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QualitätsmanagerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.160,- bis € 2.790,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

QualitätsmanagerInnen beschäftigen sich mit der Festlegung und Kontrolle von Standards für betriebliche Leistungen.

Grundlagen dafür können sowohl selbst definierte Ziele, als auch rechtliche Vorgaben und Normen - vor allem ISO 9000 - sein. Insbesondere geht es auch um Fragen der Gewährleistung und Produkthaftung für die EndverbraucherInnen. In der Qualitätssicherung unterscheidet man grundsätzlich zwischen drei Bereichen:

  • Qualitätsplanung: Erstellung von Plänen für die Qualitätsziele und Ausführungsprozesse
  • Qualitätssteuerung: Lenkung und Regelung der Vorgänge zur Erlangung der Qualitätsziele
  • Qualitätskontrolle: Prüfen und Messen, ob das fertige Erzeugnis den festgelegten Anforderungen entspricht

 

QualitätsmanagerInnen sind auch für die Mitarbeiterschulung und -sensibilisierung betraut. Qualitätsmanagement hat nämlich sehr viel mit Mitarbeitermotivation, Corporate Social Responsibility (unternehmerische Sozialverantwortung) und Corporate Identity zu tun. Corporate Identity ist die strategisch geplante Selbstdarstellung und Verhaltensweise auf Basis einer Philosophie, vereinfacht gesagt: die Pesönlichkeit des Unternehmens.

Siehe auch die Berufe WirtschaftsingenieurIn und Betriebs- und WirtschaftstechnikerIn

QualitätsmanagerInnen sind üblicherweise erst nach einigen Jahren Berufserfahrung in ihrem jeweiligen Stammberuf tätig (z.B. als QualitätsmanagerIn für Medizinprodukte).

Oft sind grundlegende naturwissenschaftlich-technische Kenntnisse nötig - etwa zur Qualitätskontrolle von Nahrungsmitteln oder Produkten aus der Computerindustrie. Am Kunst- und Kultursektor sind entsprechende Kenntnisse aus diesem Bereich nötig.

Wichtig ist die Kenntnis rechtlicher Normen und Bestimmungen (z.B. ISO 9000), gutes sprachliches Ausdrucksvermögen, Verständnis und die Bereitschaft sich in das jeweilige Fachgebiet einzuarbeiten.

QualitätsmanagerInnen werden meistens aus dem eigenen Unternehmen rekrutiert, in welchem sie zuvor als TechnikerIn, DesignerIn, in einem Medizin- oder Pflegeberuf, im Vertrieb, Controlling oder in einer anderen Funktion tätig waren.

Qualitätssicherung wird mittlerweile in Industrie-, Gewerbe- und Handelsbetrieben ebenso wie in Banken, Versicherungen, Verkehrs- und sonstigen Dienstleistungsunternehmen betrieben. QualitätsmanagerInnen können - je nach Qualifikation - in öffentlichen und privaten Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens leitend oder als MitarbeiterInnen beschäftigt sein. Auch in der öffentlichen Verwaltung werden in zunehmendem Maße Qualitätsmanagement und Qualitätssicherungssysteme eingeführt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "QualitätssicherungstechnikerIn", dem der Beruf "QualitätsmanagerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

QualitätsmanagerInnen verfügen üblicherweise über eine technische und/oder wirtschaftliche Ausbildung. Allerdings ist dies kein erlernbarer Beruf, sondern eine Funktion, welche üblicherweise mehrjährige Berufserfahrung voraussetzt.

Die Befähigung zur Qualitätskontrolle wird üblicherweise berufsbegleitend durch Aus- und Fortbildungslehrgänge erlangt. Nötig sind in jedem Fall fundierte Kenntnisse im Bereich Qualitätsmanagement und Prozessmanagement.

FH: Z.B. Biotechnologisches Qualitätsmanagement (FH Campus Wien), Pharmazeutisches Qualitätsmanagement (Uni Wien), Qualitäts- und Prozessmanagement im Gesundheitswesen (FH Tirol – Zentrum für Gesundheitsberufe). Business Process Engineering & Management (FH Vorarlberg).

Qualitätsmanagement wird als Lehrveranstaltung in verschiedenen Studiengängen angeboten, z.B: Marketing und Kommunikationsmanagement, Digital Marketing, Internationale Betriebswirtschaft.

Lehrgänge: Z.B. Qualitätsmanagement (Donau Uni Krems), Service Engineering & Management (FH der Wirtschaft, Graz).

Die TÜV Austria Akademie und das WIFI führen ebenso Kurse und Zertifizierungsprogramme. Beispiele: Prozessorientiertes Auditieren von Managementsystemen nach ISO 9001:2015. Ausbildung zum Automotiven Qualitätsassistenten (AQUA).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Grundsätzlich wird beim Berufseinstieg eine Audit-Zertifizierung Certified Internal Auditor - CIA) erwartet. Infos über aktuelle Seminare und Zertifizierungen (Auditor, CIA) bietet z.B. die Website des Instituts für Interne Revision Österreich IIA.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Organisation und IT-Management (Seiten 102-115), Seite 112
Frauen mit Zukunft - Berufliche Einstiege, Umstiege und Aufstiege mit Unterstützung des AMS (Broschüre)
Reihe: Einzelbroschüre
Seite 40
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