie und Umweltschutz (Klimaschutz) zuehmend an Bedeutung.

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen werden manchmal für diverse Projekte gesucht. Infos bietet die Website der Europäischen Kommission auf https://ec,europa.eu unter Klimaschutz.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "RaumplanerIn", dem der Beruf "LandschaftsplanerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die BOKU Wien bietet das einschlägige Studium Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur als Bachelor- und Masterstudium.

Studiengänge die Inhalte oder Lehrveranstaltungen zum Thema Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur beinhalten:

  • Forstwirtschaft
  • Architektur
  • Kulturtechnik und Wasserwirtschaft
  • Raumplanung und Raumordnung
  • Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen durch Fachtagungen der einschlägigen Fachvertretungen, Lehrgänge und Seminare.

Weiterbildungsbedarf besteht vor allem im Bereich Geografische Informationssysteme (GIS). Eine Form von GIS sind z.B. kommunale Informationsysteme (KIS) zur Planung und Verwaltung für Grünflächen- und Baumkataster. Geoinformationssysteme sind ein Hauptwerkzeug für alle raumbezogenen Planungs-, Verwaltungs-, Überwachungs- und Analyseaufgaben.

Kursanbieter für den Umgang mit GIS Software sind z.B. SynerGis und die BOKU Wien.

Es kann eine Stelle im Bereich von Wissenschaft, Forschung oder Lehre, z.B. an Universitäten oder eine gutachterliche Tätigkeit angestrebt werden. Anspruchsvolle Aufgaben bestehen im öffentlichen Sektor (Stadt- und Gemeindeverwaltung, Bezirks-, Landes- und Bundesbehörden) sowie im privatwirtschaftlichen Sektor (Garten- und Landschaftsbaubetriebe).

Berufliche Entwicklungsperspektiven bietet auch das Berufsbild Öko-AuditorIn. Die nötigen Kenntnisse und Befähigungen werden meist berufsbegleitend erworben.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bodenkultur (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur
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