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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

BautechnikerInnen sind für die Planung, Koordination und Umsetzung von Bauvorhaben verschiedener Art zuständig. Beispiele dafür sind Hochbauprojekte wie Wohngebäude oder Industrieanlagen oder Tiefbauprojekte wie Brücken und Tunnel. Sie unterstützen die Bauleitung bei der Einholung von Angeboten, der Konstruktionsplanung, der Kostenkalkulation und der Abrechnung von Bau- und Sanierungsprojekten sowie bei der Abstimmung mit Behörden. 

Anhand der Entwurfspläne von ArchitektInnen berechnen BautechnikerInnen verschiedene bautechnische Daten, die für die Ausführung des Bauvorhabens erforderlich sind. Dabei müssen sie alle bauphysikalischen und statischen Bedingungen sowie behördliche Auflagen berücksichtigen. Zudem führen sie auch kaufmännische Berechnungen durch und übernehmen die Baustellenbetreuung von der Planung bis zur Abnahme des Bauwerks. 

BautechnikerInnen fertigen verschiedene technische Pläne an, teilweise unter Verwendung der digitalen Planungsmethode BIM (Building Information Modeling). Anhand von Planungsunterlagen ermitteln sie das Bauvolumen, bemessen den Material-, Maschinen und Arbeitseinsatz und kalkulieren die Baukosten. Zudem organisieren und überwachen sie die Einrichtung der Baustelle, teilen Fach- und Hilfskräfte ein und tragen die Verantwortung für Termine, Kosten und Qualität. Außerdem stellen sie sicher, dass baurechtliche und umwelttechnische Richtlinien sowie Sicherheitsbestimmungen am Bau eingehalten werden.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Baupläne erstellen 
  • Bautechnische Berechnungen durchführen 
  • Kosten kalkulieren
  • Leistungsverzeichnisse erstellen 
  • Bautagesberichte kontrollieren 
  • Bauabrechnung durchführen 
  • Fachgerechte Bauschuttentsorgung überwachen
  • Angebote einholen und prüfen
  • Baubesprechungen leiten

 

Zu diesem Beruf gibt es folgende Spezialisierungen:

  • Bereitschaft, an unterschiedlichen Orten zu arbeiten
  • Durchsetzungsvermögen 
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Gute Kenntnisse in Mathematik
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen 
  • Interesse für Bau 
  • Kommunikationsfähigkeit 
  • Technisches Verständnis
  • Unempfindlich gegen Lärm sein 
  • Verantwortungsbewusstsein 

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen: 

  • Bauunternehmen 
  • Ingenieur- und Ziviltechnikbüros
  • Architekturbüros
  • Konstruktionsbüros bei Planungsgesellschaften 
  • Planungsbüros der Industrie
  • Bauämter
  • Baubehörden

Die Entwicklung des Baubereichs ist stark von gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig. Während der klassische Neubau besonders sensibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagiert, gewinnt der Bereich Sanierung zunehmend an Bedeutung: ExpertInnen für Bauphysik, Sanierungstechnik und Umweltbautechnik sind aufgrund strenger Vorgaben für Klima- und Energieeffizienz besonders gefragt. Im Tiefbau stützen langfristige Infrastrukturprojekte, z.B. im Bahn- und Tunnelbau, die Beschäftigung, während der Straßenbau konstant bleibt. Ob in hochspezialisierten Ingenieursberufen oder im ausführenden Bereich wie dem Fertigteilbau oder der Fassadentechnik – der anhaltende Fachkräftebedarf sorgt branchenweit für eine hohe Arbeitsplatzsicherheit. 

BautechnikerInnen tragen wesentlich zur Planung, Umsetzung und Überwachung von Bauprojekten bei. Neben fundiertem technischem Wissen sind auf dem Arbeitsmarkt vor allem Kenntnisse in Bauplanung, Baustellenorganisation und im Umgang mit CAD-Software nachgefragt. Auch Genauigkeit und Teamfähigkeit spielen eine wichtige Rolle.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "BautechnikerIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden z.B. Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. im Bereich Bauingenieurwesen. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren. 

Bachelorstudien im Bereich Bauingenieurwesen vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte in den Bereichen Baumechanik, Baustofftechnologie, Mathematik, Hochbau, Bauphysik, Baukonstruktion, Tiefbau, Vermessungskunde, Betonbau, Geotechnik, Holzbau und Baumanagement. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Dieser Beruf kann auch auf schulischem Niveau erlernt werden, siehe dazu den Beruf BautechnikerIn (Mittlere/Höhere Schulen)

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Smart Materials, Naturschutz, Green Building, Technische Gebäudeausstattung, Baumanagement, Feuchte- und Dichtheitsmonitoring oder Digital Construction Management. 

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Computer Aided Design (CAD), Bauschäden, Bauabrechnung, Projektmanagement, Künstliche Intelligenz oder Technisches Qualitätsmanagement.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen z.B. in der Team- oder Bauleitung, im Baumanagement, als ChefkonstrukteurIn, PrüfingenieurIn oder in der Leitung eines Konstruktionsbüros. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" oder des Rechtskraftgewerbes "BaumeisterIn" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Bei Rechtskraftgewerben benötigt man zusätzlich die Genehmigung durch die Gewerbebehörde.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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