WirtschaftsingenieurIn - Bauwesen

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik / Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.250,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

An der Schnittstelle von Ingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften nehmen WirtschaftsingenieurInnen grundsätzlich eher Managementaufgaben wahr.

Sie befassen sich mit der Beobachtung sämtlicher Teilbereiche zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Sie versuchen in ihrer Arbeit technische und industrielle Geschäftsprozesse zu optimieren (z.B. Rohstoffgewinnung, Beschaffung, Produktion, Logistik, Controlling, Qualitätsmanagement).

WirtschaftsingenieurInnen sind außerdem in der Planung von Verkehrskonzepten oder Energiekonzepten, in Fragen der Ressourcenbewirtschaftung (Recycling, Entsorgung) und der Wirtschaftlichkeit sowie der Erhaltung und Erneuerung von Bauwerken tätig.

Siehe auch die akademischen Berufsbilder Automatisierungstechnik (technische Kybernetik), Gebäudetechnik, Baukaufmann/-frau und den Lehrberuf Bautechnische ZeichnerIn.

Siehe auch:

WirtschaftsingenieurInnen nehmen eine Vermittlerfunktion zwischen Technik und Ökonomie ein. Während TechnikerInnen in erster Linie an der technischen Optimierung der Produkte interessiert sind, verfolgen ÖkonomInnen primär deren Marktgängigkeit.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Systemisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Kommunikationsgeschick und Argumentationsfähigkeit
  • Kreativität
  • Verhandlungskompetenz, Entscheidungssicherheit
  • Gutes Auftreten und Kommunikationsgeschick

 

Häufig sind interkulturelle Kompetenz (Diversity-Mangement) und Fremdsprachenkenntnisse gefragt.

 

Die Arbeit als WirtschaftsingenieurIn erfordert eine interdisziplinäre Vorgangsweise. Es gibt Überschneidungen zu anderen Wissenschaften, wie Energietechnik, Verkehrstelematik und Umwelttechnik und weitere.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Industrieunternehmen. Die Aufgabenfelder reichen von allgemeinen Bereichen (z.B. Personal, Produktion, Logistik, Verkauf) bis hin zu zentralen Managementpositionen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in der Unternehmensberatung (selbstständig oder angestellt) sowie als KonsulentInnen, GutachterInnen.

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel „EURO-IngenieurIn“ erwerben. Infos beim Verband Österreichischer Ingenieure - VÖI.

Multilaterale Forschungskooperationen gewinnen innerhalb der europäischen Forschungslandschaft an Gewicht. Deutschland, die Schweiz und Österreich planen deshalb eine Kooperation, die sich speziell auf Smart Cities konzentriert. Infos auf der Website des bmk.

Wie alle Industriezweige stellt sich auch der Bereich Bautechnik den Herausforderungen der Digitalisierung. Dazu gehören autonome Fahrzeuge (Transport), das Internet of Things und die Analyse großer Datenmengen (Data Mining, Data Science).

Zur digitalen Transformation gehören auch Innovationen wie etwa der 3D-Druck und das Building-Information-Modeling (BIM). BIM ist die digitale Darstellung eines Bauwerkes und seiner Funktionen auf der Basis fortlaufend aktualisierter Daten. Viele ExpertInnen sind sich einig, dass durch die Digitalisierung das Betreiben von Bauwerken und Anlagen verbessert, energieeffizienter und kostengünstiger wird.

In der USA und in China wurden sogar schon die ersten Häuser mit riesigen 3D-Druckern geformt. Die gedruckten Häuser sind „geometrisch komplexer“, durch die architektonischen Qualitäten kann man genauer auf die Raumwirkung eingehen (vgl. Häuser aus dem 3D-Drucker, URL: www.spektrum.de).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WirtschaftsingenieurIn", dem der Beruf "WirtschaftsingenieurIn - Bauwesen" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Beispiele für Studiengänge im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen oder Baumanagement:

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Viele der Wirtschaftsingenieurberufe erfordern Zusatzqualifikationen und Weiterbildungsmaßnahmen, z.B. in den Bereichen Sicherheitstechnik, Qualitätsmanagement und Arbeitszeitermittlung. Es gibt einen eigenen Verband, der sich der systematischen Erfassung von Arbeitsbedingungen widmet: REFA; Infos auf Refa-austria.at

Je nach Ausbildungsschritt werden dafür zusätzliche Berufstitel bzw. berufliche Berechtigungen erlangt (z.B. AuditorInnen; Industrial Engineers).

Einschlägige Weiterbildungsmöglichkeit bieten auch der Lehrgang für Innovations-, Produkt- und Prozessmanagement. Die Uni Wien bietet den Masterstudiengang Chemie und Technologie der Materialien.

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie  AbteilungsleiterIn für Produktionslogistik oder Export, PrüfingenieurIn, SicherheitsingenieurIn, BeschaffungsmanagerIn oder QualitätsmanagerIn.

Für leitende Funktionen sowie im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar. Für Tätigkeiten im Ausland ist die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn von Bedeutung, die voraussichtlich für Tätigkeiten bei internationalen Ausschreibungen und Projekten im technischen Bereich von Bedeutung sein werden.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des Gewerbes in Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen), Unternehmensberatung und -organisation. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

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