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VerkehrstechnikerIn - Verkehrsökologie

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung / Umwelt
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.240,- bis € 2.710,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Verkehrsökologen/Verkehrsökologinnen befassen sich forschend und beratend mit den Wechselwirkungen und Rückkopplungen im Bereich Mensch – Verkehr – Umwelt.

Dabei geht es um die Wechselwirkungen zwischen den verkehrsverursachenden Menschen, deren Wünschen und Bedürfnissen und dem realen Verkehrsablauf. Dies umfasst auch die Umwelt, die von den Auswirkungen des Verkehrs betroffen ist.

Innerhalb der Verkehrsökologie hat sich zusätzlich ein Berufsbereich entwickelt, der auf Beratung und Dienstleistung ausgerichtet ist. Fachleute, die in diesem Bereich tätig sind, arbeiten oft als MobilitätsberaterIn. Sie versuchen durch Mitwirkung an verkehrspolitischen Maßnahmen, die Aspekte der Verkehrsplanung, -wirtschaft und -ökologie unter Einbeziehung rechtlicher Rahmenbedingungen miteinander zu verbinden.

Verkehrsökologen/Verkehrsökologinnen erstellen auch Gutachten und Umweltverträglichkeitsstudien und beschäftigen sich unter anderem mit Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, Lärmschutz, Reduktion von Abgas- und (Fein-)Staubentwicklung.

Zudem beraten sie betroffene AnwohnerInnen. Weiters bieten sie ihre Kenntnisse Industriebetrieben an, z.B. bei der Planung und Organisation der Transportabteilungen.

Verkehrsökologen/Verkehrsökologinnen arbeiten mit FachplanerInnen aus verschiedenen Bereichen, wie etwa Raumplanung, Ökonomie oder Sozialwissenschaften zusammen. Siehe auch den Kernbereich Ökologie.

  • Naturwissenschaftlich-technisches Verständnis
  • Freude an Mathematik: Berechnungen, Modellbildung
  • Analytisches Denkvermögen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kontaktfähigkeit
  • Verhandlungskompetenz: Vor allem mit FinanzplanerInnen
  • Fremdsprachenkenntnisse (internationale ProjektpartnerInnen)

 

Im Beruf sind Kenntnisse zur zielgruppenspezifischen Kommunikation und zur Informationsaufbereitung für Fachleute aus Werbung, Kommunikationsdesign, Öffentlichkeitsarbeit und Politik nötig.

VerkehrsökologInnen sind in verschiedenen Bereichen wie Land-, See-, Luft- oder Binnenschifffahrtsverkehr tätig. Sie sind meist beratend bei verkehrsbaulichen Projekten tätig, etwa im Rahmen des technischen Umweltschutzes.

VerkehrsökologInnen arbeiten zumeist in leitenden Funktionen (Projektleitung), z.B. als ZiviltechnikerIn für Verkehrswesen in einem Planungsbüro sowie in den für die Infrastrukturplanung zuständigen Behörden.

VerkehrsökologInnen arbeiten in Gemeinden und auf Landesebene an der Entwicklung und Umsetzung von Verkehrskonzepten: dazu zählen die Planung und Adaptierung von Verkehrsinfrastruktur, Maßnahmen und Projekte zur Verkehrsberuhigung, die Planung von Angeboten im öffentlichen Verkehr, Umgestaltungsmaßnahmen im Rahmen geplanter Fußgängerzonen, Radwegnetze, Park- und Ride-Anlagen.

Darüber hinaus gibt es berufliche Möglichkeiten auf dem Gebiet der Logistik, bei Speditionen, im Eisenbahnverkehr, bei Flughafenbetrieben, in den Verkehrsverbänden sowie deren Trägerorganisationen.

Generell gewinnt das Thema Mobilität in Bezug auf Energie und Umwelt (Klimaschutz) zuehmend an Bedeutung.

Beispiel: Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen aus so genannten Bunkerkraftstoffen (Kraftstoffe für Schiffe und Luftfahrzeuge) nur noch 40 Prozent im Vergleich zu 2005 betragen.

Betreiber von Seeschiffen mit mehr als 5.000 Bruttoraumzahl müssen seit dem 1. Januar 2018 die CO2-Emissionen ihrer Schiffe überwachen. Forschungsarbeiten sind geplant, die über größere Schiffe, die ihren CO2-Ausstoß überwachen und berichten, wenn sie Häfen in der EU anlaufen.

Hierzu werden auch wissenschaftliche MitarbeiterInnen gesucht. Infos auf der Website der Europäischen Kommission auf https://ec,europa.eu unter Klimaschutz.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Ökologe/Ökologin", dem der Beruf "VerkehrstechnikerIn - Verkehrsökologie" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Verkehrstechnik und Verkehrsplanung ist auch eng mit anderen technischen Studienrichtungen wie Maschinenbau sowie Fahrzeug- und Luftfahrttechnik verbunden.

Beispiele für FH-Studienrichtungen:

Intelligent Transport Systems, Intelligente Verkehrssysteme; Infrastrukturwirtschaft–Urban Technologies, Bahntechnologie und Mobilität, Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement, Traffic Accident Research sowie Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement.

Beispiele für UNI-Studienrichtungen

Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Umweltsystemwissenschaften, Verkehrswesen.

Mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten von Verkehrswesen, Ver- und Entsorgungsinfrastruktur sowie Stadt- und Regionalplanung befassen sich auch Studienrichtungen aus dem Bauingenieurwesen, z.B. das Masterstudium "Bauingenieurwissenschaften – Umwelt und Verkehr" (TU Graz).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt eine Vielzahl einschlägiger Weiterbildungsangebote, z.B. Universitätslehrgänge bzw. Lehrgänge zur Weiterbildung: Z.B. Sustainable Urbanism, Verkehrstelematik, Kommunikation, Organisationsberatung, Projekt- und Prozesskompetenz, Nachhaltiger Urbanismus, Elektromobilität & Energiemanagement.

Relevant ist auch Wissen zu den Bereichen Erneuerbare Energie und Klimaschutz und den damit verbundenen Fragestellungen, Klimaschutz im Luftverkehr, Umweltfreundliche Beschaffung (Logistik, Transportmanagement.

Weiterbildungsbedarf besteht in technischen und rechtlichen Belangen (Internationales Recht, Ausschreibungsrecht, Umweltrecht) sowie in Managementfeldern (Logistik, Personalführung, Projektmanagement).

Infos zu berufsspezifischen Aus- und Weiterbildungsprogrammen bieten z.B. die Forschungsgesellschaft Mobilität - Austrian Mobility Research FG M-AMOR sowie die AUBIi-plus GmbH.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bodenkultur (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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