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TechnischeR KontrollorIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.160,- bis € 2.790,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

KontrollorInnen sind als technische PrüferInnen für die ordnungsgemäße Betriebsfähigkeit von technischen Geräten, Fertigungsmaschinen oder Produktionsanlagen zuständig.

Je nach Unternehmen prüfen sie neu entwickelte Geräte, Maschinen oder ganze Anlagen gemäß geltender Normen. Sie prüfen auch die Printplatten an den jeweiligen Geräten.

Als ausgebildete TechnikerInnen übernehmen sie Einstell- und Umrüstarbeiten und sind verantwortlich für die Störungsbehebung. Sie erstellen auch Abweichungsanalysen und führen Fehlerlisten. Außerdem dokumentieren sie Wartungs- und Verbesserungsarbeiten. Zu ihrer Arbeit gehört auch die Definition und Pflege von operativen Kennzahlen (Produktivität, Materialkosten, Ausschuß durch Fehler).

Oft arbeiten sie als Beauftragte für das Qualitätsmanagement (QM-Beauftragte). Dann sind sie für die Genehmigung, Zulassung sowie für Kontrollen der Betriebssicherheit von Maschinen und Anlagen zuständig. Sie analysieren die Produktkalkulationen. Zudem sind sie für die Kommunikation zu LieferantInnen und den internen Abteilungen, wie z.B. Einkauf und Vertrieb zuständig.

  • Interesse an Technik: Asynchrone/synchrone Maschinen, Frequenzumrichter
  • Analytisches Denkvermögen
  • strukturierter und selbstständiger Arbeitsstil
  • Problemlösungskompetenz und Kreativität
  • Strukturierte, genaue Arbeitsweise
  • Kommunikations- und Teamkompetenz
  • Zuverlässigkeit
  • Kenntnis rechtlicher Normen und Bestimmungen (z.B. ISO 9000)
  • Durchsetzungs- und Verhandlungskompetenz

 

Häufig sind gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich spowie Kenntnisse im Lean Management.

Lean Management („schlankes Management“) bedeutet Prozessoptimierung. Es geht darum, sämtliche Prozesse und Aktivitäten aufeinander abzustimmen, z.B. damit Verschwendungen vermieden werden. Ebenso sollen Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege logisch gestaltet werden.

Technische KontrollorInnen arbeiten z.B. bei Sicherheits- und Kontrollinstituten (wie z.B. TÜV) sowie in Ziviltechnikbüros.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen grundsätzlich bei allen größeren Unternehmen. auch in Form beratender Tätigkeit, als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbstständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als KonsulentIn oder GutachterIn.

In großen Unternehmen und Konzernen bestehen oft gute Aussichten, sich für eine Managementposition zu qualifizieren. Zum Beispiel kann die Funktiom eines Compliance-Beauftragten, Compliance-ManagerIn oder RisikomanagerIn angestrebt werden. Neben Berufserfahrung und Engagement sind - gerade im technischen Bereich - oft auch Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "QualitätssicherungstechnikerIn", dem der Beruf "TechnischeR KontrollorIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von KontrollerInnen bzw. technischen PrüferInnen wird üblicherweise eine technische Ausbildung erwartet. Studiengänge gibt es z.B. im Bereich Mechatronik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik, Werkstofftechnik, Verfahrenstechnik, Anlagentechnik, Fahrzeugtechnik, Bauwesen sowie Glasbautechnik.

Je nach Betrieb kann auch eine wirtschaftsorientierte Ausbildung, in Kombination mit einer technischen Zusatzqualifikation, als erste Grundlage für die Funktion in der Kontrolle bzw. technischen Prüfung dienen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt unterschiedliche Fort- und Weiterbildungskurse sowie Lehrgänge im Bereich betrieblicher Umweltschutz, Sicherheitstechnik, Qualitätsmanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Prozessmanagement sowie Zertifizierungen, z.B. als AuditorIn oder Refa-TechnikerIn.

Für Personen mit einer europaweit anerkannten Ingenieursausbildung und mehrjähriger berufspraktischer Erfahrung besteht auch die Möglichkeit bei der FEANI um den Titel einer/eines EURO-Ingenieurin/-Ingenieurs anzusuchen. Infos beim Verband Österreichischer Ingenieure - VÖI.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Form von Leitungsfunktionen (z.B. AbteilungsleiterIn, BereichsleiterIn) oder Tätigkeiten im strategischen Controlling. Strategisches Controlling wird in der Regel in Stabfunktionen ausgeübt).

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht nach mindestens dreijähriger Berufstätigkeit und erfolgreich abgelegter Ziviltechnikerprüfung die Möglichkeit zu selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn

 

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