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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs BautechnikerIn. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von BautechnikerIn (UNI/FH/PH).

Tätigkeitsmerkmale

BauphysikerInnen beschäftigen sich mit den Auswirkungen physikalischer Einflüsse auf Gebäude und entwickeln Strategien für den optimalen Umgang damit. Dazu zählen vor allem Wärme, Schall, Feuchtigkeit und Licht. Ihr Ziel ist es, Gebäude so zu planen, dass sie energieeffizient, komfortabel und langlebig sind. Sie berechnen zum Beispiel, wie gut eine Wand gedämmt ist oder wie viel Wärme durch Fenster verloren geht. Dafür analysieren sie Materialien, Dämmstoffe und Bauweisen. Außerdem befassen sie sich mit dem Feuchteschutz, damit keine Schäden durch Kondenswasser oder Schimmel entstehen.

Auch der Energieverbrauch von Gebäuden sowie der Brandschutz zählen zu ihren klassischen Aufgabenfeldern. Mithilfe verschiedener Mess- und Analyseverfahren identifizieren sie Schwachstellen und entwickeln Optimierungsvorschläge. Zusätzlich befassen sich BauphysikerInnen mit dem Schallschutz und der Raumakustik. Sie planen Maßnahmen, damit Lärm von außen oder zwischen den Räumen eines Gebäudes reduziert wird, zum Beispiel in Wohnungen, Büros oder Konzertsälen. 

Darüber hinaus führen BauphysikerInnen komplexe Berechnungen und Simulationen durch. Sie sind sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen sowie Umbauten eingebunden. Außerdem beraten sie ArchitektInnen bei der Auswahl geeigneter Materialien und Bauweisen. Dabei arbeiten sie eng mit Fachleuten aus Bereichen wie Gebäudetechnik, Statik, Baustofftechnik oder Sanierung zusammen, um nachhaltige und energieeffiziente Bauprojekte zu realisieren.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Materialien, Dämmstoffe und Bauweisen analysieren
  • Verschiedene Mess- und Analyseverfahren anwenden
  • Schwachstellen identifizieren
  • Optimierungsvorschläge entwickeln
  • Komplexe Berechnungen und Simulationen durchführen
  • ArchitektInnen beraten
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Gute Kenntnisse in Mathematik
  • Interesse für Bau 
  • Interesse für Chemie und Physik
  • Kommunikationsfähigkeit 
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen: 

  • Bauunternehmen 
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Architekturbüros
  • Ziviltechnikbüros
  • Forschungseinrichtungen
  • Prüfstellen 
  • Öffentlicher Dienst

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. im Bereich Bauingenieurwesen. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien im Bereich Bauingenieurwesen vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte in den Bereichen Baumechanik, Baustofftechnologie, Mathematik, Hochbau, Bauphysik, Baukonstruktion, Tiefbau, Vermessungskunde, Betonbau, Geotechnik, Holzbau und Baumanagement. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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